Zwei Wochen Grippe – dann ein Dreierpack für den SV Heiligenfelde

Brandhoffs irrer Kaltstart

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Gute Laune bei Heiligenfeldes Joshua Brandhoff (rechts) und Gerrit Bolte (links) nach dem Abpfiff.

Heiligenfelde - Von Arne Flügge. Nein, es war nicht sein erster Dreierpack für den SV Heiligenfelde. „Da gab’s schon ein paar“, grinst Joshua Brandhoff. Doch seine drei Tore am Sonntag beim 3:1-Sieg gegen den FC Sulingen waren für den Stürmer des Fußball-Bezirksligisten doch drei besondere.

Schließlich hatte der 21-Jährige zwei Wochen lang das Bett gehütet. Grippe, Fieber, kein Training – es ging gar nichts. Und dann dieser Kaltstart von Null auf 100. „Ich frage mich, wie gut Joshua drauf ist, wenn er absolut fit ist“, grinst sein Trainer Frank Fischer.

Vor eineinhalb Jahren war Brandhoff vom TSV Bramstedt nach Heiligenfelde gewechselt. „Joshua ist ein super Typ. Er passt absolut zu uns. Menschlich und sportlich. Er ist ein Junge, der immer positiv denkt“, lobt Fischer seinen Spieler.

Derzeit absolviert Brandhoff ein freiwilliges Jahr in einer Kindertagesstätte in Weyhe. Anschließend will er auf Lehramt studieren. „Es macht mir Spaß, mit den Kleinen zu arbeiten, mit ihnen zu kicken und über Fußball zu reden“, erzählt der Angreifer. Gestern hatte er natürlich genügend zu berichten.

„Mir wurden die Dinger aber auch super aufgelegt. Und ich hatte zudem etwas Glück“, sagt der 1,93-m-Schlaks bescheiden. Beim 1:0 hatte Lars Diedrichs uneigennützig quergespielt. „Den brauchte ich nur noch reinzuschieben.“ Beim 2:0 half FC-Keeper Tobias Plümer tatkräftig mit, ließ den eigentlich schon sicher gehaltenen Ball noch durchflutschen. Und beim Heber zum 3:0 aus vollem Lauf „war es eine Fifty-Fifty-Chance, dass es klappt“, sagt Brandhoff. Es klappte.

Früher hatte der Heiligenfelder den Bremer Johan Micoud zum Vorbild. „Ich bin ja noch nicht so lange Stürmer“, so Brandhoff. Doch einen echten Zehner „haben wir bei uns nicht im Angebot“, meint Trainer Fischer. Also wurde der offensiver Mittelfeldspieler zum Angreifer umfunktioniert. Und mittlerweile fühlt er sich als hängende Spitze hinter Gerrit Bolte pudelwohl. Und passend zu seiner neuen Rolle hat Brandhoff auch ein neues Vorbild. „Den Thomas Müller von den Bayern mag ich ganz gerne“, berichtet der 21-Jährige. Der traf am Wochenende in Hannover zwei Mal. Vorteil Brandhoff...

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