Baskets bangen trotz des Erfolges gegen Bonn um den Bundesliga-Aufstieg

Hader nach dem Herzschlagfinale

+
Spielertrainer Tarik Cajo (r.) schirmt den Ball im Spiel gegen den ASV Bonn ab.

Rahden - Von Maik Hanke. Schlusszene im Spiel der Baskets 96 Rahden gegen den ASV Bonn: Es sind nur noch zwei Sekunden auf der Uhr, dann ein Pfiff der Schiedsrichterin. Der Rahdener Jens Wibbelt soll Thomas Becker gefoult haben. Zwei Freiwürfe für Bonn – Becker versenkt beide. Endstand: 74:69. Die Baskets gewinnen zwar, die zwei Freiwürfe könnten ihnen allerdings den Aufstieg in die erste Rollstuhl-Basketball-Bundesliga vermasselt haben.

Stephan Rehling hat sich die Szene nach dem Spiel nochmal auf Video angeschaut. „Das war ein ganz normaler Rollstuhlkontakt – wenn überhaupt“, sagt der Vorsitzende der Baskets. „Eine Schiedsrichter-Entscheidung hat uns alles genommen.“

Die Baskets hätten nämlich mit mindestens sieben Punkten Abstand gewinnen müssen, um in der Tabelle der zweiten Rollstuhl-Basketball-Bundesliga Bonn von der Tabellenspitze zu verdrängen. So waren es nur fünf Punkte Abstand.

„Das ist schon bitter“, sagt Stephan Rehling. „Der Kampfeswille war super.“ Die zwei Freiwürfe waren nur der dramatische Schlusspunkt eines Herzschlagfinals. Nur Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hatten die Baskets nicht einmal mit einem Sieg gerechnet.

Seine Mannschaft sei oft zu ungeduldig gewesen, erklärt Rehling, wollte den Gegner zu früh unter Druck setzen. Das misslang. „Wir waren immer gezwungen, vorne zu treffen, weil wir den Bonnern zu viele einfache Körbe erlaubt haben“, sagt Rehling. Bonn spielte eine starke Partie, allen voran Thomas Becker, Center der Nationalmannschaft, und Maike Norgall, die laut Rehling ein „Hammer-Spiel“ machte.

Praktisch während des gesamten Spiels musste Rehlings Mannschaft einem Rückstand hinterherfahren. Doch dann, im letzten Viertel, gingen plötzlich die Würfe rein, die vorher reihenweise daneben gingen. Bonn ließ allmählich konditionell nach, und die sogenannte Ganzfeldpresse funktionierte.

90 Sekunden vor Schluss lagen die Baskets noch mit fünf Punkten hinten. Dann traf Center Martin Steinhart einen Dreier, Bonn verwarf im Gegenzug einen Versuch und ganz knapp vor dem Schlusspfiff hob Tan Caglar noch einen Ball durch das Netz – 61:61.

Weil es im Basketball keine Unentschieden gibt, ging es eine fünfminütige Verlängerung. „Die Bonner waren konsterniert, und plötzlich treffen wir“, berichtet Rehling. Die Baskets gingen in Führung, schafften den erhofften Vorsprung – und dann, mit dem Schlusspfiff, folgte die Ernüchterung durch die zwei Becker-Freiwürfe.

Noch sind vier Spiele in der Saison zu spielen. Die Baskets glauben noch an ihre Chance. „Wir müssen unsere letzten vier Spiele alle gewinnen“, sagt Rehling, „und auf einen Ausrutscher von Bonn hoffen.“

Die Baskets spielen noch gegen die Paderborner Ahorn Panther (20. Februar), Alba Berlin (27. Februar), Jena Caputs (5. März) und den BBC Warendorf (19. März). Für Bonn geht es am letzten Spieltag gegen den RSC Osnabrück – das einzige Team, abgesehen von den Baskets, das die Bonner in dieser Saison schlagen konnte.

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Udo Lindenberg in der Bremer Stadthalle

Udo Lindenberg in der Bremer Stadthalle

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Kommentare