Landesligist nach 3:1-Führung nur 3:3 / Lemwerders Iacovozzi trifft dreifach

Zwiespältige Melchiorshauser Gefühle

Machte besonders in der ersten Halbzeit viel Druck über rechts und erzielte auch das Melchiorshauser Tor zur 2:1-Führung: Lucas Heinemann (vorn).
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Machte besonders in der ersten Halbzeit viel Druck über rechts und erzielte auch das Melchiorshauser Tor zur 2:1-Führung: Lucas Heinemann (vorn).

Melchiorshausen – Einige Spieler des Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen standen nach dem Abpfiff mit den Händen in der Hüfte auf dem Platz und wussten nicht so recht, wie sie das Match denn nun einschätzen sollten. Mit 3:1 hatten die Blau-Weißen vor 40 Zuschauern gegen den SV Lemwerder geführt, doch am Ende sprang nur ein 3:3 (3:1) heraus.

Auch Trainer Lars  Behrens war hin- und hergerissen: „Wir hatten ja auch Chancen für ein frühes viertes Tor. Dann wäre es wohl gelaufen gewesen. Aber leider muss ich auch sagen, dass sich Lemwerder den Punkt in der zweiten Halbzeit noch verdient hat. Besonders mit deren Sturmmitte hatten wir so unsere Probleme.“

Das galt in erster Linie für den 29-jährigen Sandro Iacovozzi, der alle drei Treffer für die Gäste erzielte und zusammen mit Sturmpartner Tim Weinmann viel Gefahr ausstrahlte.

So bereits nach 180 Sekunden, denn da schockte er Melchiorshausen mit einem verwandelten Freistoß aus 18 Metern. Das wiederum brachte Melchiorshausens Co-Trainer Marc Schönthal auf die Palme: „Gut geschossen, aber es hätte nie im Leben Freistoß geben dürfen.“

Sein Team jedoch steckte das sehr schnell weg, denn schon in der siebten Minute glich Torjäger Kevin Nienstermann nach Rechtsflanke von Lucas Heineman mit seinem fünften Saisontreffer zum 1:1 aus.

Und die Gastgeber wollten und bekamen mehr: Nur 120 Sekunden später das gleiche Schema – diesmal von der linken Seite: Flanke Dominik Resow, und in der Mitte sagte Heinemann aus fünf Metern mit dem 2:1 danke. Danach musste Kapitän Marvin Nienstermann noch einmal auf der Linie klären (16.), aber ansonsten hatte das Behrens-Team alles im Griff. Und schaffte in der 25. Minute die scheinbare Vorentscheidung. Nach einem verlängerten Einwurf stand Offensivmann Lucas Kracke goldrichtig und drückte die Kugel aus sechs Metern zum 3:1 über die Linie. Zu diesem Zeitpunkt sprach wirklich nichts dafür, dass Melchiorshausen den zweiten Saison-Dreier nicht einfahren würde.

Aber Lemwerder gab sich keineswegs auf. Vor allem nach Bällen in die Spitze auf Weinmann und Iacovozzi wurde es meist gefährlich. „Ab und an waren wir hinten nicht sicher, obwohl wir keine ganz großen Schnitzer produziert haben“, bilanzierte Behrens. Aber die individuelle Klasse von Iacovozzi ließ den Hausherren den Sieg noch durch die Hände flutschen.

In der 60. Minute traf der Offensivmann aus 13 Metern flach ins linke Eck – da konnte sich Keeper Jens Ruscher noch so strecken. Und zehn Minuten später fiel gar der Ausgleich: Marvin Nienstermann hatte ein Duell gegen Weinmann verloren, der Ball kam zu Iacovozzi, der sich die Chance zum 3:3 nicht nehmen ließ.

In den letzten Minuten versuchten die Platzherren noch alles, um das Spiel zu gewinnen. Marvin Nienstermann gab seinen Job in der Innenverteidigung auf und rückte zwei Stationen nach vorn. Aber auch das half nicht mehr, denn wenig später war Schluss. Und die Melchiorshauser wussten nicht, wie sie nun mit diesem Ergebnis umgehen sollten.

Von Gerd Töbelmann

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