SuS Holzhausen ärgert sich über Regelungen

„Ein absoluter Nachteil“

Alexander Müller (Mitte) vom TuS Windheim sieht beim Spiel gegen den SuS Holzhausen die Rote Karte. - Foto: Hanke

Holzhausen - „Das ist Wettbewerbsverzerrung!“ Zurzeit liegt Jörg Bohlmann krank im Bett – aufregen kann er sich aber noch. Der Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten SuS Holzhausen ärgert sich darüber, dass gegnerische Mannschaften nur sehr selten Gelb- oder Gelb-Rot-Sperren gegen die Holzhauser absitzen müssen. Grund ist eine Fußball-Regel und eine Lücke im Spielplan, von der Bohlmann glaubt, dass sie missbraucht wird. „Das ist ein absoluter Nachteil.“

Konkret sieht das Problem so aus – Teil 1: Der SuS Holzhausen spielt jeden Spieltag gegen die Mannschaft, die den Spieltag zuvor spielfrei hatte. Das liegt daran, dass nur 17 Mannschaften in der Bezirksliga antreten, der Spielplan aber auf einem Schlüssel für 18 Mannschaften beruht.

Teil 2: Kassiert ein Spieler seine fünfte Gelbe Karte, ist er für ein Spiel beziehungsweise zehn Tage gesperrt. Holt sich also ein Spieler eine Sperre vor einem spielfreien Wochenende ab, kann er wegen der Zehn-Tage-Regelung meist die Sperre absitzen, ohne ein Spiel zu verpassen. Das bedeutet: Gegen den SuS Holzhausen wäre der Spieler wieder spielberechtigt. Ein Unding, findet Trainer Bohlmann.

Staffelleiter: Holzhausen hat Pech

Staffelleiter Kai Rieke sagt auf Nachfrage, ihm sei das Problem des SuS Holzhausen „nicht bewusst geworden“. Er erklärt aber: Irgendeine Mannschaft hat in diesem Spielsystem nun einmal Pech. Dass es in dieser Saison den SuS Holzhausen erwischt hat – „das ist nun mal so“, sagt Rieke. Ändern könne er daran nichts.

„Eine ungerade Staffel ist sowieso nicht schön“, sagt Rieke. Aber der Verband habe der Liga nun einmal 17 Plätze zugewiesen.

Der Staffelleiter glaubt indes nicht, dass das System großartig missbraucht wird. Da müssten zu viele Zufälle zusammenspielen. In der ersten Saisonhälfte seien Gelbsperren eh noch kein echtes Thema gewesen und jetzt stünden unter der Woche oft Nachholspiele an.

„Einfach ein Spiel Sperre wäre das Beste“

Rieke findet, die Zehn-Tage-Regelung für die Sperren sollte wegfallen: „Nach der fünften Gelben Karte einfach ein Spiel Sperre – das wäre das Beste.“ Aber Regelfragen seien nicht seine Baustelle.

Jörg Bohlmann denkt offen darüber nach, ob sich seine Mannschaft – wie zuletzt in der Bundesliga Werder Bremen oder Darmstadt 98 – nicht auch einfach für die schweren Spiele mit wenig Siegchancen die Gelbsperren abholen sollte. Denn für den SuS wird es im Abstiegskampf noch einmal eng.

Auf eine Vier-Siege-Serie waren zuletzt zwei Niederlagen gefolgt. In den nächsten Spielen warten mit dem BV Stift Quernheim und dem SC Bad Salzuflen zwei weitere Brocken auf die Bohlmann-Elf. „Ich gehe davon aus, dass wir gegen die beiden Mannschaften keine Chance haben“, sagt der Trainer.

Bohlmann ist aber zuversichtlich für den Rest der Saison: „Ich bin immer noch felsenfest überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“ Sein Team hat nur noch zwei Auswärtsspiele vor der Brust, aber sieben Heimspiele. Spätestens zu Hause gegen den TSV Schötmar in drei Wochen will Bohlmann wieder einen Dreier einfahren. - han

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