Fußball: Auch Krüger mit ISC im Abstiegskampf/Nur Preußen auf Sonnenseite

Union Varl und Numrich im Regen

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Antreiber: Sven Redetzky gehörte erneut zu den Besten beim FC Preußen. Lohn sind die Saisonpunkte 30 bis 32.

Varl - Das Bild drängt sich auf: Sebastian Numrich steht in Varl im Regen. Seine Mannschaft ging am Sonntag im Heimspiel gegen Tabellenführer TuS Jöllenbeck mit 1:7 unter und ließ dabei nicht erkennen, wie man in dieser Saison den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga schaffen kann.

So trüb wie das Wetter war die Stimmung bei Union Varl nach der höchsten Saisonniederlage. Dem 1:5 in Holsen folgte jetzt ein 1:7. „Der Gegner war klar besser, aber das wir immer so einbrechen müssen“, meinte denn auch Mannschaftskapitän Andre Lange, als er kopfschüttelnd den arg ramponierten Platz verließ. „Wenn bei unseren beiden Chancen der Ball ins Tor gefallen wäre...“, ergänzte er, ließ aber offen, ob man Jöllenbeck tatsächlich hätte beikommen können.

„Das passt zur Gesamtsituation“, kommentierte Vorsitzender Uli Eikenhorst die nicht genutzten Chancen zu Spielbeginn. Über fehlendes Glück durfte sich Union Varl jedoch nicht beklagen, denn der Gast hätte schon vor den beiden Varler Möglichkeiten führen können.

Eikenhorst: Passt

zur Gesamtsituation

„Bei uns hätte schon alles zusammenpassen müssen“, ergänzte Trainer Sebastian Numrich, dessen Mannschaft auch nach dem dritten und vierten Gegentreffer noch mitzuspielen versuchte, aber am Ende selbst ausgespielt wurde.

Auch die von Co-Trainer Ralf Schlottmann von draußen geforderte Schadensbegrenzung („reißt euch zusammen“) gelang nur halbherzig. „Wir werden jetzt ordentlich trainieren und uns auf die letzten drei Spiele vor der Winterpause vorbereiten“, blickt Numrich weiter und macht deutlich: „Wir brauchen noch einige Punkte.“ Die Aufgaben für den Tabellen-14. sind allerdings nicht einfach: beim BV Stift Quernheim (30. November), gegen SC Bad Salzuflen (7. Dezember) und beim VfL Theesen II (14. Dezember).

In der Tabelle noch unter sich haben die Varler den SC Isenstedt. Bei dem war Trainer Axel Krüger am Sonntag arg enttäuscht, dass es im Auswärtsspiel beim VfL Theesen nach einer 3:1-Führung am Ende nur zu einem 4:4 reichte, wobei seine Mannschaft einer guten ersten eine umso schwächere zweite Hälfte folgen ließ. „Das kann ich wirklich nicht nachvollziehen. In der Pause habe ich deutlich angesprochen, dass Theesen versuchen wird, Druck zu entwickeln. Doch wir haben es nicht geschafft, das zu verhindern“, kritisiert Krüger, der konsterniert mit ansehen musste, wie sein Team nach einer 3:1-Führung mit 3:4 in Rückstand geriet. „Natürlich freue ich mich, dass wir dann noch den Ausgleich geschafft haben. Doch die Punkteteilung ist definitiv zu wenig“, ergänzte Krüger. Seine auf einem Abstiegsplatz stehende Elf muss im nächsten Spiel beim SV Eidinghausen-Werste (30. Nov.) antreten, danach folgen noch die Aufgaben gegen Union Minden und in Kutenhausen.

Um den Aufstieg geht es in dieser Saison für den FC Preußen Espelkamp, der am Sonntag mit dem 2:0 gegen den SC Bad Salzuflen die Saisonpunkte 30 bis 32 sammelte und weiterhin zwei Zähler hinter Spitzenreiter TuS Jöllenbeck in Lauerstellung liegt. „Die Mannschaft macht einen stabilen Eindruck“, freut sich Trainer Uwe Korejtek. Er hatte vor dem Spiel kein gutes Gefühl, doch seine Spieler beherrschten die Partie bis auf die Anfangsphase und erzielten zwei wunderschön herausgespielte Tore.

„Kompliment an das schmale Aufgebot, das sehr konzentriert ist“, gab es ein Extralob von Korejtek, der erfreut zur Kenntnis nahm, dass ein Rädchen in das andere greift. Eine herausragende Rolle nimmt dabei Sven Redetzky ein, der Woche für Woche ein unglaubliches Laufpensum abspult und spielerische Glanzlichter setzt. Korejtek hofft zudem bis zum bevorstehenden Auswärtsspiel beim VfL Theesen II am 30. November Watschagan Harutjunjan wieder in einem besseren körperlichen Zustand zu haben. „Er kann Spiele im Alleingang entscheiden“, weiß der Espelkamper Coach um die Fähigkeiten des kleinen Armeniers.

Neben Harutjunjan saß am Sonntag nur noch ein total verschnupfter Eugen Fritz auf der Bank, weil Kaoa Omar überhaupt nicht erschienen war. Gar nicht mehr auf der Bank saß dagegen erneut Torhüter Axel Benus, der offensichtlich keine Rolle mehr in den Planungen spielt – Uwe Korejtek wollte sich nicht näher dazu äußern. Die nächste Aufgabe bei der zweiten Mannschaft des VfL Theesen gilt als machbar, ehe es am 7. Dezember gegen die SV Eidinghausen-Werste zu bestehen gilt.

bra/ag

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