TuS Dielingen darf heute Abend Regionalligist SC Wiedenbrück herausfordern

„Wir wollen und werden Spaß haben“

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Nach dem Pokal ist vor dem Pokal: Der Sieg im Endspiel des „Barre-Bräu-Pils-Pokals 2014“ gegen den VfB Fabbenstedt (3:1 nach Verlängerung) war für den TuS Dielingen die Eintrittskarte in den Westfalenpokal. Hierzu gratulierten Kreisvorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst (l.) und Wolfgang Rosengarten von Kreispokal-Sponsor Barre dem Dielinger Kapitän Marcus Wessel. TuS Dielingens Vereinsvorsitzender Wilhelm Beneker (im Hintergrund) schaut zu.

Dielingen - Von Andreas Gerth. Der nächste Gegner steht schon fest. Landesligist SuS Bad Westernkotten schaltete SC Peckeloh aus und trifft in der zweiten Runde des Fußball-Westfalenpokals auf den Sieger der Partie zwischen dem Lübbecker Kreisligisten TuS Dielingen und dem Regionalligisten SC Wiedenbrück, die sich heute Abend auf dem Dielinger Sportplatz (Anstoß 19.30 Uhr) gegenüberstehen – für die Dielinger das „Spiel des Jahres“.

„Wenn man vom Gegner in der zweiten Runde spricht, sieht es so aus, als ob wir uns damit ernsthaft beschäftigt hätten“, lacht Wilhelm Beneker. Der Vorsitzende des TuS Dielingen weiß natürlich, dass heute Abend Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen müssten, um die Pokalsensation zu schaffen. Hier die Lübbecker Kreisliga A, dort die vierte Liga am Rande des Profifußballs – gewinnen nein, genießen ja lautet das Motto beim fünf Klassen tieferen Underdog.

„Wir hoffen, dass die Fußball interessierten Zuschauer in der Umgebung erkennen, welchen sportlichen Wert das Spiel und der SC Wiedenbrück haben und den Weg zu uns finden“, unterstreicht Wilhelm Beneker. Am Sportplatz selbst wird es einen zentralen Eingang geben, die Eintrittspreise wurden in Absprache mit den Verantwortlichen des SC Wiedenbrück festgelegt und betragen fünf Euro für Erwachsene sowie 2,50 Euro für Frauen, Rentner und Jugendliche. Kinder unter 14 Jahre haben heute Abend freien Eintritt.

Mit Ausnahme des langzeitverletzten Artur Seibel und dem noch nicht wieder einsatzbereiten Innenverteidiger Ali Döpke bieten sich alle Spieler des Dielinger Kaders für einen Einsatz an. Das macht die Sache für Trainer Wolfgang Hagedorn nicht einfacher. Er muss entscheiden, welche elf beziehungsweise 14 Spieler beim Pokal-Abenteuer aktiv dabei sein dürfen.

Gesetzt ist Adrien Pieper. Der junge Torhüter des TuS Dielingen dürfte heute Abend einige Male im Blickpunkt stehen. „Er hat seine Sache in der Vorbereitung sehr gut gemacht und genießt unser vollstes Vertrauen“, betont Wilhelm Beneker. Trainer Wolfgang Hagedorn wird zudem einen der neuen A-Junioren gegen den Regionalligisten ins kalte Wasser werfen. „Samet Uslu spielt am Mittwoch als Außenverteidiger von Beginn an“, hat sich der neue Dielinger Coach festgelegt.

Die „David-Gegen-Goliath-Konstellation“ kennen die Dielinger übrigens, zumindest in umgekehrter Form. Mit einem 8:0 beim C-Ligisten TuS Oppendorf erreichten Stürmer Michael Haver (fünf Treffer) und Co. die nächste Runde auf Kreisebene. Jetzt heißt es: Nach dem Pokal ist vor dem Pokal, nun mit einer etwas anderen Rollenverteilung.

, betont Hagedorn. Nach dem Gegner in der zweiten Runde hat der Dielinger Trainer übrigens nicht gefragt.

Bei transfermarkt.de wird der Gesamtmarktwert des Wiedenbrücker Kaders auf 1,88 Mio. Euro taxiert. Teuerster Spieler ist demnach der Deutsch-Pole Kamil Bednarski (150000 Euro), der in der Meisterschaft sowohl beim 3:0 bei RW Essen als auch 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf II traf.

Trainer der „Schwarz-Blauen“ ist Alfons Beckstedde. Der 53-Jährige coacht den Verein aus dem Kreis Gütersloh seit 2014 und erreichte im ersten Jahr Platz zwölf.

Für die neue Saison hat der Viertligist neun neue Spieler unter Vertrag genommen. Dies sind: Torhüter Marius Weeke (VfL Bochum II), Sebastian Spinrath (Viktoria Köln), Babacar M‘Bengue (MSV Duisburg), Robin Twyrdy (SV Meppen), David Hüsing (Bor. Dortmund U19), Paterson Chato (Bayer Leverkusen U19), Herbert Bockhorn (SV Werder Bremen II), Ismail Samanci (SC Verl) und Stipe Batarilo (SF Lotte).

„Vier Tage vor dem Ostwestfalenderby beim SC Verl dürfte die Partie gegen den Lübbecker Kreisligisten unserem Trainer Ali Beckstedde die Gelegenheit bieten, personell nochmal die ein oder andere Option zu testen. Marius Weeke dürfte daher genauso zur Anfangself zählen wie Paterson Chato, David Hüsing oder Julian Stiens“, vermeldet die Homepage des SC Wiedenbrück.

Daniel Bremehr, Verantwortlicher für Medien und Kommunikation beim SCW 2000, ist übrigens gespannt auf den Ausgang der Partie. „Denn in den letzten beiden Jahren hat unsere Mannschaft im Westfalenpokal nicht die ganz großen Bäume ausgerissen, um es mal vorsichtig auszudrücken...“

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