Zweitplatzierte Brinkumer empfangen Spitzenreiter / „Müssen hungrig bleiben“

Zuckerbrot und Peitsche: Offermanns Art kommt an

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Mehr, mehr, mehr – Brinkum gewann zuletzt sieben Spiele in Folge, mit 35:4 Toren. Doch Trainer Dennis Offermann (l.) sieht keinen Grund, sich zurückzulehnen: „Wir streben danach, uns weiterhin zu verbessern.“ Um gegen den Spitzenreiter SG Aumund-Vegesack zu punkten, wird auch Saimir Dikollaris (r.) Torriecher gefragt sein.

Brinkum - Von Daniel Wiechert. Heißer Herbstbeginn für den Brinkumer SV. „Schon bald wissen wir, wo unsere Reise hingeht“, sagt BSV-Coach Dennis Offermann. Sehr bald sogar. Denn der Tabellenzweite empfängt am Sonntag (14.00 Uhr) Spitzenreiter Aumund-Vegesack, bevor es am Samstag darauf zum Vierten FC Sparta Bremerhaven geht. Und Offermann setzt die Latte hoch an: „Wenn wir beides gewinnen sollten, sind wir komplett im Geschäft.“

Eigentlich müsste der 34-jährige Coach derzeit Probleme haben, das Lächeln aus dem Gesicht zu bekommen. Denn beim BSV läuft‘s wie geschmiert: Nach der 0:4-Auftaktpleite gegen den Bremer SV gab es sieben Siege am Stück – mit 35:4 (!) Toren. Doch Offermann tritt auf die Bremse: „Es ist gerade einmal die erste Hälfte der Hinrunde vorbei“, erinnert er: „Von unseren bisherigen Erfolgen können wir uns rein gar nichts kaufen.“

Der Trainer selbst lebt das Motto vor: „Wir müssen hungrig bleiben.“ Seine Unzufriedenheit aufgrund der zwei Gegentore beim 8:2-Erfolg vor zwei Wochen gegen den Habenhauser FV war bezeichnend. Dass die Spieler solche Kritik in den falschen Hals bekommen könnten, glaubt Offermann nicht. „Ich stelle mich ja nicht hin und sage: ‚Alles ist scheiße.‘ Wenn ich Kritik anbringe, dann belege ich das.“ Außerdem lobt er auch: „Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, ist deutlich besser als im Vorjahr“, heißt es dann: „Vor allem setzen wir viel mehr spielerische Akzente. Wir finden in der Spieleröffnung jetzt deutlich mehr Möglichkeiten, um den Gegner zu dominieren“, erklärt der 34-Jährige.

Das wird auch gegen die SG Aumund-Vegesack vonnöten sein. Als „sehr diszipliniert in der Defensive“ beschreibt Offermann das Team von Trainer Jens Heine: „Sie schaffen es, kompakt zu stehen und bei Ballgewinn über ihre schnellen Außenspieler umzuschalten.“ Auch mit diesem Konzeptzutaten blieben die Vegesacker in allen Saisonspielen ungeschlagen – die einzigen Punkte mussten sie beim 0:0 gegen den Meister Bremer SV einbüßen.Über diesen Raketenstart ist auch Jens Heine überrascht, der seit Juni die SG Aumund-Vegesack trainiert. „Vor der Saison konnte damit niemand rechnen, auch weil wir einen kleinen Kader haben“, so Heine, der spielerisch noch Steigerungsbedarf sieht: „Mein Team macht es vom Einsatz und Willen hervorragend, an den anderen Sachen müssen wir noch arbeiten.“ Deshalb hat der SAV-Coach seiner Mannschaft erst einmal ein anderes Grundkonzept übergestülpt: „Unsere Spielauffassung hat sich geändert – das ist dem Umbruch im Sommer geschuldet“, erklärt Heine: „Es geht erst einmal darum, kompakt zu stehen und nichts zuzulassen.“

Auch deshalb sieht er sein Team gegen Brinkum nicht in der Favoritenrolle: „Der BSV ist extrem spielstark und hat vorne brandgefährliche Akteure“, so Heine. Die meiste Torgefahr strahlt bei den Gästen Nils Husmann aus, der bereits fünfmal traf. Da ist es ärgerlich für Brinkum, dass Innenverteidiger Tom Witte aufgrund beruflicher Gründe fehlen wird. Zudem können Michel Fischer (privat verhindert), Maximilian Wirth (Abschlussfahrt) und Kai Tönsmeyer (Weisheitszahn-OP) nicht mitspielen. Doch bei Offermann sorgen diese Ausfälle nicht für Schweißausbrüche. „Wir haben einen breiten Kader. Ich weiß, dass ich mich auf jeden meiner Jungs absolut verlassen kann“, sagt der BSV-Coach: „Wir werden zwar auf einigen Positionen tauschen müssen, doch dadurch wird kein Qualitätsverlust zu spüren sein.“

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