TuS Levern gewinnt Entscheidungsspiel gegen Gehlenbeck mit 2:1

Mit Bengalo-Feuer den Klassenerhalt gefeiert

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Mit Megaphon und Bengalos: Leverns Anhang sorgte in Pr. Oldendorf für eine stimmungsvolle Kulisse.

Minden-luebbecke - Von Florian HaasePR. OLDENDORF · Am Ende leuchteten die Bengalo-Feuer über das Oldendorfer Sportgelände und eine glückliche und erleichterte Leverner Mannschaft feierte mit ihren zahlreichen Fans. Mit dem 2:1 (1:0)-Erfolg über den TuS Gehlenbeck gelang der Ronzetti-Elf der Sieg im Entscheidungsspiel der Fußball-Kreisliga A und damit der Klassenerhalt. Marco Wichering per Freistoß zur 1:0-Halbzeitführung und Marius Helmich sicherten mit ihren Treffern auch weiterhin A-Liga Fußball an der L770.

Bei bestem Sommerwetter wurde die Zugabe nach einer langen Saison gestern in Pr. Oldendorf hervorragend angenommen. Stadionsprecher Thomas Ehrich bedankte sich bei rund 850 Zuschauern, darunter viele ehemalige und aktuelle Trainer wie Gerd Stein, Thorsten Bunde, Michael Hartmann, Frank Zapatka, Philipp Knappmeyer, Enrico Held und Markus Möller. Sie erlebten zunächst, warum beide Mannschaften in das Entscheidungsspiel gegen den Abstieg mussten.

Gehlenbeck hatte in der schwachen, ereignisarmen ersten Halbzeit die bessere Spielanlage, schaffte es aber nicht, zwingend vor das Tor zu kommen. Nicht verwunderlich, dass das erste Tor des Tages per Freistoß und eher aus der Kategorie Zufall entstand. Marco Wichering wollte einen Freistoß aus rund 35 Metern vor das Tor schlagen, die Hereingabe wurde immer länger, setzte einmal auf und flog über Gehlenbecker Keeper und Abwehrspieler hinweg ins die Maschen zum 1:0 für den TuS Levern.

„Das Tor hat uns natürlich nicht wirklich gut getan. Der erste richtige Torschuss gleich drin, daran hatten wir ganz schön zu knabbern“, gab Gehlenbecks Trainer Christoph Kämper zu. Levern entwickelte nun erstmals eine Druckphase. So setzte sich Marius Helmich auf der linken Seite durch, flankte aus vollem Lauf punktgenau auf Marcel Henkel, doch dessen Kopfball wurde von Keeper Kösling entschärft. Kurz darauf köpfte Leverns Spielertrainer Ciro Ronzetti eine Helmich-Ecke über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel kam Gehlembeck mit neuem Mut aus der Kabine und hatte gleich die erste Chance. Oliver Wehmeyer flankte über rechts vor das Tor, doch Henning von der Ahe schoss knapp am Tor vorbei. Nach einer knappen Stunde spielte sich dann erneut Leverns „Levensversicherung“ Marius Helmich in den Vordergrund. Er startete ein Tempodribbling vorbei an drei Gegnern und zog trocken und zielgenau aus gut 16 Metern ab – jetzt führte Levern mit 2:0.

Gehlenbeck zeigte sich keineswegs geschockt. Erneut von der Ahe per Kopf und ein Distanzschuss von Jendrik Volkmann, den Leverns Keeper Rodenbeck sicher entschärfte, zeigten, dass sich die Rot-Schwarzen noch nicht aufgegeben hatten. „Man hat gesehen, dass da eine Spielanlage und eine Idee vorhanden waren“, lobte Kämper.

Und seine Mannschaft sollte noch einmal herankommen: Erst sah Leverns Christoph Kollweier eine berechtigte gelb-rote Karte wegen wiederholtem Foulspiels und dann fiel elf Minuten vor dem Ende auch der 1:2-Anschlusstreffer. Christian Aldegeerds trat einen Freistoß von halblinks an Freund und Feind vorbei ins lange Eck, ein ähnlich krummes Ding wie bei der Leverner Führung.

Doch anstatt Mut und neuer Hoffnung gab es nun einen Bruch im Gehlenbecker Spiel. „Da wurden wir wieder zu nervös und ängstlich. Wir haben die Überzahl nicht nutzen können und waren in der Schlussphase auch mental überfordert“, erklärte Kämper die Endphase ohne echte Torchance seiner Mannschaft.

Leverns Andreas Szimansky hätte mit einem beherzten Sololauf alles klar machen können, doch er scheiterte an Kösling. Gehlenbeck schaffte es jedoch nicht mehr, gefährlich vor das Rodenbeck-Tor zu kommen, und so ging die blau-weiße Party nach dem Abpfiff so richtig los. Schon während des Spiels ging das Fan-Duell klar an Levern, mit Megaphon und Pauke wurde die Mannschaft über weite Strecken der Partie toll unterstützt, das sorgte in Pr. Oldendorf für eine stimmungsvolle Kulisse.

Christoph Kämper war nach dem Schlusspfiff geknickt, schaute aber auch schon wieder nach vorne: „Letztendlich habe ich es nicht geschafft, aus dieser unerfahrenen Mannschaft in einem Jahr eine erfahrene zu machen. Uns hat heute leider die Lockerheit der letzten Wochen gefehlt. So eine Saison verspielt man nicht heute, sondern davor. Ich bin jetzt sehr enttäuscht, aber auch optimistisch, weil hier eine tolle Mannschaft zusammengewachsen ist, die sich im nächsten Jahr in der Kreisliga B hoffentlich richtig freispielen wird.“

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