Fußball-Bezirksliga: 0:5-Heimniederlage gegen Union Minden und „rot“ kassiert

„Frohe Ostern“ – in Varl nur mit Galgenhumor

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Gegensätze: Union Varls Pascal Meier hockt nach dem Abpfiff enttäuscht auf dem Hosenboden, im Hintergrund feiern die Spieler von Union Minden das 5:0 mit einer Wasserdusche. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthVARL · Auf eigenem Platz 0:5 (0:3) verloren, die dritte Niederlage in Folge kassiert und in der Tabelle gefährlich nah an die Abstiegsplätze herangerückt – bei Fußball-Bezirksligist Union Varl hatte der Gruß „Frohe Ostern“ gestern im Spiel gegen Union Minden etwas von Galgenhumor.

Die Liste der negativen Begleitumstände gestern bei Union Varls höchster Saisonniederlage lässt sich sogar verlängern: Marco Hodde sah in der zweiten Halbzeit für ein Revanchefoul die Rote Karte und am kommenden Sonntag, 27. April, geht es für die in der Tabelle auf Platz 14 abgerutschten Varler zu Tabellenführer Rot-Weiß Kirchlengern. „Für die Tordifferenz, die ja auch noch eine Rolle spielen kann, war das Ergebnis auch nicht gerade förderlich“, ergänzte Varls Sportlicher Leiter, Mario Lange.

Um es vorwegzunehmen: Fünf Tore schlechter waren die Gastgeber gestern Nachmittag keineswegs. Die Partie entwickelte jedoch eine Eigendynamik, aus der es für die unglücklich auftretenden Varler kein Entrinnen gab, weil die Gäste aus Minden ungeheuer effizient abschlossen und nahezu jeden Varler Fehler im Spielaufbau mit einem Gegentreffer bestraften.

So schon in der ersten Halbzeit, als Union Minden vorentscheidend auf 3:0 enteilte durch Tore von Ramsi Mejri (10.) und den Doppelschlag von Tobias Rosemeier (34.) und Petrit Cakici (35.). „Umso wichtiger wäre vor der Halbzeitpause der Anschlusstreffer gewesen“, trauerte Mario Lange der klarsten Varler Chance hinterher, die Pascal Meier in der 40. Minute auf dem Elfmeterpunkt liegen hatte. Es passte jedoch aus Sicht der Gastgeber zu einem total „vereierten“ Ostermontag, dass Meier mit dem Strafstoß wegen eines Handspiels an Mindens Schlussmann Cholewa scheiterte.

Auch Anfang der zweiten Halbzeit bot sich den Platzherren die Chance, zurück ins Spiel zu kommen. Doch auch Marcel Rosengarten hatte kein Glück im Abschluss und vergab zweimal in aussichtsreicher Position. Als die Gäste kurz darauf in Person von Sebastian Rusteberg auf 4:0 (74.) erhöhten, war der Deckel endgültig drauf. Kurz vor Schluss legte Rusteberg sogar zum 5:0 (86.) nach.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Varler Marco Hodde die Tür zum Kabinengang schon hinter sich geschlossen. Nach einem Foul an ihm ließ er sich zu einer Frustaktion hinreißen, die der Schiedsrichter mit „rot“ bestrafte.

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