Fünf Tore, Elfer-Fehlschuss und Rote Karte: TuSpo Rahden gewinnt furioses Finale

Beste Werbung für den Rahdener Stadtpokal

Florian Kröger erzielte das 2:0 für den SSV. Am Ende gewann dennoch der TuSpo.

Pr. Ströhen - Von Timon Ewald. „So ein spannendes Finale haben wir hier seit Jahren nicht gehabt. Das war heute echte Werbung für den Stadtpokal!“ Besser als Herbert Henke vom Stadtsportverband konnte man das Endspiel um den Rahdener Stadtpokal zwischen dem TuSpo Rahden und dem SSV Pr. Ströhen kaum zusammenfassen. Am Ende ging der TuSpo glücklich durch einen Last-Minute-Treffer zum 3:2 als Sieger vom Platz. Dabei hatte das Team 0:2 hinten gelegen.

„Auch wenn Ströhen sicherlich die besseren Chancen hatte, hatte meine Mannschaft den absoluten Willen, dem Gegner nicht zum dritten Mal in Folge das Feld zu überlassen“, resümierte Rahdens Spielertrainer Martin Neumann das Finale am Sonnabend. In den beiden Jahren zuvor hatte sich der diesjährige Gastgeber auf dem Wanderpokal verewigt.

Zunächst sah auch alles nach einem Titel-Hattrick des SSV aus. Die Mannschaft von Spielertrainer Andre Krause, die durch ein deutliches 3:0 gegen Tonnenheide im Halbfinale ins Endspiel eingezogen war, legte nach einer schläfrigen Anfangsphase zwei Gänge zu und spielte sich binnen kurzer Zeit mehrere Großchancen heraus.

Florian Kröger erzielte das 2:0 für den SSV. Am Ende gewann dennoch der TuSpo.

Nachdem Christopher Bänsch nach einer halben Stunde Spielzeit noch das halbleere Tor verfehlt hatte, war Andre Krause fünf Minuten später zur Stelle und köpfte nach einen Freistoß aus dem Halbfeld sehenswert ein. Pr. Ströhen ruhte sich nach der Führung jedoch keineswegs aus. Schon mit der nächsten Offensivaktion der Blau-Weißen tauchte Tobias Kröger frei vor Julius Buckermann im Rahdener Tor auf, verfehlte aber um Zentimeter. Sein Bruder Florian machte es zwei Minuten später besser und umkurvte Buckermann nach einem Steilpass, um anschließend ins leere Tor einzunetzen.

Neumann: „Gerade in der Anfangsphase hat man sicherlich gemerkt, dass wir in den acht Tagen zuvor sechs Mal trainiert hatten. Ströhen hat das ausgenutzt. Sehr wichtig für den weiteren Spielverlauf war da sicherlich der Anschlusstreffer kurz vor der Pause.“ Der sollte in der 44. Minute fallen. Der stark aufspielende Patrick Kattelmann schloss mit einer Einzelleistung vom Strafraum ins lange rechte Eck ab.

Nach dem Seitenwechsel gelang es Rahden erstmals, sich ein spielerisches Übergewicht zu erarbeiten, was die Mannschaft sofort kaltschnäuzig ausnutzte. In abseitsverdächtiger Position wurde Sanasar Harutyunyan frei gespielt, der Dennis Wiegmann im SSV-Gehäuse per Lupfer keine Chance ließ.

In der 63. Minute bot sich Harutyunyan die Chance, das Spiel komplett auf den Kopf zu stellen. Bei seinem Foulelfmeter behielt jedoch Wiegmann die Oberhand und parierte im linken unteren Eck.

Last-Minute-Treffer: Kattelmann ist der Held

Der SSV nahm diese Situation als Anlass, noch einmal mächtig Druck zu machen und wurde kurze Zeit später auch von Rahdener Seite begünstigt: Lukas Hohmeier sah nach wiederholtem Foulspiel vom Unparteiischen die Rote Karte. Von der Überzahl beflügelt hatten die Gastgeber in der Folge das Pech, zweimal nur die Latte zu treffen.

Das Elfmeterschießen, in das Rahden schon im Halbfinale gegen Union Varl musste, ersparte sich die Neumann-Elf dieses Mal. Es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als Albert Gerber noch einmal frei vor Wiegmanns Tor zum Schuss kam. Sein parierter Versuch sprang zur Seite und Patrick Kattelmann vor die Füße, der sich mit seinem zweiten Treffer des Tages zum Matchwinner krönte.

Danach war Schluss und Kapitän Jan Streich durfte den Pokal von Herbert Henke entgegennehmen. TuSpo-Spielertrainer Martin Neumann war zufrieden mit dem Ausgang: „Natürlich war das lediglich ein Vorbereitungsturnier, dem man nicht die große Bedeutung schenken kann, da natürlich auf beiden Seiten noch Akteure wegen Urlaub fehlten. Aber so ein Turniersieg ist auch wichtig für das Selbstvertrauen. Ich denke, wir haben jetzt eine gute Basis für die weitere Saisonvorbereitung geschaffen.“

Im Spiel um Platz drei gewann B-Ligist TuS Eintracht Tonnenheide gegen Bezirksliga-Absteiger Union Varl nach Elfmeterschießen.

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