Desteler Pferdetage: Jasper Kools Bester im Barre-Stil-Pokal

Enge Wendungen zum Erfolg

Liegen in Lauerstellung: Mit Platz vier im Pas de Deux wahrten Stefani Gieselmann und Katharina Sommer vom RV Destel ihrem Verein die Chancen auf eine vordere Platzierung im Merkur-Cup. - Fotos: Rohlfing

Destel - Von Sonja Rohlfing. Jasper Kools vom RV Oldenburger Münsterland hat alles richtig gemacht. So wie er mit seinem Vierbeiner Compass navigierte kein anderes Paar durch die Siegerrunde des abschließenden M*-Springens der Desteler Pferdetage. Dass sich der Pferdewirtschaftsmeister und Springtrainer nach der Ehrenrunde unmittelbar im Wasser wiederfand, hatte er keinem Kompass, sondern den Pferdesportlern vom RV Destel zu verdanken. Lachen konnte der Diepholzer über das Bad im Pool erst im zweiten Moment.

Neun Hindernisse mit zwölf Sprüngen hatte Parcourschef Thomas Bröcker aus Pr. Oldendorf den 24 Teilnehmern zum Finale des Barre-Stil-Pokals in den Weg gestellt. Acht Paare qualifizierten sich mit fehlerfreien Ritten für die Siegerrunde. Zwar klapperte bei Jasper Kools und seinem 15-jährigen braunen Wallach von Calvaro Z/Grand Royal am letzten Sprung die Stange, aber sie blieb liegen. Und die engen Wendungen machte dem Paar keiner nach.

Applaus für den Nachwuchs: Zoe Maxime Wankelmann vom RV Destel gewann mit Svenja Hennerkes an ihrer Seite den Führzügelwettbewerb. Platz zwei holte Mailin Jolina Minsberg vom RV Altes Amt Dielingen (l.)

Exakt eine Sekunde mehr benötigte Vorjahressieger Fabian Baust auf Catoka. Das bedeutete für den Reiter vom RZFV Stadthagen Platz zwei hinter Kools. Rang drei im Abschluss der Serie, für den alle Erst- bis Drittplatzierten aus den Wertungsturnieren im Mühlenkreis und den Nachbarkreisen Osnabrück, Diepholz, Nienburg und Herford zugelassen waren, ging an Eike Heise vom RV Nethegau Brakel. Als einzige Minden-Lübbecker Vertreterin schaffte es Ann Katrin Dettmer vom RV Frotheim-Isenstedt auf Filia Beduina in die Siegerrunde. Ausgerechnet dort fehlte dem Paar das nötige Quäntchen Glück. Eine Stange fiel am letzten Hindernis.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich weiterhin die Vereine im Merkur-Cup. „Das wird ganz eng“, bestätigt Katharina Sommer, Sportwartin des RV Destel. Wer die vorderen Plätze einnehmen wird und in welcher Reihenfolge, wird sich in den letzten Wertungsprüfungen in Holzhausen-Heddinghausen entscheiden. „Das ist gut so“, vertritt die Destelerin. Mit zwei vierten Plätzen vor heimischer Kulisse liegt ihr Verein dabei in Lauerstellung. Das Mannschaftsspringen in Destel gewann der RFV Pr. Oldendorf vor Großer Weserbogen und Oberbauerschaft. In der Dressur siegte Großer Weserbogen vor Pr. Oldendorf und Holzhausen-Heddinghausen.

Applaus für den Nachwuchs: Zoe Maxime Wankelmann vom RV Destel gewann mit Svenja Hennerkes an ihrer Seite den Führzügelwettbewerb. Platz zwei holte Mailin Jolina Minsberg vom RV Altes Amt Dielingen (l.)

Die zweite Wertungsprüfung für den Minden-Lübbecker Cup der Geländereiter gewann in Destel Leoni Bernhardt vom RFV Hille. Die neu ins Leben gerufene Serie soll Pferdesportler langsam an das Geländereiten heranführen. Das befürwortet auch Katharina Sommer. „Schon die jungen Reiter müssen ins Gelände.“ Es brauche dazu jedoch auch Leute, die sich darum kümmerten. Der RV Destel wolle den Geländereiterwettbewerb und das Stilspringen mit Naturhindernissen im Turnierprogramm beibehalten, erklärt Rolf Sommer. Der Geschäftsführer zieht insgesamt ein positives Fazit zu den drei Turniertagen mit 35 Prüfungen, merkt jedoch an: „Ohne extremes Wetter geht es bei den Desteler Pferdetagen offenbar nicht. Entweder ist es nass oder heiß.“

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen sei die Starterfüllung gut gewesen. Reiter und Pferde hätten die Hitze gut weggesteckt. Ein dickes Lob gibt es auch für die Turnierhelfer. „Sie haben es bei dem Wetter nicht einfach gehabt. Aber wir haben ein Top-Team“, freut sich Rolf Sommer.

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