Baskets Rahden verpassen Traum vom Aufstieg nach 41:56 im Spitzenspiel

Niederlage bietet Chance, neu anzugreifen

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Die Fans im Rücken: Tan Caglar (l.) war am Samstag einer der besten Rahdener Spieler.

Rahden - Von Andreas Gerth. Das „Endspiel“ verloren und den Aufstieg verpasst. Doch nach einigen Momenten der Enttäuschung ging der Blick bei den Baskets Rahden schon wieder nach vorn. „Diese Niederlage ist für uns eine Chance, in der nächsten Saison neu anzugreifen“, sagte Stephan Rehling am Samstagabend in der Rahdener Gymnasiumsporthalle nach dem 41:56 (18:29) im Spitzenspiel der 2. Rollstuhl-Basketball-Bundesliga gegen den feiernden Meister Hannover United.

300 Zuschauer, darunter Baskets-Gönner Dietmar Harting, Trommler, Fahnen und zwei Fanlager, die alles gaben. Tabellenführer Hannover hatte einen Bus, 70 Anhänger und ebenfalls jede Menge positive Energie mitgebracht. „Erstligareif“ bezeichnete Rahdens Vereinsvorsitzender und Co-Trainer Stephan Rehling kurz und treffend die Atmosphäre im „Hexenkessel“. Der Rahmen für das Duell Zweiter gegen Erster am letzten Spieltag stimmte also – nicht aber Leistung und Endergebnis aus Sicht der Gastgeber, die hätten gewinnen müssen, um „United“ vom ersten Platz zu stoßen und sich den Traum vom Aufstieg in die erste Liga zu erfüllen.

„Glückwunsch

an Hannover“

„Glückwunsch an Hannover, sie sind verdient Meister geworden. Wir hingegen sind noch nicht erstligareif, das hat das Spiel leider deutlich gezeigt“, präsentierte sich Rehling nach der Niederlage sachlich und als guter Verlierer.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Rahdener begannen nervös, gerieten in Rückstand (18:29 zur Halbzeit), kämpften sich im dritten Viertel bis auf 36:38 heran, um Hannover im letzten Abschnitt wieder davonziehen lassen zu müssen. „Wir waren im dritten Viertel kurz davor, das Spiel zu kippen. Wenn uns der Ausgleich gelungen wäre, hätte das noch mehr Emotionen freigesetzt. Doch alles in allem hat Hannover unsere Stärken nicht entfalten lassen und verdient gewonnen“, analysierte Baskets-Coach Tarik Cajo.

„Mit dem Niveau des dritten Viertels hätten wir es gepackt“, ergänzte Rehling. Angeführt von Martin Steinhardt, Sören Müller und Tan Caglar machten die Rahdener aus dem 24:34 (25.) ein 36:38 – und Hoffnung. „Diese Phase hat gezeigt, was für uns möglich gewesen wäre“, betonte Stephan Rehling, um anschließend miterleben zu müssen, wie Hannover mit Beginn des vierten, entscheidenden Abschnitts das Heft wieder in die Hand bekam. Die Baskets hingegen agierten verkrampft, das Händchen beim Wurf zitterte.

Zu viele Fehlwürfe

im letzten Viertel

„Wir waren nahe dran am Ausgleich und haben einen leichten Ball vergeben. Ohnehin hatten wir im letzten Viertel zu viele Fehlwürfe und waren über das gesamte Spiel in der Abwehr nicht energisch genug am Stuhl des Gegners“, so Rehlings Analyse. Doch die Enttäuschung im Lager seiner Baskets war recht schnell verflogen und dem Stolz auf eine starke Saison mit zuvor elf Siegen in Folge und Platz zwei gewichen.

„Wir wollen die Mannschaft möglichst so zusammen behalten und in der nächsten Saison erneut oben dabei sein“, kündigt Spielertrainer Tarik Cajo an. „Und auf dem Weg dorthin tut uns diese Niederlage vielleicht ganz gut.“

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