Zwei vermasselte Starts ärgern die Brinkumer Sprinterin / Trotzdem optimistisch für Freiluft-Saison

Freese „sauer auf mich selbst“

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Trotz des verpassten DM-Finales zog Anna-Lena Freese (links) ein positives Fazit der Hallensaison: „Ich bin konstante Zeiten gelaufen – und ich bin heile, das ist das Wichtigste.“

Karlsruhe - Von Cord Krüger. Gestern Mittag nach Schulschluss konnte Anna-Lena Freese schon wieder lachen. Ihren Ärger vom Sonntag hatte die Abiturientin des Sportinternats Hannover da fast vergessen. „Aber zuerst war ich ganz schön sauer auf mich selbst“, gestand Freese nach ihren zwei suboptimalen Starts über 60 Meter bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Karlsruhe. „Ich habe halt gezuckt, weil ich unbedingt loslaufen wollte“, erklärte die Sprinterin des FTSV Jahn Brinkum ihren Frust nach dem Vorlauf. „Dass es trotzdem noch zum Zwischenlauf gereicht hat, war schon verwunderlich.“ Doch auch in dieser Runde hätte sie fast einen Fehlstart fabriziert – und diesmal rächte es sich. Denn die Qualifikation fürs Finale, „unser erklärtes Ziel“, so Freese, war futsch.

Trotz des von ihr beschriebenen „Zuckens“ im Vorlauf schaffte die 21-Jährige die 60 Meter in 7,44 Sekunden. „Wenn man bedenkt, dass ich schon auf dem Weg aus dem Startblock war, dann wieder zurückzog und beim Startschuss dementsprechend später raus kam, war diese Zeit in Ordnung“, urteilt die Brinkumerin. Damit redete auch ihr Stützpunkt-Trainer Björn Sterzel auf sie ein, „und es hätte mir eigentlich Motivation für die nächste Aufgabe geben müssen“, seufzte Freese. Aber in der Zwischenrunde lief es ähnlich. „Auch da habe ich den Auftakt vermasselt und dachte schon, dass ich einen Fehlstart fabriziert hätte.“ Tatsächlich kassierte sie nach der elektronischen Auswertung eine Gelbe Karte – und diese Verwarnung beschäftigte sie noch im Rennen. „Hinterher sagte mir Björn, dass er mit den zweiten 30 Metern ganz zufrieden war – aber da war eben schon die Hälfte vorbei…“

So standen für Anna-Lena Freese am Ende 7,42 Sekunden auf der Uhr – acht Hundertstel zu wenig für das Finale. Trotzdem nahm die 21-Jährige Positives aus Karlsruhe mit. „In dieser Hallensaison bin ich konstante 40er-Zeiten über die 60 Meter gelaufen. Und ich habe gemerkt: Ich bin heile. Das ist das Wichtigste“, umschrieb sie ihren Gesundheitszustand – nach einer gut sechsmonatigen verletzungsbedingten Zwangspause wegen einer Sehnenansatzreizung im rechten Knie.

Das macht ihr Mut für den Rest des Jahres. „Ich habe noch keine Wettkampftermine, aber in der Halle ist jetzt erstmal Schluss“, erklärt die Leichtathletin. Im Trainingslager Ende März auf Teneriffa will sich Anna-Lena Freese mit Trainer Sterzel den weiteren Schliff für die Freiluftsaison holen. Dann sollte es für einige Endläufe reichen.

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