Fußball: Absteiger SC Isenstedt muss Hebel auf Kreisliga-Betrieb umlegen

Titelanwärter mit Rucksack

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Vorstellung beim ISC: Trainer Axel Krüger (oben v.l.), Daniel Sawatzky, Andri Reimer, Christian Bölk, Mirko Claußen, Tobias Kottkamp, Rolf Halwe sowie (unten v.l.) Felix Büttemeyer, Timo Göttig, Philipp Haas, Dominik Berner, Frank Wilzewski (Trainer 2. Mannschaft) und Torhüter Delil Kizilboga.

Isenstedt - Von Andreas Gerth. Beim Torschusstraining vor dem Testspiel gegen den SC Enger jagte Marco Radtke den Ball in den Winkel. „Die Qualität im Kader ist sicherlich noch immer da, doch auch im Kopf muss es stimmen“, sagt Axel Krüger. Der Trainer und seine Isenstedter gehen als einer der oft genannten Titelanwärter in die bevorstehende Saison der Fußball-Kreisliga A – nach dem nur einjährigen Gastspiel in der Bezirksliga allerdings mit einem mentalen Rucksack.

„Natürlich wollen wir oben mitspielen. Doch dafür müssen wir die Kreisliga annehmen“, betont der Sportliche Leiter des ISC, Rolf Halwe. Auch Trainer Axel Krüger (im vierten Jahr) möchte den Ball bei den Blau-Weißen zunächst flach halten: „Die Vorbereitung ist mäßig gelaufen. Wir haben einige ältere Spieler im Kader, die in der vergangenen Saison lange verletzt waren. Jetzt stehen wir vor einer neuen Situation, denn in der Kreisliga A wird uns jeder Gegner weh tun wollen.“

Der Kader des Kreismeisters von 2014 ist ein wenig in die Jahre gekommen. Umso mehr freut man sich beim ISC darüber in Christian Bölk (aus der zweiten Mannschaft und ein Gewinner der Vorbereitung), Daniel Sawatzky (vom VfB Fabbenstedt) und Andri Reimer (schneller Außenstürmer, zuletzt Preußen Espelkamp) personelle Alternativen dazu bekommen zu haben. Als „Perspektivspieler“ stuft Rolf Halwe zudem die aufrückenden Talente aus der Nachwuchsabteilung ein.

„Wir sind verdient abgestiegen, doch das ist mittlerweile abgehakt. Wir haben nach wie vor eine sehr gute, routinierte Truppe beisammen und wollen oben mitspielen – ja, und wenn es geht wollen wir auch Meister werden“, so ein selbstbewusster Axel Krüger.

Letzteres wollen in der bevorstehenden Kreisliga A- Saison allerdings auch andere. Neben den „üblichen Verdächtigen“ TuS Tengern II und TuS Dielingen bringen die Isenstedter auch andere Mannschaften ins Gespräch. Halwes Geheimtipp: BW Oberbauerschaft. „Dort macht Trainer Bönker sehr gute Arbeit, für mich der Hecht im Karpfenteich.“ Krüger hat als Überraschungsteams den TuS Gehlenbeck und Aufsteiger TuSpo Rahden („beides Vereine mit positiver Entwicklung“) auf dem Zettel und erwartet vom VfL Frotheim („das neue Trainergespann wird einen Schub geben“) mehr als in der Vorsaison.

Und die Isenstedter? Dort traut der Trainer dem Braten nicht so recht. „Wir müssen erst einmal wieder mehr Biss reinbekommen. Und nur, wenn wir den Hebel auf Kreisliga-Betrieb umlegen können, werden wir erfolgreich sein“, gibt Axel Krüger seinen Spielern mit auf den Weg.

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