FreewayCup 2015 im Rückblick: Jubelnde Mainzer, Handylichter, ein Verein mit Interesse und gar nicht geizige Schwaben

„Ein richtig geiler Tag“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Auf der Homepage des 1. FSV Mainz 05 war es schon am Montag in dicken Lettern zu lesen: „U16 ist Deutscher Hallenmeister“. Beim Fußball-Bundesligisten ist man stolz auf den Nachwuchs und dessen Sieg beim FreewayCup in der Lübbecker Kreissporthalle. Dort gab es am Sonntagabend den großen Kehraus nach zwei Tagen Fußball-Fest, doch einige Geschichten blieben noch.

Mit dem Siegerpokal im Gepäck traten die Mainzer die rund viereinhalbstündige Rückfahrt in Richtung Rheinland-Pfalz an, mitgenommen hatte der FreewayCup-Sieger 2015 zudem eine hohe Wertschätzung des Turniers im Norden Ostwestfalen. „Das ist schon eine echte Hausnummer, bei dieser Konkurrenz zu gewinnen“, betonte Sascha Meeth. Der Mainzer Trainer sieht im Freeway-Cup nicht mehr und nicht weniger als das „sportlich wohl beste Turnier dieser Altersklasse.“ Umso größer ist seine Freude über den Coup mit Siegen im Halbfinale gegen Borussia Dortmund und im Finale gegen Hertha BSC Berlin. , grinste Meeth.

Schon bei der Präsentation im Vorfeld des FreewayCup 2015 machte der Name die Runde. „Red Bull Leipzig ist ein Thema“, sagt Finn Holsing. Der Verein habe Interesse angemeldet, mit seiner U16 im nächsten Jahr in Lübbecke dabei zu sein. Die jungen Leipziger gewannen kürzlich ein stark besetztes Hallenturnier in Berlin, dabei ließ die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß Gegner wie Hertha BSC, den Hamburger SV, Hannover 96, VfL Wolfsburg sowie im Finale Energie Cottbus hinter sich. Holsing: „Wir sind in der glücklichen Lage, uns die Teilnehmer quasi aussuchen zu können. Mit Leipzig werden wir uns in Ruhe beschäftigen.“

Als er in der Bundesliga unterwegs war, sei es noch gemütlicher zugegangen. „Deshalb bin ich auch nicht böse darüber, dass ich nicht heute Profi bin. Diesen Rummel drumherum habe ich nie gebraucht“, erzählte Dieter Frey am Samstagabend beim Trainer-Stammtisch. Der frühere Profi, der mit Bayern München Deutscher Meister (1994) und UEFA-Pokal-Sieger (1996) wurde und später mit Werder Bremen den DFB-Pokal (1999) gewann, ist dem Fußball als sympathischer Co-Trainer der Nürnberger U16 erhalten geblieben. Ansonsten mag es der bodenständige Mathematiklehrer gern ein bisschen ruhiger.

Das Herz von Turnier-Fotograf Willi Pries schlägt für den FC Bayern. Doch seit der Turniertage in Lübbecke gibt es Konkurrenz. Martin Kempf, Betreuer des VfB Stuttgart, bot dem Rahdener ein Trikot der Schwaben an, als Dankeschön, da Pries sich bereit erklärt hatte, den Stuttgartern Bilder zur Verfügung zu stellen. „Das war eine schöne Geste, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Vielleicht muss ich in Sachen Lieblingsverein noch mal überlegen...“, lachte Pries.

In Zeiten noch nicht so hoch aufgehängter Sicherheitsauflagen wurden Wunderkerzen abgebrannt, zuletzt waren es bunte Knicklichter, die für Atmosphäre in der abgedunkelten Halle sorgten, jedoch vor dem Anpfiff des Endspiels mühsam aufgesammelt werden mussten. Im Handyzeitalter wird einfach auf Taschenlampe geschaltet. Der Zweck heiligt die Mittel.

... ist bekanntlich vor dem Turnier. Bis zum zweiten Highlight des Fußballkreises Lübbecke, dem Internationalen U19-Turnier des TuS Stemwede vom 22. bis 24. Mai, sind es nur noch vier Monate. Rainer Kröger und Ingo Haremsa vom Stemweder Turnier-Team statteten dem FreewayCup am Sonntag einen freundschaftlichen Besuch ab. Dort konnten sie vermelden, dass die Teilnehmer für die 38. Ausgabe des Stemweder Pfingstturniers feststehen. Diesmal kommen der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, Red Bull Salzburg, der FC Malaga aus Spanien als Titelverteidiger sowie aus der U19- Bundesliga VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und SV Werder Bremen, dazu die Mühlenkreisauswahl als Lokalmatador.

Auf der Homepage von Arminia Bielefeld war gestern noch nichts vom FreewayCup zu lesen. Dabei ist Arminia neben dem SV Börninghausen und der Volksbank Lübbecker Land Mitausrichter. Vielleicht liegt es am Abschneiden – die jungen Bielefelder verloren alle vier Spiele und kassierten mit dem 2:9 gegen Hoffenheim die höchste Niederlage des Turniers.

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