Fußball-Bezirksliga: VfL Frotheim hilft nach 3:4 gegen Wulferdingsen nur noch ein Wunder

„Abgestiegen ist man erst, wenn es rechnerisch fest steht“

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Ein Foul und seine Folgen: Die Frotheimer bekamen einen Elfmeter zugesprochen, den sie zum 2:1 verwandelten, Sebastian Bollmeier schied aber verletzt aus – ihm droht das Saisonaus. ·

Minden-luebbecke - FROTHEIM · „Es passt zum Wetter“, knurrte Holger Sarres im Frotheimer Regen. Der VfL hat das erste von drei Endspielen mit 3:4 (1:1) verloren und benötigt nun für den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga schon ein kleines Wunder.

Enttäuscht und geknickt lagen die Gastgeber nach dem Abpfiff auf dem umgepflügten Acker, denn neben dem Kellerduell gegen den SuS Wulferdingsen (3:4) verloren sie außerdem ihren Torjäger vom Dienst, Sebastian Bollmeier.

Die Partie begann ausgeglichen und umkämpft. Wulferdingsen war nach Standards gefährlich, Frotheim versuchte durch die reifere Spielanlage zum Abschluss zu kommen. „Durch unsere geringere Körpergröße waren wir auf dem rutschigen Geläufen wohl etwas wendiger unterwegs“, erklärte Sarres.

Die erste Großchance der Partie hatte Sören Manske, doch er scheiterte frei auf das Tor zulaufend. Fast im Gegenzug fingen sich die Gastgeber das frühe 0:1 nach nur sechs Spielminuten durch Johann Janzen. „Das ist irgendwie symptomatisch für diese Saison. Vorne vergeben wir die dicke Möglichkeit und sind dann hinten unaufmerksam“, stöhnte der Trainer. Doch der VfL zeigte sich nicht groß geschockt und spielte weiter. Nach einer knappen halben Stunde brachte Christoph Meyhoff einen Freistoß herrein, den Torjäger Sebastian Bollmeier zum Ausgleich einköpfte.

Nach der Pause wurde es dann hektisch. Bollmeier wurde von Martin Keulertz von hinten umgegrätscht. Schiedsrichter Gerbrandt entschied zwar auf Strafstoß, zeigte aber nicht die fällige rote Karte für Gerbrandt. Bollmeier musste verletzt ausgewechselt werden, ihm droht das Saisonaus. Unschöne Szenen auch um die Aktion herum. Zuerst legten sich einige Spieler des SuS mit den Frotheimer Zuschauern an, Torwart Wormuth warf sogar eine Flasche Richtung Publikum, verfehlte aber zum Glück sein „Ziel“.

Zwar verwandelte Meyhoff den Strafstoß sicher zum 2:1, trotzdem war diese Szene für Holger Sarres der Knackpunkt des Spiels. „Dadurch fehlte uns jede Entlastung nach vorne. Dass Bolle uns als Konterspieler wegbricht, konnten wir nicht auffangen. Ich hätte liebend gerne auf den Elfmeter verzichtet, dafür aber mit Bolle die Partie zu Ende gespielt“, betonte er.

Die Gäste machten Druck, der VfL konnte sich nicht mehr richtig befreien. Lucas Machmeier (60.) und ein Doppelpack von Benedikt Ruschmeier (74./83.) drehten das Spiel zu Gunsten der „Wölfe“. Frotheim zeigte Moral, kämpfte bis zum Abpfiff, konnte aber nur noch den 3:4 Anschluss durch Bastian Pott in der Nachspielzeit erzielen.

„Abgestiegen ist man erst, wenn es rechnerisch fest steht. Solange machen wir weiter“, gab sich Holger Sarres trotz der Enttäuschung kämpferisch und machte sich anschließend daran, seine auf dem Boden hockenden Spieler aufzurichten. · flo

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