44. ADAC Stemweder Berg Rallye: Marcel Wendt disqualifiziert

Starkes Rennen endet mit großer Enttäuschung

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Während der Service-Pause hatte Marcel Wendt noch allen Grund zum Lächeln. Er lag in den Top Ten und damit voll im Zeitplan. Am Ende des Rennens wurde er allerdings disqualifiziert.

Stemwede - Von Melanie Russ. Der Tag hatte gut begonnen für Marcel Wendt. Schon nach den ersten Wertungsprüfungen sah man im Lager des Opel-Adam-Piloten nur lächelnde Gesichter. „Wir liegen gut in der Zeit. So kann es ruhig weitergehen“, freute sich Jürgen Wendt. Und so schien es zunächst auch weiter zu gehen. Am Ende der 44. ADAC Stemweder Berg Rallye stand für den Stemweder und seinen Co-Piloten Kay Papenfuß ein siebter Platz in der Opel-Rallye-Cup-Wertung. Doch dann der Dämpfer. Wendts Opel Adam wurde von der Wertung ausgeschlossen.

Bei der technischen Abnahme entdeckten die Offiziellen zwei kleine Distanzsscheiben an den Hinterrädern, die nicht zur Serienausstattung des Adam gehören. Das bedeutete die Disqualifikation und für Wendt und Papenfuß einen herben Rückschlag nach dem so vielversprechenden Start in die Saison. Statt auf Rang sieben in der Gesamtwertung vorzurücken, fielen sie auf Platz 15 zurück.

Für das Stemweder Duo war das Rennen eine besondere Herausforderung. Zum einen wollten Wendt und Papenfuß den guten Saisonstart im zweiten Lauf der Serie bestätigen und sich damit für höhere Aufgaben in der kommenden Saison empfehlen. „Außerdem ist ein Heim-Lauf immer etwas Besonderes. Da will man natürlich besonders glänzen“, verrät Jürgen Wendt. Ziel sei es, immer in den Top Ten mitzufahren und es vielleicht das ein oder andere Mal unter die besten Fünf zu schaffen, sagt Wendt mit Blick auf das kommende Jahr. Dann erreicht der Stemweder Pilot die Altersgrenze der Nachwuchsklasse. Bei guten Platzierungen im Opel Rallye Cup bestünde dann vielleicht die Perspektive, in einen „großen“ Opel umzusteigen. Doch das ist noch Zukunftsmusik, wie Wendt betont.

Die Gesamtwertung der Stemweder Berg Rallye gewannen Ruben Zeltner und Helmar Hinneberg mit ihrem Porsche 911 GT 3. Mit elf Bestzeiten bei den auf 109,4 Kilometer verteilten zwölf Wertungsprüfungen lieferten sie eine souveräne Vorstellung ab. Damit baute das Duo zum Ende der ersten Saisonhälfte seine Führung in der Deutschen Rallye Meisterschaft aus und übernahm Platz eins im Rallye Masters.

Den Opel Rallye Cup gewannen die Dänen Jacob Madsen und Ole R. Frederiksen, die nach ihrem dritten Rang beim Saisonstart auch in den zwölf hart umkämpften Wertungsprüfungen die Nerven behielten und sich an die Spitze der Gesamtwertung setzten. „Uns ist nicht ein gravierender Fehler unterlaufen, und das war der Schlüssel zum Sieg. Denn es war heute sehr einfach, einen Fehler zu machen, wie die vielen Zwischenfälle bewiesen haben“, strahlte Madsen.

Ein „Zwischenfall“ wurde den Gewinnern beim Saisonauftakt, Emil Bergkvist und Sofie Lundmark, zum Verhängnis. Schon während der zweiten Wertungsprüfung versenkten sie ihre Siegchancen in einem Graben. Zwar blieb der Opel nahezu unbeschädigt, doch die Bergung dauerte gut 50 Minuten. Danach blieb den Schweden nur noch Schadensbegrenzung.

Der zweite Lokalmatador Niklas Stötefalke aus Bad Oeynhausen fuhr mit seinem Co-Piloten Thomas Hanak auf Platz acht und verbesserte damit auch seine Position in der Gesamtwertung um zwei Plätze auf Rang acht. „Wir hatten recht früh Probleme beim Runterschalten in den zweiten beziehungsweise ersten Gang. Dadurch haben wir Zeit verloren sind aber trotzdem gut durchgekommen“, ist der Opel-Pilot zufrieden.

Während der eine Stemweder mit dem Rallye-Verlauf alles andere als glücklich sein kann, ist ein anderer Stemweder rund um zufrieden. „Die Veranstaltung ist gut verlaufen. Wir haben viele lobende Worte bekommen, vor allem auch für die neuen Wertungsprüfungen“, zieht Wolf-Otto Weitekamp, Vorsitzender des AMC Stemweder Berg, ein rundweg positives Fazit. „Die Vorbereitung ist bei einem Meisterschaftslauf doch noch mal intensiver.“ Im Vorfeld mussten Strom- und Wasserleitungen verlegt werden, während des Rennens kümmerten sich die AMCler um die Betreuung der Opel-VIP-Gäste. Umso mehr freut sich Weitekamp über die Anerkennung von Offiziellen und Fahrern. Auch die Begeisterung der Zuschauer sei fantastisch gewesen, so Weitekamp. An einigen Zuschauerpunkten hätten die Anwohner sogar in Eigeninitiative Würstchen für die Besucher gegrillt.

Marcel Wendt hat nun knapp zwei Monate Zeit, den Rückschlag zu verdauen. Der nächste Lauf zum ADAC Opel Rallye Cup steigt am 8. und 9. August anlässlich der ADAC Cosmo Rallye Wartburg rund um Eisenach. Dazwischen können die Teams mit der ADAC Rallye Niedersachsen am 5. Juli eine Testveranstaltung bestreiten.

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