Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke kassiert Heimpleite gegen Magdeburg

Fehlstart, Aufholjagd, dann fehlt die Puste

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In die Knie gezwungen: Bei Pawel Niewrzawa und Co. war der Akku leer. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthEs war, als würde man beim Startschuss barfuß dastehen, dem Feld hinterherjagen, von der Euphorie getragen die Spitze übernehmen, um dann festzustellen, dass die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet hat. Der TuS N-Lübbecke hat ein kurios verlaufenes Spiel in der Handball-Bundesliga gegen den SC Magdeburg mit 24:30 (10:14) verloren, jedoch nach einem 0:6-Fehlstart Charakter gezeigt und die enteilten Gäste beim 16:15 und 17:16 sogar wieder überholt. Dann aber fehlte die Puste.

„Alles andere wäre ja auch fast ein Wunder gewesen“, meint Dennis Wilke. Lübbeckes Rechtsaußen und seine Mitspieler stiegen mit dem 1:6 durch Mattias Gustafsson erst in der 13. Spielminute und deutlicher Verspätung in die Partie ein und mussten mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Spielmacher Drago Vukovic gleich noch einen weiteren frühen Nackenschlag einstecken. Umso bemerkenswerter, wie sich die Gastgeber danach berappelten und vom Publikum zur eigenen 16:15- und 17:16-Führung tragen ließen. „Wir haben uns herangekämpft, aber das hat sehr viel Kraft gekostet. Mehr war zum Schluss einfach nicht drin“, fasst Wilke zusammen.

Für den am linken Knie lädierten Vukovic spielte TuS-Coach Dirk einen seiner wenigen verbliebenen Trümpfe aus, und der in dieser Saison nur sporadisch eingesetzte Pawel Niewrzawa überraschte. „Anfang der zweiten Halbzeit hatten wir eine tolle Phase“, berichtet der junge Pole, der das Lübbecker Angriffsspiel zum Laufen brachte und selber sechs Treffer erzielte. „Danach hatten wir zu viele Fehler im Spiel, wahrscheinlich auch, weil wir kaum wechseln konnten“, erklärt Niewrzawa.

Vier Spieler für drei Rückraumpositionen blieben den Gastgebern, bei denen der langzeitverletzte Arne Niemeyer erneut nur hinter Bank saß. „Dadurch war klar, dass es am Ende eine Frage der Kraft und Konzentration werden würde“, analysiert Dirk Beuchler. Obwohl seine Mannschaft nach dem 20:22 (44.) durch Pajovic einknickte, machte er ihr keinen Vorwurf: „Die kämpferische Einstellung war ja da, und wie sich die Jungs nach der verschlafenen Anfangsphase zurückgekämpft haben, hat mir gefallen.“

Blazicko: Ergebnis

zu hoch ausgefallen

Enttäuscht war TuS-Torhüter Nikola Blazicko darüber, „dass das Ergebnis am Ende so deutlich ausgefallen ist. Magdeburg hat verdient gewonnen, aber um zwei, drei Tore zu hoch.“ Beim 20:26 (49.) und 21:29 (57.) sah es tatsächlich böse aus, und die höchste Heimniederlage der Saison (bisher ein 28:34 gegen Hamburg) drohte. Die Puste für den letzten Treffer des Abends hatte Pawel Niewrzawa aber noch.

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