Fußball-Bezirksliga: Union Varl heute im Nachholspiel gegen den TSV Schötmar

Alles besser machen

Jens Meier kehrt nach seiner Gelbsperre zurück ins Team bei der Spvgg Union Varl. - Archivfoto: Russ

Varl - Dass es mittlerweile 14 Punkte Abstand zum rettenden Ufer sind, der heutige Gegner TSV Schötmar Tabellensechster der Fußball-Bezirksliga ist und der Gegner am kommenden Sonntag, SV Werl-Aspe, zuletzt 0:9 gegen Bad Oeynhausen verloren hat, interessiert Philipp Knappmeyer nicht mehr. Punkterechnungen, der Blick auf die „Schlagbarkeit“ der nächsten Gegner – das alles verbiete sich mittlerweile. „Es geht komplett um uns selber“, sagt er vor dem heutigen Nachhol-Heimspiel gegen Schötmar (19.30 Uhr).

Eigentlich, so Knappmeyer, müsste ein Auftritt wie der beim desolaten 1:4 gegen Union Minden am vergangenen Sonntag personelle Konsequenzen nach sich ziehen. So dünn wie der Kader des abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten aber derzeit besetzt ist, geht das kaum. Noch wichtiger als die Besetzung, sagt Knappmeyer, sei allerdings die Vorbereitung und die Einstellung zum Sport.

Es könne nicht angehen, dass seine Mannschaft zunächst ein ordentliches Spiel wie das 1:1 gegen den TuS Bruchmühlen abliefert und es im nächsten Spiel gegen Minden wieder an allem vermissen lässt, was man braucht, um ein Spiel zu gewinnen. Konstanz zeige sich eben nicht nur in Ergebnissen – „sondern in der korrekten und sportlichen Haltung zur Aufgabe“.

Gegen Schötmar gilt es also, wieder alles besser zu machen als gegen Minden – das Timung beim Anlaufverhalten, das gemeinsame Verteidigen, das Zustellen von Passwegen, und so weiter.

Trainer Knappmeyer hält Schötmar für die spielerisch vielleicht beste Mannschaft in der gesamten Bezirksliga. „Eine unfassbar technisch beschlagene Mannschaft.“ Vor deren Qualität und Einstellung zum offensiven Fußball ziehe der Varler Trainer seinen Hut. „Das nötigt mir Respekt ab“, sagt er.

Der Tabellensechste ist allerdings auch nicht ohne Makel. Knappmeyer hat bei Schötmar Schwächen im Umschaltspiel in die Defensive ausgemacht. Nicht umsonst habe die Mannschaft schon 41 Gegentore bekommen.

Gegen Schötmar, aber auch gegen alle anderen Gegner, müsse man zwangsläufig zusehen, dass man mithält, indem man mitspielt. Denn sich nur hinten reinzustellen und zu hoffen – das wäre ein „Sterben auf Raten“, sagt Knappmeyer.

Fehlen werden dem Trainer voraussichtlich neben Sebastian Lange (Arbeit) und den Langzeitausfällen auch Benjamin Drumann und Steffen Wegehöft. Gestern Nachmittag standen die Absagen allerdings noch nicht endgültig fest. Jens Meier, der gegen Bruchmühlen ein ordentliches Spiel machte, kehrt nach seiner Gelbsperre ins Team zurück. Deswegen wird auch ein Einsatz des Spielertrainers Philipp Knappmeyer unwahrscheinlich.

Auch morgen stehen Nachholspiele an: Der FC Preußen Espelkamp will ab 19.30 Uhr beim Tabellenletzten TuS Windheim Selbstvertrauen tanken, ehe am Sonntag das Spitzenspiel beim Tabellenführer BV Stift Quernheim ansteht.

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