Handball-Bundesliga: Letztes Lübbecker Saisonheimspiel am Sonntag gegen THW

Blamage im Nacken und „torgeile“ Kieler vor Brust

Lübbecke - Von Andreas Gerth. „Wir werden bis zum Umfallen kämpfen. Egal, ob wir angeschlagen sind oder nicht. Wir stehen als Mannschaft beisammen und wir kämpfen zusammen. Mit diesem Gefühl im Rücken geht man dann auch dahin, wo es richtig weh tut.“ Dieses Zitat stammt nicht aus Reihen des TuS N-Lübbecke, sondern aus denen des THW Kiel. Genauer gesagt von dessen Kapitän Filip Jicha. Er und seine Mitspieler gehen morgen Nachmittag in der Merkur-Arena (Anwurf 15.30 Uhr) auf Torjagd.

„Kiel muss 21 Tore auf die Rhein-Neckar Löwen aufholen. Uns muss also klar sein, was uns da am Sonntag erwartet“, betont Dirk Beuchler. Der Trainer des TuS N-Lübbecke steckt in keiner angenehmen Situation: Die Blamage gegen Absteiger TV Emsdetten noch im Nacken und die „torgeilen“ Kieler vor der Brust.

„Jeder in der Mannschaft sollte ambitioniert und willig darauf sein, sich in diesem Duell mit den besten Spielern der Welt messen zu dürfen. Dafür brauchen wir totales Engagement“, stellt Beuchler klar. Er ist übrigens überzeugt davon, dass sich seine gegen Emsdetten total enttäuschende Mannschaft diesmal „ganz anders und mit Teamspirit präsentieren“ werde.

Mit Marko Vujin und Filip Jicha sind zwei Kieler in der Top fünf der Bundesliga-Torschützenliste zu finden. Vujin führt die Rangliste mit 239 Toren (177 aus dem Feld) sogar an, im Schnitt macht das 7,5 Treffer pro Spiel für den serbischen Nationalspieler. Großen Respekt hat der TuS-Coach jedoch vor allem vor der Abwehrreihe des THW. „Wir müssen uns auf verschiedene Abwehrvarianten vorbereiten. Wir müssen im Angriff auf den Punkt und mit Geduld spielen.“

Am Mittwoch hat Bundestrainer Martin Heuberger sein auf 22 Spieler erweitertes Aufgebot bekannt gegeben, mit dem er die Vorbereitung auf die WM-Qualifikationsplayoffs im Juni gegen Polen in Angriff nehmen möchte. Mit Dominik Klein und Patrick Wiencek sind zwei aktuelle und mit Steffen Weinhold ein zukünftiger Kieler mit dabei. Doch auch das ficht Dirk Beuchler nicht an: „Wir müssen auf uns gucken.“

Vor dem Anpfiff wird beim TuS N-Lübbecke die obligatorischen Verabschiedungen geben. Diesmal sollen drei Spieler verabschiedet werden: Pawel Niewrzawa, Dennis Wilke und Mattias Gustafsson. Letzterer hielt vier Jahre die Knochen für den TuS hin, ehe er nach Saisonende nach Schweden zurückkehrt. „Wichtig ist, dass wir gegen Kiel einen guten Job machen, danach kann ich mich von den Fans verabschieden“, erzählt der 35-jährige Schwede.

Auch Gustafsson ärgerte sich über den verbockten Auftritt im Heimspiel gegen Absteiger Emsdetten, in dem der TuS 35 Gegentore, jedoch nur eine Zeitstrafe kassierte. „So kann man in der Bundesliga kein Spiel gewinnen“, verdeutlicht Trainer Dirk Beuchler noch einmal. Auch seine Mannen sollen am Sonntag – wie Kiels Kapitän Filip Jicha ankündigte – dahin gehen, wo es weh tut.

Rubriklistenbild: © AFP

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