Fußball: U16 des Hamburger SV gewinnt 15. Auflage des FreewayCup

Bayern-Besieger und Hoffnung für einen „Dino“

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Symptomatisch: Die Bayern gehen zu Boden, die HSVler stürmen dem Turniersieg entgegen.

Lübbecke - Von Andreas GerthBei den Profis ist der Hamburger SV als Bundesliga-Dino vom Aussterben bedroht, doch es gibt Hoffnung für den HSV: Rettung naht ! Die U16 der Hamburger um den überragenden Mats Köhlert gewann gestern Abend in Ostwestfalen in der ausverkauften Lübbecker Kreissporthalle die 15. Auflage des FreewayCup und trug sich bei den inoffiziellen Deutschen Hallenfußballmeisterschaften für U16-Mannschaften nach 2009 zum zweiten Mal als gefeierter Sieger ein.

Heinz-Dieter Holsing konnte sich bei der Siegerehrung ein Grinsen nicht verkneifen. „Hauptsache der HSV gewinnt“, hatte sich der Turnierchef als persönlichen Wunsch entlocken lassen – vor dem Turnier wohlgemerkt. Die Hoffnungsträger des HSV gewannen das an einen Bundesliga-Klassiker erinnernde Endspiel gegen den FC Bayern München mit 3:2 – für Holsing also ein Turnier mit Schleife.

Das lag nicht zuletzt an Mats Köhlert. Der quirlige Stürmer war der überragende Spieler des renommierten Turniers. Auch im Finale war er erfolgreich und traf zum zwischenzeitlichen 2:0. Doch die Bayern waren nicht geschlagen und sorgten für prickelnde Atmos-phäre bei den rund 3000 Zuschauern, als sie den Ausgleich schafften. Jonas Behounek war es schließlich, der den letzten, entscheidenden Treffer des Turniers zum HSV-Triumph erzielte.

Die Bayern antworteten nicht mehr. Vielleicht, um nicht ins Neunmeterschießen und noch mehr in zeitlichen Verzug zu kommen. Die Jungs des Rekordmeisters – um den kleinen Publikumsliebling Tom Zimmerschied – liefen im Endspiel quasi auf heißen Kohlen, weil sie den Zug Richtung Heimat erwischen mussten.

Doch auch andere Mannschaften konnten zufrieden sein. Erst im Neunmeterschießen des Halbfinals wurde die Erfolgsgeschichte des Felix Götze gestoppt. Der jüngere Bruder eines gewissen Mario Götze hatte von seinen Trainern ein Interviewverbot erhalten („um unseren jungen Spieler zu schützen“) und ließ stattdessen auf dem Feld Tore und Taten für sich sprechen. Felix Götze traf im Viertelfinale gegen Hoffenheim 23 Sekunden vor Spielende zum 3:3 und rettete seine Mannschaft ins Neunmeterschießen, wo Torhüter Dani Balic der gefeierte Held wurde.

Einen starken Torhüter hatte auch Werder Bremen mitgebracht. Dank Lukas Brinke schafften es die Bremer ins Halbfinale, wonach es am ersten Tag überhaupt nicht ausgesehen hatte. Da nämlich erlebten die Jungs von Frank Bender und Dennis Kahl mit der Niederlage im Gruppenspiel gegen die Minden-Lübbecker Mühlenkreisauswahl eine unliebsame Überraschung.

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