SuS Holzhausen steigt aus Bezirksliga ab

Am Ende bleibt eine „geile Zeit“

Trost für die Untröstlichen: Die Elf von Trainer Jörg Bohlmann muss nach einer eigentlich ordentlichen Saison absteigen. - Foto: Russ

Holzhausen - Von Maik Hanke. Seinen Abschied hatte sich Jörg Bohlmann anders vorgestellt. Er wollte mit seiner Mannschaft das große Ziel feiern, den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga. Lange hatte es gut ausgesehen. 37 Punkte holte der Verein in der Saison – nur um am letzten Spieltag doch noch erstmals auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Nach 14 Jahren als Cheftrainer beim SuS Holzhausen bleibt Jörg Bohlmanns Laufbahn unvollendet. Trotzdem geht er erhobenen Hauptes.

Sprachlos erwischt man Jörg Bohlmann selten. In den Momenten nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Preußen Espelkamp war er es. Zu enttäuscht war er, zu erschöpft, um groß etwas zu sagen. Gleichzeitig musste er versuchen, seine Jungs zu trösten. Etwa Pascal Hegner, den Kapitän, der sich als untröstlich erwies. Hegner hatte den entscheidenden Strafstoß zum 0:1 verursacht. Selbst die Worte, die sich Bohlmann für die Saisonabschlussfete überlegt hatte, waren weg in dem Moment, als er das Mikrofon bekam.

Warme Worte gab es für Holzhausens Jan-Hendrik Titkemeyer (sitzend) nach dem Abpfiff auch vom Gegner. - Foto: Russ

Erst am Montag hatte sich der Trainer wieder sortiert. „Wir müssen uns ankreiden, dass wir es nicht gestern verbockt haben, sondern schon vorher“, sagte das Holzhauser Urgestein und wunderte sich immer noch: „Wir haben 37 Punkte geholt, und damit steigt man ab – krass.“ Bohlmann vertritt die Philosophie, dass am Ende immer der absteigt, der es verdient hat. „Auch wenn wir gut gespielt haben“, sagte er. Vor der Saison habe seine Mannschaft viele Kritiker gehabt, die glaubten, dass der SuS Holzhausen als Aufsteiger sang- und klanglos wieder absteige. Das mit dem Abstieg sollte stimmen. Das mit dem sang- und klanglos nicht. „Wir haben eigentlich damit gerechnet, dass es in der Bezirksliga ab und zu mal Haue gibt. Aber außer einmal gegen Quernheim konnten wir gegen jede Mannschaft mithalten.“

Es ist der zweite Abstieg für Bohlmann. Bereits vor einigen Jahren hatte er mit dem SuS den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Im Folgejahr landete der Verein krachend auf dem letzten Platz. Das sollte dieses Mal bedeutend knapper werden. „Klar hätte ich als Abschluss die Klasse gerne gehalten“, sagte Bohlmann und bilanzierte: „Ich habe nicht alles erreicht, was ich wollte.“

Zum Abschied nach 14-jähriger Trainerarbeit gab es Lob vom Vorstand und aufwändige Geschenke der Mannschaft: eine Feuertonne mit SuS-Wappen und ein Miniatur-Stadion mit Originalrasen vom Bahndamm.

Trotz des Abstiegs geht Bohlmann, der 27 Jahre im Verein aktiv war, mit einem guten Gefühl, wie er sagt. Für seine Jahre in Holzhausen, wo er Aufstiege wie Abstiege erlebte, hat er nur zwei Worte: „geile Zeit“.

Bohlmann wechselt zur neuen Saison zum B-Liga-Aufsteiger HSC Alswede. Damit er und die Holzhauser Spieler nochmal etwas Neues kennenlernen. Wenn die Mannschaft zusammenbleibt, hat sie jedenfalls eine gute Chance, auch mal den direkten Wiederaufstieg zu erleben.

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