Finstere Aussichten beim TuS N-Lübbecke für Heimspiel gegen Eisenach

Aufbauarbeit und Beschäftigungstherapie

+
Trainer mit Wut im Bauch: Dirk Beuchler bei der Kapitulation in Flensburg. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthDirk Beuchler schiebt Frust. Der Trainer des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke ist beinahe arbeitslos, denn an ein vernünftiges Training ist derzeit beim Tabellenzehnten nicht zu denken. Etliche Spieler sind angeschlagen, sowohl körperlich als auch mental nach der hohen Pleite in Flensburg. Gute Vorzeichen für das Heimspiel am kommenden Samstag, 1. März, gegen „Kellerkind“ ThSV Eisenach (Merkur-Arena, 19 Uhr) sehen anders aus.

„Im Moment ist die Situation nicht gerade einfach, weil man nur wenig machen kann“, räumt Dirk Beuchler ein. Die von ihm geleiteten Einheiten sind in diesen Tagen mehr Beschäftigungstherapie als ein ordentliches Training eines Handball-Erstligisten.

Arne Niemeyer fällt weiterhin aus. An einen Einsatz des am Knie operierten Rechtshänders ist in den nächsten Wochen nicht zu denken. Sorgen bereitet auch weiterhin Jens Schöngarth. „Wenn ich werfe, kommt einfach nicht so viel heraus, wie vor der Verletzung“, berichtet der Linkshänder mit anhaltenden Schulterproblemen. Kreisläufer und Abwehrspezialist Mattias Gustafsson laboriert an einer Nasen- und Nebenhöhlenvereiterung, auch der Pole Pawel Niewrzawa hütete das Bett mit einer Erkältung. Zu allem Überfluss konnte zu Wochenbeginn auch Linksaußen Tim Remer nicht mittrainieren, da ihm ein Weisheitszahn gezogen wurde. Und Trainer Dirk Beuchler ? Der schüttelt angesichts dieser personellen Sorgen nur noch mit dem Kopf.

Der Coach ist augenblicklich ohnehin mehr als Aufbauhelfer gefragt. So zum Beispiel für Drago Vukovic und Ales Pajovic, die bei der 20:31-Pleite in Flensburg – die höchste Saisonniederlage des TuS N-Lübbecke – einen rabenschwarzen Tag erwischten und mit der Mannschaft untergingen. „Das war nicht einfach schwach, das war total schlecht. So viele Fehler, wie wir in Flensburg gemacht haben, darf man sich nicht erlauben“, ist der Ärger bei Dirk Beuchler noch immer zu spüren. Die Zügel im Training anziehen, kann er aber nicht, weil ja kaum jemand da ist...

Von seinen Zielen für die Rückrunde rückt der 43-Jährige jedoch nicht ab. Sechs der sieben Heimspiele will Beuchler gewinnen. Der erste Streich gelang mit dem hart erkämpften 23:22 gegen Gummersbach, auch Teil zwei gegen den Tabellenvorletzten aus Eisenach sollte machbar sein – unter normalen Umständen.

Das dritte Heimspiel ist dann das Derby gegen GWD Minden am Samstag, 15. März. Anders als für die Partie gegen Eisenach sind dafür nur noch wenige Karten zu haben. Sitzplatzkarten sind längst ausverkauft, zu haben sind noch rund 250 Stehplatztickets.

Weitere Heimspielgegner sind der SC Magdeburg (am 29. März), TBV Lemgo (26. April), TV Emsdetten (10. Mai) und THW Kiel (18. Mai). Doch erst einmal wäre Dirk Beuchler schon zufrieden, wenn man am Samstagabend ein Tor mehr als der ThSV Eisenach erzielen könnte.

Terror gegen Teenager: Viele Tote bei Konzert in Manchester

Terror gegen Teenager: Viele Tote bei Konzert in Manchester

Sanierung der A1 nach Gefahrgut-Unfall

Sanierung der A1 nach Gefahrgut-Unfall

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Frühlingsmarkt der Freien Waldorfschule in Bruchhausen-Vilsen

Frühlingsmarkt der Freien Waldorfschule in Bruchhausen-Vilsen

Kommentare