Bundesliga: TuS unterliegt nach starker kämpferischer Leistung in Hamburg

Zwölf Tore von Schöngarth reichen Lübbecke nicht

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Stark gekämpft, aber wieder leer ausgegangen: Die Mienen von Niclas Pieczkowski (l.) und Ramon Tauabo sprechen für sich.

Hamburg/Lübbecke - Von Andreas Gerth. Wieder nichts ! Auch ein überragender Jens Schöngarth mit zwölf Treffern und ein stark haltener Matevz Skok haben Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke nicht zum ersten Erfolgserlebnis gereicht. Der Tabellenletzte verlor gestern Nachmittag beim HSV Hamburg mit 29:34 (15:16) auch sein zehntes Saisonspiel und hat nun alarmierende 0:20- Punkte auf dem Konto.

An der Einstellung und der womöglich fehlenden Unterstützung für Trainer Goran Suton lag es diesmal nicht. Die Lübbecker warfen in der Barclaycard Arena in Hamburg alles in die Waagschale, die sich in dieser Saison jedoch einfach nicht auf die Seite des TuS neigen mag. Umso größer wird der Druck für Trainer und Verein. Die nächste Partie am kommenden Samstag, 24. Oktober, in der Merkur-Arena gegen den Aufsteiger SC DHfK Leipzig (Anwurf 19 Uhr) wird zu einem weiteren Endspiel.

In den ersten 30 Minuten in Hamburg schienen sich Hans Lindberg und Jens Schöngarth ein Wettwerfen liefern zu wollen. Der Däne war neun Mal für die Gastgeber erfolgreich, auch Jens Schöngarth (8) war von der gegnerischen Abwehr nicht in den Griff zu bekommen und erzielte über die Hälfte der Lübbecker Treffer. Zudem hatten die Gäste einen starken Rückhalt. Trainer Suton hatte diesmal Matevz Skok den Vorzug vor Kapitän Nikola Blazicko gegeben, und der Slowene zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen mit mehreren Paraden zurück.

Der TuS N-Lübbecke legte zum 4:2 vor, um sich anschließend für einige Minuten aus der Torstatistik zu verabschieden. Hamburg drehte den Spieß zum 8:4 (15.) um. Doch anders als in einigen vorangegangenen Begegnungen zeigten die Lübbecker Moral und schlugen zurück. Mit dem 10:9 von Jens Schöngarth (21.) übernahmen sie selbst wieder die Führung.

Was Trainer Goran Suton ärgerte, waren die Zeitstrafen. In der Schlussphase des ersten Abschnitts mussten Christian Klimek, Vuko Borozan und Trainersohn Tim Suton raus, trotzdem blieb der TuS dran.

Auch in der zweiten Halbzeit hielten die Ostwestfalen mit einer kämpferisch starken Leistung dagegen und schafften nach Hamburgs Zwei-Tore-Führungen immer wieder den Anschluss, verpassten es aber, selbst einmal in Führung zu gehen. Mit dem 28:29 (56.) durch Vuko Borozan hatte der TuS sein Pulver dann verschossen, die Kräfte ließen nach, Hamburg eilte mit vier Treffern in Folge in Richtung Sieg.

„Es war mehr drin. Wir haben toll gekämpft und phasenweise auch richtig gut gespielt“, analysierte TuS-Coach Goran Suton. „Auch wenn Hamburg am Ende gewonnen hat, haben wir gezeigt, dass die Mannschaft noch lebt.“

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