Fußball: Orhan Aktis Handspiel schlägt Wellen, die sich langsam glätten

„Ein Maradona-Tor“

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Gefeierter Torschütze und Auslöser Isenstedter Proteste: Orhan Akti. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthISENSTEDT/DIELINGEN · Eine Nacht darüber geschlafen, und schon hatten sich Fußball-Welt und Emotionen spürbar beruhigt. Am Dienstagabend in der Verlängerung des Pokalduells zwischen dem SC Isenstedt und TuS Dielingen hatte das noch anders ausgesehen. Es ging hoch her in der 120. Spielminute, als Orhan Akti für die Gäste das 1:1 erzielte und dabei die Hand zu Hilfe genommen haben soll. Dielingen gewann nach Elfmeterschießen.

„Ein Maradona-Tor“, beschreibt Rolf Halwe die Situation und kann im Nachhinein beinahe schon darüber lachen. „Es war offensichtlich. Dem Schiedsrichter mache ich aber keinen Vorwurf. Was er nicht sieht, kann er nicht pfeifen.“

Was den Sportlichen Leiter des ISC jedoch immer noch ärgert, ist, dass Orhan Akti nach dem Treffer vom Schiedsrichter zweimal gefragt worden sei, ob er den Ball mit der Hand gespielt habe. „Es wäre für den Spieler eine gute Gelegenheit gewesen, positiv in Erscheinung zu treten. Diese Chance hat er leider verpasst.“

Krüger: Von meiner Seite

bleibt da nichts zurück

Dielingens Spielertrainer Tom Westerwalbesloh hatte sich schon direkt nach Ende des Elfmeterschießens darum bemüht, die Wogen zu glätten. „Er ist zu unserem Co-Trainer Sven Müller und mir gekommen und hat gesagt, dass es ihm leid tut, wie das Tor entstanden ist. Deshalb bleibt in dieser Sache von meiner Seite auch nichts zurück“, betont Isenstedts Trainer Axel Krüger.

Darüber hinaus nimmt Tom Westerwalbesloh seinen Spieler Orhan Akti in Schutz. „Er hat mir versichert, dass er den Treffer mit dem Kopf erzielen wollte und dabei den Ball auch an die Hand bekommen hat. Es war sicherlich eine unglückliche Handbewegung“, räumt Westerwalbesloh ein.

Klammere man die besagte Szene aus, seien der Sieg und das Weiterkommen im Endeffekt verdient gewesen, unterstreicht der Dielinger Trainer: „Wir haben sehr viel investiert in dieses Spiel und waren meines Erachtens die klar bessere Mannschaft. Das 1:1 war schmeichelhaft für Isenstedt. Von daher ist der Ausgang der Partie mehr als gerecht.“

In drei Wochen am 12. September sieht man sich schon wieder, dann zum Ligaspiel in Dielingen. „Das dürfte brisant werden“, meint Rolf Halwe.

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