Spielothek-Cup beginnt morgen Abend in Lübbecke / GWD Minden ohne verletzten Bilbija

Emsdetten mit Euphorie und Chalepo

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Wiedersehen: Gennadij Chalepo mit Lübbeckes Co-Trainer Schorse Borgmann. ·

Minden-luebbecke - MINDEN/LÜBBECKE · Handball-Bundesligist GWD Minden geht mit einem Handicap ins Rennen um den 26. Casino-Merkur-Spielothek-Cup. Rückraumspieler Nenad Bilbija fällt für die nächsten acht bis zehn Tage aus und wird beim Co-Gastgeber sowohl am Freitagabend in Lübbecke als auch am Samstag in den Platzierungsspielen in der Mindener Kampa-Halle nur als Zuschauer dabei sein.

Beim slowenischen Nationalspieler wurde ein kleiner Muskelfaserriss im Oberschenkel diagnostiziert. Damit fehlt er den Grün-Weißen auf jeden Fall beim Spielothek-Cup. Auch hinter dem Einsatz beim Harting-Cup (16./17. August) steht noch ein Fragezeichen.

Auch der TuS N-Lübbecke kann nicht alle Spieler seines Kaders aufbieten. Kreisläufer Frank Loke fällt mit einer Knieverletzung aus, der neue, junge Rechtsaußen Ramon Tauabo muss nach einer Blinddarmoperation ebenfalls noch pausieren. „Trotzdem wollen wir bei unserem Turnier das Endspiel erreichen“, kündigt Trainer Dirk Beuchler an. Er trifft mit seiner Mannschaft am Freitag in der Merkur-Arena im zweiten Spiel des Abends (17.45 Uhr) auf den TV Emsdetten, der von seinem Vorgänger beim TuS N-Lübbecke, Gennadij Chalepo, trainiert wird – das verspricht sehr interessant zu werden.

Der TV Emsdetten dürfte ohnehin mit riesengroßer Euphorie zum Spielothek-Cup nach Lübbecke kommen. Nach 27 Jahren Zweitligazugehörigkeit schafften die Emsländer den Aufstieg in die vermeintlich stärkste Liga der Welt. Um das Kunststück Klassenerhalt zu schaffen, wurden fünf neue Spieler und mit Gennadij Chalepo ein neuer Trainer geholt. Chalepo coachte in der vergangenen Saison ja noch den TuS N-Lübbecke und wird morgen Abend in der Merkur-Arena mit Sicherheit besonders herzlich begrüßt werden.

Aber auch auf dem Spielfeld hat sich beim TV Emsdetten einiges getan. Nach Steffen Berg Lökkebö, Johan Koch, Oddur Gretarsson und Uros Paladin wurde jetzt auch der international erfahrene Nikola Prce verpflichtet. Der 2 Meter große und 105 Kilogramm schwere Rechtshänder wird den linken Rückraum des Aufsteigers verstärken.

Außenseiter beim erstmals mit sechs Mannschaften stattfindenen Handball-Event ist sicherlich Zweitligist Eintracht Hildesheim. Die große Konstante bei den Niedersachsen ist Gerald Oberbeck. Er führt die Hildesheimer Handballer seit Jahrzehnten und kehrt nun sogar noch einmal auf die Trainerbank zurück. „Wir haben uns in der GmbH aus finanziellen Gründen für eine interne Lösung mit Michael Jahns als Trainer entschieden. Michael und jetzt auch Damien Kabengele haben mich gebeten, wieder auf die Bank zurück zu kommen“, so Gerald Oberbeck zu dem Sinneswandel.

Ohne ihn wäre der Transfer mit Damien Kabengele nicht zustande gekommen. Der kongolesische Nationalspieler war 2007 von der Eintracht zum SC Magdeburg gewechselt. Nach Stationen in Toulouse und zuletzt in Katar spielt der Hildesheimer Publikumsliebling demnächst also wieder in der Sparkassen-Arena. „Ich werde mir die Arbeit mit Michael Jahns aufteilen und Damien soll unser Führungsspieler werden“, kündigt Gerald Oberbeck an.

Die Hildesheimer eröffnen morgen den Spieltag in der Lübbecker Merkur-Arena mit dem Duell gegen GWD Minden. Start ist um 17 Uhr. · ag

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