Aufregung steigt bei Annika Lekon und Johanna Heidemann vor Start bei Internationalen Meisterschaften in Berlin

Kleines Frühstück reicht

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Die „BSG-Delphine“ Johanna Heidemann (l.) und Annika Lekon mit Jugendwart Horst Beneker. Bei den Internationalen Meisterschaften in Berlin schwimmen die beiden jungen Stemwederinnen gegen Konkurrenz aus der ganzen Welt.

Espelkamp/Stemwede - Von Andreas Gerth. Für das Frühstück am Donnerstag braucht Nicole Lekon nicht viel einzukaufen. „Wenn die Aufregung steigt, isst Annika kaum etwas“, verrät die Mama. Von Donnerstag bis Sonntag starten die beiden Stemwederinnen Annika Lekon und Johanna Heidemann in Berlin bei den 29. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung – da sind Aufregung und wenig Appetit natürlich vorprogrammiert.

Mehr Hunger haben die zwölfjährige Annika Lekon aus Wehdem und die 16- jährige Johanna Heidemann aus Twiehausen auf sportliche Erfolge. Sie sind die einzigen beiden Schwimmerinnen aus Reihen der BSG Espelkamp, die sich mit ihren Leistungen für das „Highlight“ im Berliner Europasportpark qualifiziert haben. „Da kommt nicht jeder hin“, unterstreicht ihr Trainer Horst Beneker.

Bemerkenswert ist dies allein deshalb, weil die anderen deutschen Starter meist aus den großen Leistungszentren wie Potsdam, Leipzig, Köln oder Leverkusen kommen. „Dort gibt es ganz andere Trainingsumfänge als bei uns“, erklärt Beneker, dem es jedoch gelungen ist, zusammen mit seinen Übungsleitern ein kleines, feines Schwimmteam zu formen. Das zeigte sich, als die Espelkamper im „goldenen März“ von den Meisterschaften in Braunschweig, Chemnitz und Rostock mehrere Goldmedaillen und weitere Podestplatzierungen mitbrachten.

Nun aber geht es für Johanna Heidemann und Annika Lekon noch eine Stufe höher. „In Berlin sind Schwimmer aus 40 Nationen wie Indien, Australien, Kanada, den USA, Singapur, Mexiko, Israel und Japan dabei. Die deutschen Starter kommen aus 50 Vereinen, es gibt 568 Starter und 46 Staffeln“, zählt Beneker auf. Angst, dass die „kleinen Espelkamper“ im Konzert der Großen untergehen könnten? „Nein“, lacht der Jugendwart. „Der Behindertensport ist eine große Familie. Dort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre.“

Dabeisein ist alles? Nicht ganz. Die jungen Stemwederinnen haben durchaus ehrgeizige Ziele, an die sie im Berliner Becken herankommen wollen. „Eine Medaille wäre richtig gut“, sagt Annika Lekon, die in nicht weniger als zehn Wettbewerben (Freistil, Rücken, Schmetterling) auf den Startblock gehen möchte. Selbst über vier Wettkampftage verteilt ein strammes Programm. Eine Top-Ten-Platzierung in ihrer Altersklasse der Jugend A hat Johanna Heidemann im Visier.

Unterstützt werden die zwei „Goldfische“ der BSG in Berlin von Jugendwart Horst Beneker, den drei jungen Übungsleitern Nadine Meerhoff, Stefanie Halwe und Benjamin Samson sowie der Familie Lekon. „In Berlin werden wir bestimmt auch auf den einen oder anderen Paralympics-Sieger treffen“, erzählt Nicole Lekon, die beim TV Bohmte

Ausschau halten nach

Paralympics-Siegern

Leiterin der Schwimmabteilung ist und dort ihre Tochter zusätzlich unterstützen kann. Die Superstars des internationalen paralympischen Schwimmens wie Jessica Long (USA), Eleanor Simmonds (England), Federico Morlacci (Italien), Brenden Hall (Australien), Sebastian Iwanow, Elena Krawzow und Daniela Schulte (Deutschland) geben sich in Berlin ein Stelldichein. Kein Wunder also, dass bei Annika Lekon und Johanna Heidemann die Aufregung langsam steigt und der Appetit aufs Frühstück nicht mehr ganz so groß ist.

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