Handball-Bundesliga: Angeschlagener TuS N-Lübbecke unterliegt in Hamburg

Beuchler-Team zieht sich achtbar aus der Affäre

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Dennis Wilke (links) traf dreimal für den TuS N-Lübbecke. Hier kämpft er gegen Hamburgs Kentin Mahé. ·

Minden-luebbecke - Von Melanie RussLÜBBECKE/HAMBURG · Wie erwartet gab es für den TuS N-Lübbecke nichts zu holen beim amtierenden Champions-League-Sieger HSV Hamburg. Dennoch schlugen sich die Rot-Schwarzen, die ohne Jens Schöngarth, Drago Vukovic und Arne Niemeyer in die Hansestadt gereist waren, gestern Abend bei der 27:32 (11:14)-Niederlage achtbar.

Die mit nur elf Mann angetretenen Ostwestfalen boten den knapp 8 000 Zuschauern in der ersten Halbzeit eine unter den Umständen ordentliche Leistung und hatten den Angriff des HSV über weite Strecken gut im Griff, machten sich das Leben mit Fehlern im eigenen Angriff und unnötigen Ballverlusten aber immer wieder selbst schwer. Die daraus resultierenden Tempogegenstöße münzten die Hanseaten trotz eines starken Nikola Blazicko (zehn Paraden) zwischen den TuS-Pfosten ein ums andere Mal in leichte Tore um. In dieser Phase bester Spieler auf der Platte: Domagoj Duvnjak, der in den ersten 30 Minuten acht Mal für den HSV traf.

Die Ostwestfalen fielen nach gut zehn Minuten erstmals auf fünf Tore zurück. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Ales Pajovic, der nach seinem Muskelfaserriss noch nicht wieder fit ist, angesichts der Personalmisere aber einspringen musste. In der Folge kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Beuchler aber immer wieder heran, verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich sogar auf zwei Tore. Allerdings gingen die Hausherren auch nicht immer mit letzter Konsequenz zu Werke.

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Hamburg erhöhte den Druck, Canellas per Siebenmeter, Duvnjak per Konter und dreimal Adrian Pfahl warfen den HSV zur 20:14-Führung. In der 43. Minute erhöhte Stefan Schröder nach Zuspiel von Kentin Mahé zum 23:15. Die anschließend von Beuchler genommene Auszeit schien zunächst keine Früchte zu tragen. Vielmehr deutete sich in den letzten zehn Minuten ein Debakel an, als der HSV seine Führung auf neun Tore ausbaute. Die Rot-Schwarzen hatten dem Tabellensechsten in dieser Phase zwar spielerisch nicht mehr viel entgegenzusetzen, steckten aber nicht auf. Mit dem vor der Partie angekündigten Kampfgeist und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang es ihnen, das Ergebnis zumindest etwas positiver zu gestalten. Mehr konnte an diesem Abend von den angeschlagenen Ostwestfalen nicht erwartet werden.

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