Fußball-Landesliga: Preußen können den Abstieg nicht mehr verhindern – 1:4

Bitterer Moment, doch das Ziel lautet Wiederaufstieg

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Mario Grano hockt total enttäuscht auf dem Boden des Albert-Pürsten-Stadions. Dort werden die Espelkamper einen neuen Anlauf in der Bezirksliga nehmen müssen. · Fotos (2): Pollex

Minden-luebbecke - ESPELKAMP · Während der VfL Theesen ausgelassen den gerade perfekt gemachten Aufstieg  in die Fußball-Westfalenliga feierte, sah man auf der Gegenseite nur traurige Gesichter. Der FC Preußen Espelkamp muss nach der 1:4 (1:3)-Heimniederlage gegen den VfL Theesen sowie siebenjähriger Zugehörigkeit die Fußball-Landesliga wieder verlassen und in der kommenden Saison einen Neuanfang in der Bezirksliga starten. „Wir sind nicht in diesem Spiel abgestiegen, vorher sind zu viele Punkte liegen gelassen worden“, meinte ein sichtlich mitgenommener Trainer Uwe Eberhardt, der nach dem Schlusspfiff in einer Ansprache an die Mannschaft versuchte, die maßlos enttäuschten Spieler wieder aufzubauen.

„Es ist ein bitterer Moment für den Verein, doch ich bin der festen Überzeugung, dass wir in der kommenden Saison eine gute Qualität haben werden. Unser Ziel kann nur lauten, den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen“, ergänzte Eberhardt, der neidlos den verdienten Sieg des Meisters Theesen anerkannte.

„Für Espelkamp und die junge Mannschaft tut es mir wirklich Leid, doch bei mir überwiegt die Freude über den Meistertitel“, betonte Theesens Trainer Andreas Brandwein, der genau wie Manager Olaf Sieweke zuvor reichlich Bierduschen über sich hatte ergehen lassen müssen.

Schnelle Antwort

durch Harutjunjan

Die Partie begann mit dem traumhaften Führungstreffer zum 1:0 der Theesener, als Pascal Hohmuth in der 6. Minute den Ball mit dem linken Außenrist ins lange Eck zirkelte. Espelkamp hatte aber eine schnelle Antwort parat: Mario Grano führte einen Einwurf schnell aus, Watschagan Harutjunjan verwertete das Zuspiel zum 1:1 (10.).

Anschließend übernahm der Tabellenführer das Kommando und legte zur Pause das 1:2 durch Fräßdorf (26.) und 1:3 durch Vocke (37.) vor, wobei die Espelkamper Defensive keinen geordneten Eindruck hinterließ.

Nach dem Seitenwechsel vergaben die Theesener reihenweise gute Einschussmöglichkeiten: Flachmann köpfte an die Latte (63.), Zech zirkelte den Ball um Millimeter am langen Eck vorbei (66.), zudem schoss Fräßdorf einen von Wittig an Zech verursachten Elfmeter an den Pfosten (73.). Hegelow verstolperte freistehend (76.), Wriedt zeichnete sich gegen Zech aus (80.). Etwas überraschend trafen die Espelkamper aus dem Nichts durch Sascha Manske ins Tor (88.), doch der Schiedsrichter hatte zuvor ein Foul von Hamdan gesehen. Nach dem 1:4 durch Heinrich Mergel (90.) erfolgte der Abpfiff und die Theesener Feierlichkeiten konnten beginnen.

Auf der anderen Seite wirkten die Espelkamper Spieler total apathisch und niedergeschlagen. „Wir haben leider unsere durchaus vorhandene Qualität nicht immer auf dem Platz gezeigt, darum sind wir jetzt abgestiegen“, brachte es Spielführer Torben Kreienbrock auf den Punkt. Auch der Trainerwechsel – Uwe Eberhardt löste vor dem Derby beim TuS Tengern ab – brachte nicht mehr den erhofften Erfolg.

Außer dem VfL Theesen konnte gestern auch der VfB Fichte Bielefeld jubeln. Der Tabellenzweite bekommt über die Relegation die Chance zum Aufstieg in die Westfalenliga. Der dahinter lauernde SC herford ging am letzten, spannenden Spieltag leer aus. · DK

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