Fußball-Bezirksliga: Erleichterung bei Espelkampern nach Derbyerfolg in Varl

Eberhardt spendiert den Siegern Lob und Bier

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Aus dem Gesicht von Uwe Eberhardt spricht Erleichterung. Hier umarmt der Espelkamper Coach Marius Wittig. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthVARL/ESPELKAMP · Patrick Rossel jubelte in provokanter Manier an der Varler Seitenauslinie, Trainer Uwe Eberhardt spendierte eine Lage Bier und Torhüter Till Wriedt flachste mit Bekannten aus seiner Heimatstadt Rahden: Freude und Erleichterung über den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga zeigten sich bei den Akteuren des FC Preußen Espelkamp am Sonntag nach dem 3:0 in Varl auf verschiedene Art und Weise.

„Das Derby mussten wir gewinnen, sonst hätte ich mich in Rahden nicht mehr sehen lassen können“, lachte Espelkamps Torhüter Till Wriedt. Er hatte seinen Mitspieler Patrick Rossel nach dessen aufreizendem Torjubel im Anschluss an den Treffer zum 2:0 „angezählt“, fand die Einlage im Nachhinein aber nicht so schlimm. Es war auch die einzige Szene, in der am Sonntag im „United-Park“ vor den schätzungsweise 150 Zuschauern Derbystimmung aufkam. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Daniel Oepping reichten sich die Spieler beider Mannschaften die Hände.

„Preußen hat letztlich verdient gewonnen“, gab Trainer Sebastian Numrich zu und attestierte den Gästen die reifere Spielanlage. „Ärgerlich bleibt aber, dass wir unsere eigenen Torchancen nicht genutzt haben. Da fehlt es uns noch an der letzten Konsequenz.“ Numrichs Varler wurden in der Tabelle von den Espelkampern überholt und verharren bei drei Punkten, die am ersten Spieltag mit dem Sieg in Werther geholt wurden. „Wir sind trotzdem nicht unzufrieden, weil wir bislang ausnahmslos Gegner hatten, die oben mitspielen werden. Wir müssen uns anders orientieren“, erklärt Numrich und hat dabei die nächsten beiden Gegner SC Vlotho und Preußen Espelkamp II im Blick.

Bis zum Spiel am Donnerstag in Vlotho (der Fanbus fährt um 18 Uhr) muss der Varler Coach erst noch sehen, was mit den verletzten beziehungsweise angeschlagenen Spielern ist. Patrick Spreen schrie laut auf, nachdem er 20 Minuten vor Spielende mit dem Espelkamper Marius Wittig zusammengeprallt war. Spreen schied mit einer Knieverletzung aus – wie lange ist noch nicht raus. Für den an der Hand genähten Marcel Redeker stand Christoph Sander zwischen den Pfosten und zeigte bei mehreren Paraden, dass diese Position keine Sorgen bereitet. Verteidiger Sebastian Lange kam arbeitsbedingt erst verspätet aus Bremen zum Spiel und muss auch am Donnerstag passen.

Eine interessante Personalie gab es am Sonntag beim Sieger, denn Mario Grano war für einen Einsatz zunächst gar nicht vorgesehen. Daniel Penner musste bei den Espelkampern jedoch schon nach einer halben Stunde angeschlagen raus, und Trainer Uwe Eberhardt entschied sich für Mario Grano. „Das war für den Verlauf des Spiels mitentscheidend“, freute sich der Coach über sein gutes Händchen. Auch von Eberhardt fiel der Druck ab. „Das war ein Sieg der Moral und Einstellung. Die Mannschaft hat gut gespielt, viel wichtiger aber ist, dass sie gekämpft und sich den Sieg erarbeitet hat“, lobte Uwe Eberhardt – und spendierte ein Bier.

Jetzt zum

alten Verein

Für den Preußen-Coach steht jetzt am Donnerstag ein besonderes Spiel an. Es geht zum VfL Holsen, Eberhardts früheren Verein. Dass Holsen mit optimalen zwölf Punkten an der Tabellenspitze steht, dürfte für zusätzliche Motivation in Espelkamp sorgen.

Noch nicht eingeholt hat Preußen Espelkamp hingegen die eigene zweite Mannschaft. Die überraschte am Sonntag erneut positiv und fuhr mit dem 2:0 in Hausberge schon die Saisonpunkte fünf bis sieben ein. Am Donnerstg geht es nach Quernheim, dann empfängt die Preußen-Reserve Union Varl zum zweiten Derby.

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