Spiel des Tages: Holzhauser verdienen sich 5:1-Sieg in Levern in zweiter Halbzeit

Bohlmann übt Kritik auf hohem A-Liga-Niveau

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Tore, aber Kritik: Holzhausens dreifacher Torschütze Dennis Schultz. ·

Levern - Von Andreas GerthMit drei Toren war Dennis Schultz der herausragende Spieler des SuS Holzhausen am Samstag beim 5:1-Auswärtssieg in Levern, doch der Matchwinner bekam trotzdem sein Fett weg. „Er hat zu egoistisch gespielt und ist zu oft ins Zentrum gezogen anstatt seine Außenbahn zu halten“, monierte Trainer Jörg Bohlmann. Kritik auf hohem A-Liga-Niveau, denn für die Holzhauser war es der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel.

Die Ansprüche bei den ambitionierten Holzhausern sind gestiegen. Und angesichts des durch die Neuzugänge auch in der Tiefe stärker gewordenen Kaders kann sich Bohlmann Kritik erlauben. „Keiner weiß, wer spielt“, lacht „Bohle“, der sich diesmal den Luxus erlaubte, den torgefährlichen Andrej Vidmer erst kurz vor Schluss einzuwechseln.

So entspannt wie nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Christoph Gerling war der SuS-Coach nach den ersten 45 Minuten längst nicht gewesen. Nach einem ganz schwachen Auftritt samt glücklicher 2:1-Halbzeitführung hatte er seine Mannen schon mehrere Minuten vor Wiederanpfiff zurück auf den Platz geschickt, wo die Gäste auf die bis dahin gut dagegenhaltenden Leverner warteten. „Es hat eine klare Ansage gegeben“, so Bohlmann vielsagend. Und mit Wiederanpfiff gingen die Holzhauser anders zu Werke.

„Klare Ansage“

in der Halbzeit

Das 3:1 (59.) durch Dennis Schultz nach Freistoß von Hegner war – anders als in der ersten Halbzeit – die korrekte Wiedergabe der Holzhauser Überlegenheit. Vidmer (83.), bedient vom eingewechselten Christian Obering nach feinem Hegner-Pass, sowie Schultz (90.) mit seinem dritten Treffer ließen den Leistungsunterschied zwischen dem Fast-Absteiger des Vorjahres und Titelanwärter dieser Saison dann auch in Zahlen deutlich werden. „Leo Pieper mit einer Zerrung an der Wade haben wir geschont. Mit ihm hätte es für Levern ganz böse enden können“, meint Jörg Bohlmann.

Nach diesem eindeutigen Ausgang hatte es in den ersten 45 Minuten nicht ausgesehen. Levern gelang durch Waldemar Suckau (2.) die frühe Führung, die allerdings nur wenige Minuten Bestand hatte, weil Schiedsrichter Gerling nach einem Schuss aus kurzer Distanz an die Hand eines Leverner Abwehrspielers auf den Elfmeterpunkt zeigte, Titkemeyer sicher zum 1:1 (6.) verwandelte und damit die aus der Bundesliga bekannte Handelfmeter-Diskussion auch auf Kreisebene ankommen ließ.

Levern spielte mit einfachen Mitteln und hatte in der Folge die Mehrzahl gelungener Aktionen wie den Abschluss des guten Daniel Hegerfeld (18.). Nach vorne spielte das junge Team von Ciro Ronzetti durchaus gefällig, offenbarte – ohne die Routine eines Binders, Rümkes und Langenbergs – jedoch Schwächen in der Abwehr, vor allem bei Standards. Das nutzten die cleveren Holzhauser in Person von Dennis Schultz per Kopfball zur bis dahin schmeichelhaften 2:1-Führung (39.). Den Sieg und die Saisonpunkte vier bis sechs verdienten sich die „Bohlmänner“ erst in der zweiten Halbzeit.

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