Frotheim und TuRa suchen Trainer / Holzhausen Herbstmeister, aber kein Favorit

Dielingen und Pr. Ströhen auf der Erfolgswelle

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Die Wege von Trainer Klaus Schmitz und TuRa Espelkamp trennen sich in der Winterpause.

Wehdem - Im Norden des Fußballkreises herrscht nach dem vorletzten Spieltag des Jahres beste Stimmung. Kein Wunder, schwimmen TuS Dielingen und SSV Pr. Ströhen doch derzeit auf einer Erfolgswelle. Die Pr. Ströher kletterten nach dem vierten Sieg in fünf Spielen auf Platz sechs, die Dielinger feierten den achten Sieg in Folge und bleiben Kreisliga-A-Spitzenreiter SuS Holzhausen auf den Fersen.

Deutlich unrunder läuft es in Frotheim und bei TuRa Espelkamp. Beide Teams laufen ihren Ansprüchen hinterher und müssen sich zudem in absehbarer Zeit nach einem neuen Trainer umsehen. Holger Sarres verlässt den VfL zum Saisonende, Klaus Schmitz hört schon zur Winterpause auf.

Das Ergebnis ließ SSV-Trainer Toni Trucco strahlen, doch rundum zufrieden war er nach dem 4:3-Sieg gegen Blasheim nicht. „Die Chancenauswertung hätte besser sein können.“ Auch mit dem Abwehrverhalten war er unzufrieden. Das 0:1 hatten sich die Pr. Ströher per Konter nach eigener Ecke eingefangen, beim 2:2 ließen sie den Gegenspieler ebenfalls über die komplette linke Seite laufen. „Da muss man cleverer sein und auch mal das taktische Foul ziehen“, so Trucco.

Lobend hob er die gute Moral nach dem 0:1 hervor. Die Mannschaft habe sich nicht verunsichern lassen und die richtige Antwort gefunden. Nach dem 2:2, als Blasheim alles in die Waagschale legte, ließ sie sich aber doch von der Hektik anstecken. Die Folge waren viele Fouls und gelbe Karten auf Seiten des SSV und – besonders ärgerlich – eine rote Karte für Florian Bänsch.

BSC Blasheims Interimscoach Achim Haver hätte sich sicher einen schöneren Einstand gewünscht. Auch wenn das richtige Ergebnis fehlte, sah er aber immerhin eine kämpferische Mannschaft, die Moral bewies und auch offensiv Akzente setzte. Haver sollte die Mannschaft zunächst nur bis zur Winterpause übernehmen, alle Seiten können sich aber offenbar auch eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende vorstellen. Vorher müssten aber noch ein paar Dinge abgeklärt werden, so Haver.

Nach einem neuen Trainer muss sich auf der VfL Frotheim umschauen. Holger Sarres wird den Verein nach sieben Jahren verlassen. „Es ist alles total in Ordnung so. Beide Seiten wollen etwas Neues ausprobieren. Ich hatte hier in Frotheim eine schöne und sehr erfolgreiche Zeit“, so Sarres. Er hatte den VfL von der Kreisliga B in die Bezirksliga geführt, war nach einer Saison aber wieder in die Kreisliga A abgestiegen, wo es zuletzt gegen den SuS Holzhausen die neunte Saisonniederlage gab. Dennoch konnte Sarres dem Spiel Positives abgewinnen. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir eine engagierte und taktisch gute Leistung gezeigt und nur wenig zugelassen.“

In Holzhausen sieht man dagegen dieser Tage nur strahlende Gesichter. Die Herbstmeisterschaft war der Bahndamm-Elf schon vor dem gestrigen Spiel nicht zu nehmen. Dennoch drückt Trainer Jörg Bohlmann auf die Euphoriebremse. „Wenn mir das vor der Saison jemand gesagt hätte, den hätte ich für verrückt erklärt.“ Die Herbstmeisterschaft nehme man als schöne Belohnung für die Mannschaft mit, von einer Favoritenrolle will Bohlmann aber nichts wissen.

Seine Zurückhaltung scheint nicht ganz fehl am Platz, wenn man etwa auf den TuS Dielingen schaut. Die Gelb-Schwarzen feierten am Sonntag den achten Sieg in Folge und bleiben Holzhausen genau wie der TuS Tengern II dicht auf den Fersen. Dass sie trotzdem „nur“ auf Platz drei stehen, stört Spielertrainer Tom Westerwalbesloh momentan nicht sonderlich, solange die Einstellung der Mannschaft stimmt und fleißig Punkte gesammelt werden. „Wir sind zufrieden, dass wir nachlegen konnten. Zudem haben wir wieder zu null gespielt. Was will man mehr“, so Westerwalbesloh.

Auch vom Gegner gab‘s ein Lob. „Von den Mannschaften, die um die Meisterschaft mitspielen, war Dielingen das beste Team, gegen das wir gespielt haben. Besonders defensiv sind sie sehr gut organisiert“, so Vehlage-Trainer Heinrich Dyck, der aber auch bei seiner Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit gute Aktionen sah.

Für BW Oberbauerschaft endete der Spieltag versöhnlich. Nach 0:1-Rückstand holte die Mannschaft von Daniel Bönker noch einen Punkt gegen den FC Lübbecke und beendete damit seine drei Spiele währende Negativserie. „Wir waren nach dem 0:1 klar überlegen, daher war der Ausgleich hochverdient“, resümierte Bönker.

TuRa Espelkamp war am Wochenende spielfrei, Neuigkeiten gibt es aber trotzdem. Trainer Klaus Schmitz hat dem Verein mitgeteilt, dass er aus persönlichen Gründen in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung steht. „Wir respektieren die Entscheidung von Klaus natürlich. Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht, da er die Mannschaft spielerisch nach vorne gebracht hat“, erklärte Vorsitzender Jörg Winkelmann. Zur Nachfolge will sich der Verein in Kürze äußern.

mer/mm

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