Bundesliga: Goran Perkovac gibt heute Debüt auf Lübbecker Trainerbank

Ohne Zauberstab, aber mit Ideen und Leitfaden

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Der nächste Kroate auf der Lübbecker Trainerbank: Auf Sead Hasanefendic, Goran Suton und Zlatko Feric folgt nun Goran Perkovac. Er gibt sein Debüt im Heimspiel gegen Hamburg.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. „Das ist eine riesige Herausforderung für mich. Eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe.“ Goran Perkovac weiß, was ihn in den nächsten Wochen und Monaten beim TuS N-Lübbecke erwartet. Der 53-jährige Kroate ist derjenige, der den sieglosen Tabellenletzten der Handball-Bundesliga vor dem Abstieg retten soll. Heute Abend im Heimspiel gegen den HSV Hamburg (Merkur-Arena, Anwurf 20.15 Uhr) gibt Perkovac sein Debüt als neuer Lübbecker Trainer.

„Ich habe Handball im Blut, lese alles, gucke alles und bin mit diesem Sport infiziert“, gab Perkovac gestern vor seinem ersten Spiel zum Besten. „Ich habe keinen Zauberstab und kann keine Tore werfen oder verhindern. Was ich aber tun kann, ist, der Mannschaft einen Leitfaden an die Hand zu geben, der ihr hilft.“

Brechstange – „das ist

nicht das, was ich will“

Wie das im Detail beim Tabellenletzten, der vor seinem heutigen 19. Saisonspiel gegen Hamburg immer noch auf den ersten Sieg wartet, aussehen soll, weiß der Kroate, der seinen Lebensmittelpunkt samt Familie in der Schweiz hat, auch schon. „Der TuS macht keine Tempogegenstoßtore, von denen man vier bis fünf pro Spiel braucht, sondern erzielt seine Tore mit der Brechstange. Das ist nicht das, was ich will.“

Einer der Spieler, der Perkovac' Ideen und Vorgaben auf dem Spielfeld umsetzen soll, ist Tim Suton – interessanterweise der Sohn des Ende Oktober entlassenen Goran Suton. Für letzteren übernahmen übergangsweise Zlatko Feric und Hans-Georg Borgmann, die nun wiederum für Goran Perkovac Platz machen. „Das ist eine Situation, die wir als Mannschaft mit unseren Leistungen verschuldet haben“, meint Tim Suton. Ihm sowie Niclas Pieczkowski und Benjamin Herth will der neue Coach Verantwortung übertragen. „Die Mittelmänner sind die Chefs auf dem Spielfeld. Sie müssen für die anderen spielen und denken.“

Bis zum ersten Spiel heute Abend blieb dem neuen Übungsleiter nur sehr wenig Zeit, um seine Ideen und Vorgaben an den Mann zu bringen. „Ich möchte versuchen, den Druck von der Mannschaft zu nehmen. Sie hat das Potenzial, um in der Liga zu bleiben. Das hat das letzte Spiel gegen Leipzig gezeigt“, sagt Perkovac und hofft, die ersten Ansätze seiner Arbeit schon heute gegen Hamburg im Auftritt der Gastgeber sehen zu können. Heiligabend ist frei, am ersten Weihnachtstag wird trainiert, am zweiten steht das letzte Spiel des Jahres auswärts bei der HSG Wetzlar an. „Das sind zwei schwere Spiele, und ich erwarte, dass wir eines von ihnen gewinnen.“

Dass Perkovac eine grün-weiße Vergangenheit aus seiner Zeit als Trainer von GWD Minden (2013 bis Februar 2015) mit nach Lübbecke bringt, beschäftige ihn nicht. „Wenn du erst da bist und Erfolg hast, interessiert so etwas nicht mehr. Und ich will Erfolg haben, deshalb bin ich hier!“

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