Fußball-Bezirksligist kommt gegen VfL Holsen unter die Räder

0:9 besiegelt Abstieg von Union Varl

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Pure Enttäuschung: Nach vier Jahren in der Fußball-Bezirksliga muss Union Varl mit Marco Hodde (v.l.), Sebastian Burkert, Patrick Spreen und Lars Meier in kommenden Jahr in der Kreisliga spielen.

Varl - Von Maik Hanke. Jetzt ist Schluss mit dem Kämpfen, dem Rechnen, dem Hoffen: Die Spvgg Union Varl steht als Absteiger aus der Fußball-Bezirksliga fest. Am Sonnabendnachmittag setzte es im Heimspiel gegen den VfL Holsen ein brutales 0:9 (0:4). „Das war unfassbar schlimm“, sagte Varls Spielertrainer Philipp Knappmeyer nach dem Spiel.

Der Varler Lars Meier ärgert sich über eine vergebene Großchance, die das Spiel zu Beginn auf den Kopf hätte stellen können.

Mitten in einem seiner nächsten Sätze brach Knappmeyer ab. Er traute sich nicht, seinen Gedanken zu Ende zu sprechen. Nicht nach so einem Spiel. Weil er wusste, wie vermessen es klingen würde, was er sagen wollte. Wenig später nahm ihm Holsens Trainer Sergej Bartel die Worte aus dem Mund: „Im Grunde müssen wir mit 1:0 oder 2:0 hinten liegen“, sagte der Gästetrainer, der gerade mit 9:0 gewonnen hatte. Denn so desolat wie das Ergebnis klingt, war die Leistung der Varler zunächst nicht. In den ersten 20 Minuten hielten sie gut mit. Das Team wirkte konzentriert, war auf einen sinnvollen Spielaufbau bedacht, ließ den Ball auf nassem Rasen phasenweise gut zirkulieren.

Knappmeyers Matchplan: Mehr Ballbesitz haben und das Spiel besser eröffnen als zuletzt. Pascal Meier, eigentlich zentraler Mittelfeldspieler, stand dazu in der Innenverteidigung neben Marvin Koch. Die Varler wurden sogar richtig gefährlich: Die beste Chance vergab Lars Meier, als er freistehend mit einem Flachschuss am Holsener Keeper Simon Lindsay scheiterte.

Das ging aber alles nur so lange gut, wie Holsen nicht seinen Rhythmus fand. Den hatte der Tabellensechste allerdings spätestens nach einer halben Stunde. Bei Varler Ballbesitz pressten die Holsener besser, bei eigenem Ballbesitz ließen sie Ball und Gegner laufen. Und spielten sich Chance um Chance heraus. Mehrfach rettete Varls Schlussmann Marcel Redeker ganz knapp.

Das 0:1 fiel ausgerechnet durch ein Missverständnis zwischen Redeker und Neu-Innenverteidiger Pascal Meier. Die beiden konnten sich nicht schnell genug einigen, wer einen Richtung Tor kullernden Ball sichert, der Holsener Fabio Serrone spritzte dazwischen und schob ein (32.). Nur eine Minute später setzte sich Serrone gegen den wegrutschenden Spielertrainer Philipp Knappmeyer durch, spielte mit Übersicht auf Marc Schendzielorz und der vollendete sehenswert aus 18 Metern in den Winkel. Der endgültige Knackpunkt im Spiel. Noch kurz vor der Pause legten Lennard Wüllner (40.) und Florian Schmale (43.) nach.

„In der Halbzeit saßen wir in der Kabine und dachten, das kann doch nicht wahr sein, dass wir mit 0:4 hinten liegen“, berichtete Knappmeyer nach dem Spiel. Mit dem endgültigen Abstieg vor Augen ging in Hälfte zwei ging für Varl gar nichts mehr.

Holsen spielte stattdessen auf und traf noch weitere fünf Mal durch Florian Riemer (47.), Fabio Serrone (59.), Marcel Becker (60.), Omar Khaled (83.) und Jan-Henrik Vossenkämper (88.). „Der Gegner war passiger, hat mehr Sprints gemacht, war gieriger“, fasst Knappmeyer zusammen.

Nach vier Jahren Bezirksliga-Zugehörigkeit müssen die Varler in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga A antreten. „Das Stichwort heißt jetzt Übergang in die neue Saison“, sagt Knappmeyer.

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