Espelkamper holt Fünfkampf nach Frotheim

Eine Disziplin allein reicht Fischer nicht

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Stehen vor wichtigem Turnier: Reinhold Fischer (l.) und Günter Tegeler freuen sich auf die internationale Deutsche Meisterschaft im Modernen Fünfkampf. Reiten und Fechten sind Reinhold Fischers Lieblingsdisziplinen.

Minden-Lübbecke - In der Verbindung der konträren Sportarten liegt der besondere Reiz des Modernen Fünfkampfs. Zur internationalen Deutschen Meisterschaft der Master treffen sich Sportler aus acht Nationen am 4. und 5. Juli zum Schießen, Schwimmen und Fechten in Minden und zum Reiten und Laufen in Frotheim. Reinhold Fischer aus Espelkamp kennt seine Mitstreiter gut, denn die Welt der Fünfkämpfer zwischen 30 und 70 Jahren ist relativ klein.

„Reiten und Fechten sind sehr gegensätzlich“, erklärt Reinhold Fischer. Das schränke die Zahl der Teilnehmer ein. „Es sind alles hervorragende Athleten“, weiß der 65-Jährige, der in seiner Altersklasse zu den weltbesten Fünfkämpfern gehört. Er hat die internationale Deutsche Meisterschaft der Master in den Mühlenkreis geholt. „Bisher fand das Turnier in Passau statt. Für 2014 wurde ein neuer Veranstalter gesucht“, berichtet er. So habe er für Reiten und Laufen beim RV Frotheim-Isenstedt angefragt. Gesamtausrichter ist der MTV 1860 Minden.

Im Reiten liegt sowohl für Teilnehmer als auch für die Organisatoren eine besondere Herausforderung. Zu überwinden ist auf vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Pferden ein etwa 450 Meter langer Springparcours auf E-Niveau. „Dafür braucht es mindestens zehn Pferde, die relativ willig springen sollten“, erläutert Reitlehrerin Bettina Stark.

„Wir haben zunächst versucht, Pferde aus den eigenen Reihen oder von Reitern aus dem Kreis zu rekrutieren“, erklärt Günter Tegeler. Das habe sich aber als schwierig erwiesen, sagt der Vorsitzende des RV Frotheim-Isenstedt. „Da alle nicht wissen, was auf sie zukommt, haben sie mitten in der grünen Saison verständlicherweise mit dem Kopf geschüttelt.“ Auch Reinhold Fischers eigene Pferde schieden aus. „Die drei sind Rentner und dürfen Gras fressen“, sagt der Espelkamper und schmunzelt. Fündig wurde Bettina Stark letztendlich bei den Händlern, Manfred Buddenberg in Melle und Reinhold Larze in Hüllhorst.

Den Sportlern verlangt das Reiten Mut und Einfühlungsvermögen ab. Sie haben unter Aufsicht etwa 20 Minuten Vorbereitungszeit auf dem zugelosten Pferd, bevor es in den Springparcours geht. Sicherheit gehe natürlich vor, betont der Espelkamper, da dürfe auch schon mal getauscht werden. 15 der 38 Sportler aus Deutschland, der Ukraine, Panama, Ungarn, Schweiz, Großbritannien, Finnland und den Niederlanden werden sich nicht in den Sattel wagen. Sie absolvieren einen Tetrathlon.

„Auf das Reiten

niemals verzichten“

Er würde niemals auf das Reiten verzichten, betont Reinhold Fischer. „Ich bin mit Pferden groß geworden“, erzählt der gebürtige Franke, dessen Vater Tierarzt war. Sportlich ist Fischer schon von Kindesbeinen an. „Eine Disziplin allein befriedigt mich nicht.“ Neben Reiten ist Fechten seine Hauptdisziplin. Den Degen hat der selbstständige Uhrmacher und Augenoptiker seit 1976 in der Hand, auch als Turniersportler. Insgesamt erhofft er sich eine hohe Punktzahl in der Meisterschaft.

„Was ich gut geschossen habe, dem brauche ich anschließend im Geländelauf nicht hinterherzulaufen“, sagt der Familienvater mit einem Augenzwinkern. Welches Treppchen es werde, sei am Ende egal. „Ich möchte gut durchkommen und meinen Spaß haben“, betont der Fünfkämpfer aus Leidenschaft.

sor

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