Drama in Schlusssekunden: „Mühlis“ feiern Ausgleich und kassieren Knockout

Tragisches Aus gegen den Vorjahressieger

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Trost vom Trainer: Heinz Zwingmann musste seine enttäuschten Spieler aufrichten.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. 29 Sekunden vor dem Spielende das 1:2 bekommen, 13 Sekunden vor Schluss den 2:2-Ausgleich erzielt und vier Sekunden vor der Schlusssirene den Knockout kassiert – die Minden-Lübbecker Mühlenkreisauswahl lieferte dem Team von Vorjahressieger FSV Mainz 05 ein dramatisches Duell beim beinahe schon tragischen Aus im Achtelfinale. Bei der anschließenden Ehrenrunde gab es den verdienten Applaus der Zuschauer.

Stehende Ovationen in der Halle hatte es für den Turnieraußenseiter und Publikumsliebling schon vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Christian Westermann gegeben. Das machte dem mit vielen Kreisligaspielern besetzten Team Mut für die Aufgabe gegen den Bundesliga-Nachwuchs aus Mainz, der den FreewayCup im vergangenen Jahr gewonnen hatte und als Gruppenerster ins Achtelfinale eingezogen war. Die „Mühlis“ kassierten zwar früh den Rückstand zum 0:1, behielten aber ihre Ordnung und wurden dafür mit dem kuriosen Ausgleich belohnt. Ein Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte von Mika Vornheder bescherte dem beherzt auftretenen Außenseiter das 1:1. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse.

Nur wenige Augenblicke nach dem überschwänglich gefeierten 2:2-Ausgleich durch David Wutzke schlug die Freude in Entsetzen und Enttäuschung um. Der Favorit hatte doch noch zum 3:2 getroffen und die Entscheidung im Neunmeterschießen vermieden. Die Trainer Heinz Zwingmann und Guido Meisenberg wussten ihre Jungs jedoch schnell zu trösten und schickten sie auf die Ehrenrunde. Der Applaus des Publikums war Balsam für die Seele.

Das Eröffnungsspiel des 17. FreewayCup am Samstag bescherte den „Mühlis“ eine recht unglückliche 2:4-Niederlage gegen Werder Bremen. Der Espelkamper Fynn Thielemann hatte den Lokalmatadoren mit den Treffern zum 1:0 und 2:1 zweimal in Führung gebracht, doch am Ende setzte sich der Nachwuchs des Bundesligisten durch.

Keine Chance hatten die Schützlinge von Heinz Zwingmann und Guido Meisenberg im zweiten Gruppenspiel gegen Bayern München. Der Außenseiter begann mutig mit einem Pfostentreffer des Schnathorsters Clemens Struck, doch anschließend übernahm der Nachwuchs des Deutschen Rekordmeisters das Kommando und kombinierte sich durch die Abwehrreihen der Mühlis. Torhüter Vincent Lamburn musste fünfmal hintersichgreifen, ehe der von den Zuschauern gefeierte Ehrentreffer fiel - die Bayern hatten ins eigene Tor getroffen.

Das erste messbare Erfolgserlebnis gab es für die Minden-Lübbecker Auswahl im dritten Gruppenspiel am Sonntagmorgen. Gegen Hertha BSC erkämpfte das mit vielen Kreisligaspielern besetzte Team ein 1:1.

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