16-Jähriger gewinnt Barre-Stilpokal im Rahmen der 54. Desteler Pferdetage

Baust und Dettmer – junge Garde macht das Rennen

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Platz zwei im Pas de Deux für den Merkur-Cup gab es für Christine Lindemann und Svenja Hennerkes von Gastgeber RV Destel.

Destel - Von Sonja Rohlfing. Die junge Garde hat die Routiniers gekonnt abgehängt. Platz eins und zwei im Finale des Barre Stilpokals in Destel machten Fabian Baust (RZFV Stadthagen) und Ann Katrin Dettmer (RV Frotheim-Isenstedt) in spannenden Runden unter sich aus. Gebeutelt war der RV Destel einmal mehr vom Wetter. Nach zwei Turniertagen mit Sonnenschein ließen Starkregen und Gewitter am Sonntagmorgen die 54. Desteler Pferdetage fast auf der Kippe stehen.

Die ersten Prüfungen am Sonntag mussten nach dem heftigem Regen ausfallen. „Wir hatten zwei super Tage und wollten schon fast ein Kreuz im Kalender machen“, erklärt Nadin Henke. „Aber die Desteler Pferdetage ohne Regen gehen irgendwie nicht“, muss die Geschäftsführerin des Vereins feststellen. Überlegt worden sei, den ganzen Turniersonntag abzusagen.

Starkregen – Turnier am

Sonntag auf der Kippe

In Absprache mit Turnierleitung, Chef-Richter und Parcourschef habe man dann entscheiden, zunächst einmal anzufangen und das Beste aus der Situation zu machen. Das Programm vom Dressurplatz wurde in die Halle verlegt und die Präsentation der Fahrabteilung abgesagt, um den Boden des Hauptplatzes für das Finale des Barre Stilpokals zu schonen.

Acht Reiter waren in der Siegerrunde dieses M*- Springens startberechtigt. Fabian Baust auf Catoka und Ann Katrin Dettmer auf Chicago durften durch ihre guten Ergebnisse der Vorrunde als letzte Teilnehmer auf die Siegerrunde gehen. Die 18-Jährige aus Porta Westfalica, die auf dem achtjährigen, imposanten, braunen Wallach schon am Freitag die zweite Abteilung eines ersten M-Springens in Destel gewonnen hatte, legte mit einer umsichtigen Nullrunde in 45.69 Sekunden vor. Fabian Baust war auf der neunjährigen braunen Stute in Familienbesitz ebenfalls fehlerfrei, aber noch schneller unterwegs. Bei 45.55 Sekunden stoppte die Zeit für das Paar. „Ich wollte erst einmal mit Null durchkommen“, freut sich der 16-jährige Schüler, dass er nun gleich den wuchtigen Wanderpokal der Privatbrauerei für ein Jahr mit nach Hause nehmen darf.

Dritte wurde Daphne Bulmahn vom RV Petershagen-Eldagsen. Sie blieb auf Luca in der Siegerrunde ebenfalls ohne Fehler, war jedoch mit einen halben Zeitstrafpunkt aus dem Normalparcours belastet. Platz vier ging an den Vor- und Vorvorjahressieger der Turnierserie, Gerd Könemann vom RFV Brüninghorstedt-Schamerloh-Warmsen. Seine kleine zwölfjährige Hannoveraner Stute Alexa v.M., mit der er beim Himmelfahrt-Turnier in Pr. Ströhen triumphiert hatte, sprang beherzt, wie man es kennt. Nach einer Nullrunde im Normalparcours schlich sich bei dem Paar in der Siegerrunde jedoch ein Abwurf ein. Die schnellste Zeit hätten beide gehabt. Ronny Lösche (ZRFV Ovenstädt), Gewinner von 2012, konnte diesmal keins seiner beiden Pferde in die Siegerrunde bringen.

In den Wertungsprüfungen für den Merkur-Cup nahmen der RFV St. Georg Pr. Oldendorf (Springen) und die RSG Holzhausen II (Dressur) die goldenen Schleifen für Platz eins mit nach Hause. Boden gut in der Gesamtwertung machte der Gastgeber. Platz zwei gab es für die Desteler Mannschaftsreiter sowohl im Stilspringen als auch im Pas de Deux. Die dritten Ränge sicherten sich RFV Hille (Dressur) und der 1. Vehlager ZRFV (Springen).

Henke: Fortsetzung

richtige Entscheidung

„Die Entscheidung, das Turnier fortzusetzen, war richtig“, resümiert Nadin Henke. Trotz witterungsbedingter Absagen habe eine gute Anzahl Reiter zur Stange gehalten. „Auch die Zuschauer sind uns treu geblieben.“ Bei ihnen, den Aktiven und allen Nachbarn, die spontan Parkplätze für die Pferdetransporter zur Verfügung gestellt haben, bedankt sich die Geschäftsführerin.

„In der Haut des Veranstalters hätte keiner stecken wollen“, merkt Richter Carsten Tech an. „Am Ende ist es trotz allem eine runde Sache geworden“, freut sich der Unparteiische aus Espelkamp.

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