Trainer Dirk Beuchler lässt seine Spieler nach Sieg in Minden von der Leine

Derbyhelden beim Oktoberfest gefeiert

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Zehn Sekunden vor Spielende mitten ins Herz der Grün-Weißen getroffen: Tim Remer schreit seine Freude heraus. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthAm späten Freitagabend liefen Dirk Beuchler und seine Spieler noch einmal zur Hochform auf. Als Ales Pajovic, Mattias Gustafsson, Jens Schöngarth und Co. die Bühne beim Lübbecker Oktoberfest betraten, hatten die „Bayern Stürmer“ Pause. Lübbecke feierte in Dirndl und Lederhose seine Derbyhelden.

„Nach so einem Spiel dürfen die Spieler feiern, wie sie wollen“, lachte ein ausgelassener Dirk Beuchler. Er ließ seine Spieler nach der Rückkehr aus Minden von der Leine – die Belohnung für einen zwischenzeitlich kaum noch für möglich gehaltenen Auswärtssieg in einem an Spannung und Dramatik kaum noch zu überbietenden 61. Kreisduell im mit 4065 Zuschauern ausverkauften Hexenkessel Kampa-Halle.

„Kaum jemand gedacht,

dass wir zurückkommen“

„Nach dem 16:20 hat wohl kaum noch jemand gedacht, dass wir noch einmal zurückkommen“, gab Beuchler zu. Doch mitten in der heißen Phase mit einem 7:1-Tore-Lauf für die Gastgeber hatte der TuS-Coach kühlen Kopf bewahrt, die Abwehr inklusive Torhüter umgestellt und damit den Schlüssel zum Lübbecker Comeback gefunden.

Bemerkenswert, wie die Gäste bei ihrer Aufholjagd Rückschläge wegsteckten und weiter an ihre Chance glaubten, obwohl Maximilian Schubert (beim Stand von 17:20) und Dennis Wilke (21:24) zwei Siebenmeter verwarfen. „Wir haben oft zurückgelegen, aber nicht aufgegeben“, betonte Ales Pajovic, der als erfolgreichster Lübbecker Torschütze acht Mal zuschlug und in der „Crunch-Time“ mit Anspielen auf Linksaußen Tim Remer die Bigpoints setzte.

Minden hingegen verlor erst die Nerven und dann das Spiel. „Wir haben Lübbecke durch dumme Zeitstrafen die Punkte regelrecht geschenkt“, tobte GWD-Trainer Goran Perkovac, der mit einer eigenen Dummheit den letzten Sargnagel zur unnötigen Derbyniederlage lieferte. Perkovac bot nach einer Auszeit wenige Sekunden vor Spielende einen Spieler zu viel auf. Das Kampfgericht pfiff den letzten Angriff ab. Ende und aus für GWD – Anpfiff für den TuS zur „dritten Halbzeit“ beim Lübbecker Oktoberfest.

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