Spiel des Tages: Pr. Ströher feiern 3:0-Heimsieg gegen schwachen TuS Levern / Torhüter hätte draußen bleiben können

„Flötes“ Solo und ein Balotelli-Strip

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Christopher Bänsch springt Florian Bänsch in die Arme. Ströher Bruder-Jubel nach dem Treffer zum 2:0. ·

Pr. Ströhen - Von Willi PriesNach dem Abpfiff feierten die Spieler des SSV Pr. Ströhen sich selbst und hatten auch allen Grund dazu. Zuvor hatten sie mit dem TuS Levern einen Nordkreisrivalen und Konkurrenten im Abstiegskampf mit 3:0 bezwungen und sich von den Abstiegsrängen abgesetzt.

„Man konnte von der ersten Minute an erkennen, wer das Spiel gewinnen wollte“, zeigte sich Leverns Spielertrainer Holger Binder nach dem Abpfiff enttäuscht vom Auftritt seines Teams, das über die gesamte Spielzeit nicht einen Schuss auf das Tor der Pr. Ströher abgegeben hatte. Nachdem im ersten Durchgang noch ein paar Bälle durch den SSV-Strafraum gesegelt waren, blieb es im zweiten Durchgang absolut ruhig vor dem Tor der Gastgeber, und es wäre wohl lange unbemerkt geblieben, wenn SSV-Keeper Tobias Langhorst nach der Pause nicht aufs Spielfeld zurück gekehrt wäre.

„Die Preußisch Ströher haben das Spiel absolut verdient gewonnen, sie waren von Anfang an griffiger. Wir haben vor dem Spiel in der Kabine noch einmal alles angesprochen, worauf es heute ankommt. Umgesetzt haben wir nichts davon“, so Binder resigniert.

Den Gastgebern gelang es, Leverns Marius Hellmich aus dem Spiel zu nehmen, so dass im Spielaufbau des TuS Levern nichts Produktives zustande kam. Das Angriffsspiel des SSV funktionierte im ersten Durchgang zwar auch nicht reibungslos, die Gastgeber erarbeiteten sich jedoch mit zunehmender Spieldauer immer bessere Chancen und kamen letztlich hochverdient zum Führungstreffer. Nach schönem Zuspiel von Artur Lymar brachte Jonas Hadeler den Ball in den Fünfmeterraum, Stefan Spreen-Ledebur musste nur noch den Fuß hinhalten – 1:0 (30.).

„Dann haben wir etwas den Faden verloren, nach der Halbzeit waren wir aber wieder da“, analysierte SSV-Coach Toni Trucco. Gleich zu Wiederanpfiff setzte Sven Kolwey einen Kopfball nach einer Ecke knapp daneben, auch Artur Lymar verpasste später nur knapp per Kopf. Der eingewechselte Florian Bänsch war es schließlich, der für die Vorentscheidung sorgte. Nur wenige Minuten nach seiner Hereinnahme schnappte sich Bänsch das Leder, setzte zum Solo an und lief Leverns Henrik Rümke davon. Holger Binder versuchte noch mit einer Grätsche zu retten, doch mit einem Schlenzer ins lange Eck versenkte „Flöte“ den Ball zum 2:0 im Tornetz (68.). Frank Rodenbeck im Tor des TuS Levern war ohne Abwehrchance, der Torschütze drehte jubelnd ab und ließ sich von seinem Bruder Christopher und dem Rest der Ströher Mannschaft feiern.

Nur wenig später war das Spiel für ihn gelaufen. Nach einem Foul von Holger Binder landete der Torjäger unglücklich auf dem Knie. Er biss zwar noch einmal auf die Zähne, musste dann aber gegen Christian Schlechte ausgewechselt werden. Ein kurzes, aber erfolgreiches Zwischenspiel von „Flöte“ !

Erfolgreiches

Zwischenspiel

Kurz vor dem Schlusspfiff belohnte sich dann auch Artur Lymar für seine starke Leistung. Nachdem er sich gegen Henrik Rümke durchgesetzt hatte, jagte er den Ball zum 3:0 in die Maschen (90.) und feierte seinen ersten Treffer im SSV-Trikot ohne selbiges in bester „Balotelli-Manier“ mit freiem Oberkörper. Dass es dafür noch die Gelbe Karte vom Schiedsrichter gab, konnte er verschmerzen.

„Wir haben hochverdient gewonnen. Auch wenn wir zwischendurch etwas unkonzentriert waren, haben wir hinten nichts zugelassen und vorne unsere Chancen erarbeitet“, freute sich SSV-Coach Toni Trucco.

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