Fußball-Kreisliga A: SC Isenstedt unbeeindruckt zur Herbstmeisterschaft

Alswedes Altherren: Mit Ü40-Power zu drei Punkten

+
Weiß noch immer mit dem Ball umzugehen: Tevfik Cengiz holte mit den Alswedern einen wichtigen Dreier. · Fotos (2): Pollex

Minden-luebbecke - Von Andreas GerthISENSTEDT · Da sage noch einer, Kreisliga-Fußball sei langweilig ! Der 13. Spieltag der Kreisliga A hatte jede Menge Tore (37 in sieben Partien) und gleich mehrere Kuriositäten zu bieten: Eine zerrissene Rote Karte, eine erfolgreiche Ü40- Mannschaft und eine Spielabsage, die vielerorts für Kopfschütteln sorgte. Unbeeindruckt von alledem tritt der  SC Isenstedt auf. Mit dem 7:0-Heimerfolg gegen Blau-Weiß Vehlage machte die Mannschaft von Trainer Axel Krüger vorzeitig die Herbstmeisterschaft perfekt.

Einige sehen in Isenstedts zwölften Sieg im 13. Saisonspiel sogar schon eine Vorentscheidung im Titelrennen. Dem allerdings widerspricht ISC-Coach Axel Krüger energisch: „Es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen. Wir haben ein Etappenziel erreicht, mehr noch nicht.“ Recht hat Krüger, denn am Sonntag bei Türk Gücü Espelkamp und dann am 17. November zu Hause gegen TuRa Espelkamp warten nun zwei richtungsweisende Spiele auf die ja noch immer unbesiegten ISCler. Doch so wie Götze, Gieselmann, die Vogts und Torjäger Koch derzeit auftrumpfen, könnte es bis zur Vorentscheidung tatsächlich nicht mehr lange dauern.

Schmitz: „Zwei

Punkte verschenkt“

Zumal es den Verfolgern an Konstanz fehlt. Der TuS Dielingen stolperte unlängst in Vehlage (1:3), TuRa Espelkamp ließ jetzt beim 3:3 in Blasheim ebenfalls wichtige Punkte liegen. „Diese zwei Punkte haben wir absolut unnötig verschenkt“, ärgerte sich TuRa-Trainer Klaus Schmitz. Seine Mannen hatten in Blasheim die Riesenchance zum 3:1, kassierten stattdessen aber im Gegenzug das 2:2. Auch beim dritten Gegentor machte TuRa-Keeper Sven Eckert eine unglückliche Figur. So passte es ins Bild, dass Thomas Gräber die Chance zum 4:3- Happy End ebenfalls nicht nutzen konnte.

Am kommenden Sonntag treffen mit TuRa Espelkamp und dem TuS Dielingen die beiden Verfolger des Tabellenführers aufeinander, was den schon jetzt mit sieben Punkten Vorsprung führenden Isenstedtern natürlich in die Karten spielt. Die Dielinger sind für dieses Verfolgerduell auf jeden Fall ausgeruht. Ihr Heimspiel gegen Türk Gücü Espelkamp war abgesagt worden. „In der Nacht davor hat es viel geregnet und der Platz ist in einem schlechten Zustand“, ließ Trainer Tom Westerwalbesloh wissen. Komisch nur, dass alle anderen A-Liga-Spiele stattfinden konnten.

Die Spielabsage in Dielingen machte eine weitere Kuriosität am 13. Spieltag erst möglich. So nämlich konnte der spielfreie Türk-Gücü-Trainer Tevfik Cengiz als Spieler für den HSC Alswede auflaufen. Cengiz spielt für Alswedes Altherren und musste sich diesbezüglich am Sonntag nicht mal großartig umstellen – sieben Spieler der Schwarz-Gelben sind älter als 40 Jahre. Umso verblüffender, dass es zu einem 2:1-Sieg gegen den SSV Pr. Ströhen reichte.

„Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, damit wir in Sachen Klassenerhalt im Geschäft bleiben, und das ist uns gelungen“, jubelte Trainer Oliver Oller. Mit Markus Möller (45 Jahre), Dierk Vullriede (43), Tevfik Cengiz (43), Uli Haseloh (42), Thorsten Korejtek (42), Jens Dierks und Salih Korkmaz (beide 40) haben die Alsweder zweifelsohne ein starkes Ü40-Team beisammen, das offenbar auch noch dem einen oder anderen A-Liga-Konkurrenten in die Suppe spucken kann.

Durch den zweiten Saisonsieg der Alsweder rutschte der TuS Levern wieder ans Tabellenende. Das 0:0 in Fabbenstedt hielten die Leverner nur 60 Minuten, danach schlug es dreimal im Kasten von Torwart Piet Nobbe ein. Mit Adnan Hani hatte Spielertrainer Holger Binder einen Offensivakteur für die erste Mannschaft reaktiviert, doch Zählbares brachte diese Variante noch nicht. Am Sonntag haben die Leverner nun ein Heimspiel gegen Blau-Weiß Oberbauerschaft, dann geht es zum direkten Abstiegskonkurrenten TuS Tengern III.

Bohlmann: Ein ganz

schwaches Spiel von uns

Einen kuriosen und vor allem torreichen Verlauf nahm am Sonntag auch die Partie zwischen dem SV Hüllhorst und SuS Holzhausen. Bis zu 81. Minute führten die Hüllhorster mit 3:2, und Holzhausens Trainer Jörg Bohlmann drohte rot anzulaufen. Erst ein energischer Endspurt mit drei Toren zum 5:3 bewahrte die Holzhauser vor einer peinlichen Niederlage und einer Standpauke ihres Trainers. „Das war ein ganz schwaches Spiel von uns“, ärgerte sich Bohlmann.

Etwas Luft geschöpft in der unteren Tabellenhälfte hat der VfL Frotheim. Die Grün-Weißen holten mit dem 4:1 beim FC Lübbecke einen überraschenden Dreier und wussten nach Spiel-ende, bei wem sie sich zu bedanken hatten: Sebastian Bollmeier sorgte mit seinen Toren in der 2. und 6. Minute für einen Blitzstart des VfL und war auch am 3:1 und 4:1 beteiligt. Im nun folgenden Heimspiel gegen Alswede haben die Frotheimer nun sogar die große Chance, ins ruhigere Mittelfeld vorzustoßen.

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Kommentare