Lemförde bestraft Heiligenfeldes Fehler – 3:1

„Zweimal so dämlich . . .“

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Sein Treffer zum 1:1 konnte die Heiligenfelder Niederlage auch nicht verhindern: Goalgetter Joshua Brandhoff (verfolgt von Lemfördes Dominic Becker).

Heiligenfelde - David Schiavone kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Zu stolz war er auf die Leistung seines TuS Lemförde gestern beim SV Heiligenfelde. „Ich bin super zufrieden“, sagte der Trainer nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg seiner Fußballer beim Bezirksliga-Aufstiegsaspitanten: „Damit hatte ich so vor dem Spiel nicht gerechnet.“ Sein Gegenüber Torben Budelmann sicher auch nicht. Die Mannschaft des Heiligenfelder Coaches hatte vielmehr den Ausrutscher von Spitzenreiter FC Sulingen (1:2 beim TSV Bassum) ausnutzen wollen – durch die Niederlage hat der SVH nun aber weiterhin vier Punkte Rückstand auf den FC. Dementsprechend schlecht war Budelmann gelaunt: „Wir haben nicht gespielt, was wir spielen wollten. Es war klar, dass es schwer wird, wenn man gegen eine Mannschaft hinten liegt, die nur hinten drin steht. Und dann machen wir zweimal so dämliche Abwehrfehler . . .“

Erst war es Roman Obst, der in der vierten Minute über den Ball trat und so das 0:1 durch Simon Middel mitverschuldete. Dann ließ sich Marcel Albers den Ball von Lemfördes Francesco Schiavone abnehmen und leitete damit das 1:2 durch den Stürmer ein (47.). Zwei Gegentreffer, die in ihrer Entstehung und zu ihrem Zeitpunkt für Heiligenfelde nicht unglücklicher hätten fallen können. Adrian Schleusner sorgte in der 70. Minute mit seinem Kopfball nach einer Ecke für die Vorentscheidung, Joshua Brandhoffs zwischenzeitliches 1:1 (31./ebenfalls per Kopf nach einer Ecke) half den Platzherren am Ende auch nicht weiter.

Dabei hatten die Heiligenfelder den Katastrophenstart eigentlich ganz gut weggesteckt, dominierten die erste Halbzeit. Eine schnelle Antwort auf das frühe 0:1 verhinderte allerdings der starke TuS-Keeper Dan Zaharia mit Paraden gegen Mirko Labbus’ Kopfball (7.) und Björn Isensees strammen Rechtsschuss (10.). Nach Brandhoffs Ausgleich vergaben Mirko Garlich (34./verpasste eine Brandhoff-Flanke um Zentimeter) und Till Meiners (45.+1/aus der Distanz knapp drüber) die mögliche Heiligenfelder Pausenführung.

Die zweite Hälfte begann dann so wie die erste. Doch diesmal erholten sich die Gastgeber nicht so gut – im Gegenteil: Die Budelmann-Elf hatte zwar weiter mehr Ballbesitz, erspielte sich aber keine Chancen. So mussten stattdessen Obst (53.) und SVH-Keeper Jörn Wachtendorf (62.) in höchster Not gegen Francesco Schiavone retten, ehe der kurz zuvor eingewechselte Schleusner auf 3:1 erhöhte. Der bei Heiligenfelde neu gekommene Lars Diedrichs sorgte zwar für mehr Schwung, traf das Tor nach einer Ecke freistehend per Kopf aus rund fünf Metern aber auch nicht (76.). Giovanni Esposito vergab zehn Minuten später die endgültige Entscheidung, Zaharia entschärfte mit einer Flugeinlage die letzte Chance durch Labbus (90.+4).

„Wie ,Gio‘ und Francesco heute vorne gewirbelt haben, war richtig gut“, freute sich David Schiavone, sein Sonderlob verteilte er aber an die Abwehr und speziell Bogdan Golgot: „Defensiv war das insgesamt überragend, und was Bogdan da gemacht hat – Wahnsinn!“ Lemfördes Nummer zehn half gestern in der Innenverteidigung aus, Golgot spielt eigentlich weiter vorne. „Was er alles abgeräumt hat, wie er dirigiert hat – großes Kompliment“, lobte sein Coach.

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