Neuer Trainer nennt kein Saisonziel, gräbt aber nach verschütteter Euphorie

Beuchler – Jäger des verlorenen Schatzes

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Dirk Beuchler will die Fans zurück in die Halle holen. Die Vorleistung dazu müsse von der Mannschaft kommen. ·

Lübbecke - Von Andreas Gerth„Nein.“ Die Antwort von Dirk Beuchler fiel genauso eindeutig wie einsilbig aus. Ein offizielles Saisonziel beim Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke ? Nee, gibt es nicht. Doch immerhin: Der neue Cheftrainer der Ostwestfalen erklärt warum. „In der Bundesliga ist das Mittelfeld unheimlich breit und ausgeglichen. Wo man am Ende landet, hängt von vielen Faktoren ab. Mein persönliches Ziel ist es, die Halle in Lübbecke wieder voller zu kriegen. Wenn uns das gelingt, werden wir die nötigen Punkte holen und vernünftig abschneiden.“

Ein Wunsch, der nicht von ungefähr kommt. Mit einem Schnitt von 2233 Zuschauern (Quelle: Handball-Woche) belegte der TuS N-Lübbecke zum Abschluss der vergangenen Saison einen Abstiegsplatz in der Zuschauer-Tabelle. Zur Erinnerung: 3300 passen rein in die Kreissporthalle Lübbecke, die sich an Heimspieltagen – wie dem morgigen Auftaktspiel gegen Melsungen (Anwurf 17.15 Uhr) – in die „Merkur-Arena“ verwandelt. Das will Dirk Beuchler ändern. „Unser Heimvorteil muss zu einem Faktor werden. Ich hoffe, dass die Leute in die Halle kommen, uns unterstützen und mithelfen, Druck auf den Gegner aufzubauen.“ Der Doppelpass mit dem Publikum müsse allerdings von der Mannschaft ausgehen. „Wir müssen in Vorleistung gehen. Wir dürfen keinen Ball verloren geben und müssen bis zur letzten Minute kämpfen“, unterstreicht der neue Lübbecker Trainer.

Wie sich die Halle in Lübbecke in einen Hexenkessel verwandeln kann, weiß der 41-Jährige nur allzu gut. Als Spieler gewann er mit dem TuS 1997 und 1998 den damals noch ausgespielten Euro-City-Cup. Mit blond gefärbten Haaren wurden der bullige Kreisläufer und seine Mitspieler damals durch die Straßen gefahren.

Beuchler verließ den Verein 2001, suchte und fand sein handballerisches Glück anschließend in Spanien als Spieler, Trainer und Teammanager. Mit den gewonnenen Erfahrungen kehrte er nach Deutschland zurück, wurde Trainer beim Zweitligisten Post SV Schwerin und in der ersten Liga beim TBV Lemgo. Jetzt ist Beuchler als Trainer zurück an seiner früheren Erfolgsstätte – und gräbt nach der verschütteten Euphorie. Ein Jäger des verlorenen Schatzes.

„Früher sind die Leute erst zum Handball gegangen und dann in die Stadt. Es wäre doch toll, wenn wir da wieder hinkommen würden“, so Beuchlers Wunschvorstellung. Ein Auftakterfolg morgen gegen die MT Melsungen wäre ein erster Spatenstich.

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