Bundesliga: TuS N-Lübbecke startet heute mit Auswärtsspiel in die neue Saison

Höhere Ziele und Potenzial, aber auch Sorgenkinder

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Mehr Zuschauer anlocken: Jens Schöngarth.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Erst das Duell bei Aufsteiger HC Erlangen, dann schon in ein paar Tagen das Derby gegen GWD Minden: Vor Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke liegt ein reizvoller und zugleich Chancen bietender Saisonstart.

Wie es um den Tabellenzehnten der Vorsaison, der sich selbst das „Stärkste Dorf im Land“ nennt, vor dem ersten Punktspiel heute Abend in Erlangen (Anwurf 20 Uhr) bestellt ist, zeigt diese Vorschau.

Das hat Armin Gauselmann, Sprecher des Wirtschaftsbeirates, wohl am besten umrissen. „Unser Trainer hält Platz acht für möglich, und da darf man ihm natürlich nicht widersprechen.“ Es wäre eine realistische Steigerung nach Platz zehn im Vorjahr. Trainer Dirk Beuchler: „Unser Kader ist breiter geworden und bietet mehr Variationsmöglichkeiten. Entscheidend ist, dass wir mehr Konstanz in unsere Leistungen bekommen. Dann wird die ein oder andere Überraschung möglich sein. Es gibt allerdings viele Mannschaften, die einstellig abschneiden wollen, wir gehören dazu.“

ist unumstritten. Dirk Beuchler geht beim TuS N-Lübbecke in sein zweites Jahr und steht nach wie vor für den vollzogenen Imagewandel bei den Ostwestfalen. So viele junge, deutschsprachige Spieler gab es – von den 80er Jahren mal abgesehen – wohl noch nie beim TuS. Welchen Ruf der 43-Jährige in der Handballszene genießt, wurde unlängst deutlich, als bei der Trainersuche des HSV Hamburg auch Beuchlers Name fiel. „Als mich Dirk angerufen hat, musste ich nicht lange überlegen“, so Neuzugang Niclas Pieczkowski bei seiner Vorstellung. Doch im zweiten Jahr wird auch beim Trainer die Messlatte höher angelegt, nicht zuletzt nach der negativen Bilanz gegen die Absteiger im ersten Schonjahr.

haben Potenzial. Allen voran Niclas Pieczkowski, der in den Vorbereitungsspielen mit seiner Dynamik beeindruckte und andeutete, dass er ein „Backup“ für Spielmacher-Chef Drago Vukovic werden kann. Als Nummer eins für Rechtsaußen wurde Richard Wöss geholt und diesem Status wurde der 27-jährige, österreichische Nationalspieler in der Vorbereitung auch gerecht. Luft nach oben hat noch Christian Klimek. Der 24-Jährige von Zweitligist Friesenheim stand nach der Verletzung von Kreisläufer Frank Loke sofort im Fokus, muss sich an die Abläufe und den Trainingsaufwand in der ersten Liga aber erst noch gewöhnen. Als Absicherung holte der Verein jetzt noch den 32-jährigen Kroaten Tomislav Huljina. Er erhielt einen Vertrag bis Jahresende, spätestens dann soll Loke wieder fit sein.

davon gibt es einige. Die Liste der aktuell verletzten und angeschlagenen Spieler ist lang, doch wohl mit keinem wird so gelitten wie bei Christian Dissinger. Nach zwei Kreuzbandrissen versucht das deutsche Edel-Talent beim TuS einen Neustart, jetzt aber wirft ihn eine neuerliche Blessur (Zerrung am Hüftbeugemuskel) zurück. „Wir haben noch genug Spiele in der Saison und werden nichts riskieren“, will Beuchler Dissinger weiterhin Zeit geben. Auch Niclas Pieczkowski (dicker Knöchel) und der junge Rechtsaußen Ramon Tauabo (Bluterguss im Knie) sind angeschlagen, doch keinen hat es so erwischt wie Frank Loke. Der sympathische Norweger hat sich im Testspiel das linke Handgelenk gebrochen und fällt noch mehrere Wochen aus.

ist ein Aufsteiger, und wenn man Dirk Beuchlers Worten Glauben schenkt ein gefährlicher dazu. „In Erlangen herrscht Aufstiegs-euphorie. In der kleinen Halle erwartet uns eine Riesen-Atmosphäre. Erlangen wird Vollgas geben und mit seiner offensiven 5:1-Deckung ans Limit gehen“, ist sich der TuS-Trainer sicher. Außerdem habe der Aufsteiger in Preiß, Rahmel, Stranovski und Sveinsson einige erfahrene Kräfte in seinen Reihen. „Erlangen wird uns alles abverlangen. Wir werden dort eine richtig starke Leistung brauchen“, unterstreicht Dirk Beuchler.

ist noch „kein Thema“, versucht Dirk Beuchler – allerdings wenig glaubhaft – zu versichern. Dabei ist GWD Minden schon am kommenden Freitag, 29. August, in Lübbecke zu Gast. „Erst einmal wollen wir das Spiel in Erlangen erfolgreich bestreiten, dann können wir immer noch über das Derby sprechen“, hält auch Teammanager Zlatko Feric den Ball flach.

unter den TuS-Profis ist eindeutig Jens Schöngarth. „Ich spiele gerne im TuS-Trikot, da muss nicht unbedingt ein Bundesadler drauf sein“, so der 25-Jährige zu seinen Ambitionen, von der B- in die A-Nationalmannschaft aufzusteigen. Schöngarth ist übrigens überzeugt davon, „dass wir in dieser Saison viel erreichen können, damit auch mehr Zuschauer in die Halle kommen. Nicht nur zum Derby oder gegen den THW.“

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