Fußball-Kreisliga A: SSV und Levern holen wichtige Siege / Ärger bei Türk Gücü

Fünf Tore als Pflaster für Truccos Knie

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Gut gemacht: Torschütze Florian Bänsch (l.) klatscht Vorbereiter Jonas Hadeler ab. Der Blondschopf machte ein richtig gutes Spiel und bekam ein Extralob vom Trainer. ·

Pr. Ströhen - Von Andreas GerthSamstag Vormittag wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, am Nachmittag war er schon wieder auf dem Sportplatz: Antonio Trucco, Trainer von Fußball-A-Ligist SSV Pr. Ströhen, ging es nach seiner Knie-OP schnell wieder besser, denn als Genesungswunsch bekam er von seiner Mannschaft einen wichtigen 5:0-Heimsieg gegen Hüllhorst präsentiert.

„Ich wollte das Spiel nicht verpassen“, lachte Trucco, der die Partie mit hochgelegtem Bein verfolgte. Für seine Mannschaft war der Dreier gegen den Tabellenletzten ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt, der SSV hat nun zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Die Freude über den fünften Saisonsieg des Aufsteigers wurde allerdings getrübt, als sich Doppeltorschütze Florian Bänsch vor seiner Auswechslung die Rote Karte einhandelte, in dem er den Hüllhorster Raheb schubste. „Er ist provoziert worden, trotzdem darf ihm das nicht passieren“, so Trucco. Zumal die Partie zu diesem Zeitpunkt schon zu Gunsten des SSV entschieden war, nicht zuletzt dank Jonas Hadeler. Der junge Blondschopf machte beim SSV ein richtig gutes Spiel und erhielt dafür ein Extralob vom Trainer. Letzterer konnte sich außerdem darüber freuen, dass mit Stefan Spreen-Ledebur und Jannik Eikenhorst zwei Langzeitverletzte ihre ersten Kurzeinsätze bekamen.

Dielingen: Junge

Spieler auf Vormarsch

Zufrieden sein durfte am vergangenen Sonntag auch Dielingens Spielertrainer Tom Westerwalbesloh. Der Tabellendritte wurde seiner Favoritenrolle im Auswärtsspiel bei Schlusslicht HSC Alswede gerecht und machte mit dem 7:0 das Dutzend an Siegen voll. Dabei konnte der Trainer auch den Nachwuchsspielern Einsatzzeiten gönnen: Jannik Vahrenkamp und Ephraim Pieper wurden eingewechselt, Marc Böhm spielte durch. „Wenn wir jetzt noch unser Heimspiel gegen Frotheim gewinnen, wäre die Hinrunde doch noch vernünftig gelaufen“, hofft Tom Westerwalbesloh.

Türk Gücü Espelkamp nimmt dagegen jede Menge Ärger mit in die Winterpause. Der Verein steht vorerst ohne Trainer da. Das Fass zum Überlaufen brachte bei Tevfik Cengiz der lustlose Auftritt der Mannschaft beim 1:9 gegen BW Oberbauerschaft. „Keine Spielfreude, kein Aufbäumen. Das muss ich mir nicht antuen. Ich glaube, die Mannschaft braucht gar keinen Trainer, weil fast niemand zum Training kommt“, so Cengiz, der vor ein paar Monaten noch voller Vorfreude und hoher Erwartungen in die Saison gegangen war. Doch von seiner ursprünglich stark besetzten Truppe ist kaum noch etwas übrig geblieben. Im Gegenteil: Andere Vereine werden jetzt versuchen, aus der Krise bei Türk Gücü Kapital zu schlagen und Spieler wie Benjamin Rossel und Michael Swierczewski abzuwerben.

Ein Überangebot an Spielern für die erste Mannschaft hat derzeit TuRa Espelkamp. Beim 4:0-Heimsieg gegen den VfB Fabbenstedt erwischte es Spieler wie Richard Reimer, Thomas Epp und Arthur Zoi, für die nur ein Platz auf der Bank blieb. Dafür sorgte der junge Benjamin Pankratz für Furore, seine beiden Treffer leiteten den verdienten Sieg des Tabellenzweiten und ISC-Jägers ein.

Glück hatte am Sonntag Tabellenführer SC Isenstedt. Beim 3:1-Derbysieg in Frotheim stellten über weite Strecken die Gastgeber die galligere und bessere Mannschaft mit der Mehrzahl an Torchancen. Doch die Isenstedter traten im Stile einer Spitzenmannschaft auf und nutzten ihre wenigen Gelegenheiten gnadenlos effektiv. Trainer Axel Krüger hatte dabei ein glückliches Händchen, in dem er Frederik Freye einwechselte, dessen Treffer zum 2:1 und 3:1 den Unterschied im Derby ausmachten.

Levern setzt

Nadelstiche

Für die Überraschung des vorletzten Spieltags des Jahres sorgte der TuS Levern. Beim 3:0-Erfolg in Holzhausen ging die Taktik der Binder-Elf voll auf. Sie stand hinten sicher und setzte mit schnellen Kontern empfindliche Nadelstiche. Dabei „piekste“ Marius Helmich zweimal zu, sein Heber aus rund 20 Metern über den zu weit vor seinem Tor postierten Holzhauser Schlussmann zum 2:0 war allein das Eintrittsgeld wert. Die Leverner haben nun drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und könnten am kommenden Sonntag zu Hause gegen den FC Lübbecke sogar noch nachlegen. „Es wäre schön zum Abschluss einer turbulenten Hinrunde nochmal viele Zuschauer am Platz begrüßen zu können. Verdient hätte es die Mannschaft nach diesem grandiosen Auswärtssieg allemal“, betont Spielertrainer Holger Binder.

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