Fußball-Bezirksliga: Union Varl verliert Derby bei Preußen-Reserve mit 0:1

„Behäbig, langsam, lethargisch, ohne Leben“

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Die beste der wenigen Varler Torchancen gestern im Pürsten-Stadion: Sven Kassen taucht frei vor Preußen-Keeper Axel Benus auf und verzieht. ·

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthESPELKAMP · Es war die letzte Aktion des Spiels, die einen für Union Varl total verkorksten Fußballtag abrundete: Dominik Wehbrink schoss den Ball in Richtung Espelkamper Tor, dort aber stand Mitspieler Andre Lange im Weg und „klärte“. Es wäre vielleicht  der Ausgleich gewesen in einem schwachen Bezirksligaspiel, das so aber mit Preußen Espelkamp II den richtigen 1:0 (0:0)-Sieger fand.

Der Auftritt der Varler gestern im Albert-Pürsten-Stadion – ein einziges Missverständnis. „Ernüchternd“, lautete der erste Kommentar von Trainer Sebastian Numrich, der nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Gerard-Michael Walker sichtlich um Worte rang. Die Worte, die Numrich dann wählte, um die Leistung seiner Mannschaft zu beschreiben, ließen an Klarheit nichts zu wünschen übrig: „Behäbig, langsam, lethargisch, ohne Leben.“

All das, was die Varler in dieser Saison immerhin schon zu zwei Siegen und durchweg ordentlichen Leistungen kommen ließ, war gestern nicht präsent. „Vielleicht haben einige Spieler die Aufgabe doch auf die leichte Schulter genommen. Dabei hätte jedem klar sein müssen, dass die Preußen-Reserve von ihrer Zweikampfstärke lebt“, betonte Numrich und gab offen und ehrlich zu: „Der Sieg für Espelkamp ist verdient.“

Den entscheidenden Treffer erzielte Daniel Penner in der 57. Minute, als er einen von der Varler Defensive zu kurz abgewehrten Ball unhaltbar für Marcel Redeker ins lange Eck wuchtete.

Die beste von ganz wenigen Chancen der Gäste hatte Sven Kassen, der nach einer Kopfballverlängerung von Andre Lange freistehend in abseitsverdächtiger Position vor Preußen-Keeper Axel Benus auftauchte und verzog (68.). Das war gleichzeitig die beste Szene von Stürmer Andre Lange, der ansonsten einen gebrauchten Tag erwischte und Glück hatte, dass er für ein Frustfoul an Daniel Penner nur gelb sah. Auch Sebastian Lange kam nach seinem harten Einsteigen gegen Daniel Fritz mit gelb davon.

Imponierend dagegen der Auftritt der Preußen-Reserve. Auch ohne ihren im Urlaub weilenden Trainer Uwe Adam schafften es die Espelkamper, sich zu organisieren und zu motivieren.

Überraschungself holt

die nächsten Punkte

Eugen Fritz und Co. agierten erneut griffig, gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und waren nach der Führung mit ihren Kontern über Budde und Salihi dem zweiten Tor näher als die Varler dem Ausgleich.

Für die Espelkamper Überraschungself bedeutete der gestrige Heimsieg die Saisonpunkte acht bis zehn. Union Varl hingegen bleibt bei sechs Punkten stehen – Punkte, die am Ende der Saison weh tun können.

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