Korbball-Bundesligist erster Verfolger von Favorit Findorff / Barrien nah am Coup

Zwei Siege und Zweiter: Heiligenrode dreht auf

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Trainerin Dagmar Schnelle und ihr TSV Heiligenrode beendeten das Jahr in der Korbball-Bundesliga auf Platz zwei.

Barrien - Von Sandra HellmersMit zwei Siegen am letzten Spieltag vor der Weihnachtspause hat sich der TSV Heiligenrode Platz zwei in der Korbball-Bundesliga gekrallt. Gastgeber TSV Barrien hatte die SG Findorff am Rande einer Niederlage, verlor aber nach einer Halbzeitführung noch mit 9:12. Der TuS Sudweyhe spielte sich mit zwei Erfolgen näher ans DM-Ticket heran, während der TV Stuhr zwei Pleiten einstecken musste.

Oldenbroker TV - TSV Barrien 7:12 (5:9): Vor allem mit der ersten Halbzeit war Barriens Coach Manfred Otto zufrieden: „Das war vom Anpfiff weg ein couragierter und temporeicher Auftritt. Wir hatten vom Kreis und aus dem Rückraum gute Abschlüsse und haben uns damit schnell die nötige Sicherheit geholt.“ Doch nach Wiederanpfiff geriet etwas Sand ins Barrier Getriebe, die Konzentration ließ nach. Dass es am Ende dennoch zu einem verdienten Sieg reichte, lag einerseits an den stockenden Angriffsbemühungen der Oldenbrokerinnen – andererseits an der gut aufgelegten TSV-Korbhüterin Sarah Zieske, die ihren Korb sauber hielt.

SG Findorff - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 15:7 (8:1): „Mit der ersten Halbzeit kann ich nicht zufrieden sein“, erklärte TSG-Trainerin Camilla Hahn. Ihr Team agierte in der Offensive zu hektisch. Die Folge waren unkontrollierte Würfe und eine schwache Trefferquote. Auf der anderen Seite versenkte Findorff eiskalt alle sich bietenden Chancen gegen eine insgesamt recht kompakte TSG-Abwehr. Nach der Pause war es der Treffer zum 2:10 durch die in dieser Partie stark aufspielende Anna Tamsen, der den Knoten zum Platzen brachte. Fortan war das Hahn-Team auf Augenhöhe, auch wenn es aufgrund der Spielstands nur noch um Schadensbegrenzung ging.

TSV Barrien - SG Findorff Bremen 9:12 (7:4): Auf dem Papier war Findorff favorisiert – und so begann die Partie auch. Der TSV musste zunächst einen schnellen 0:3-Rückstand schlucken (5.). Doch dann hatten sich die Gastgeberinnen gefangen und spielten eine ganz starke erste Halbzeit. Über den 3:3-Ausgleich setzte sich das Otto-Team Treffer um Treffer ab und konnte zur Pause gar eine Drei-Körbe-Führung verbuchen. „Leider konnten wir das hohe Niveau in der zweiten Hälfte nicht halten“, bedauerte Trainer Manfred Otto. Seine Mannschaft musste sich nun einer stark verbesserten SG Findorff erwehren, die immer wieder auch mit Tempogegenstößen zum Erfolg kam. Am Ende drehten die Bremerinnen das Spiel noch souverän. „Den zweiten Durchgang hat Findorff klar dominiert und war einfach besser“, resümierte Otto.

TSV Thedinghausen - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 11:14 (4:8): Mit einem ganz sicheren Sieg bestätigte der Aufsteiger aus Seckenhausen die bisher guten Saisonleistungen. Thedinghausen setzte streckenweise auf eine Einzeldeckung, was das Hahn-Team aber nicht vor größere Probleme stellte. Als Thedinghausen in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich auf 9:11 herangekommen war, rückte Pia Züdel die Verhältnisse mit einem Doppelpack wieder gerade. Matchwinnerin der TSG war jedoch „Wirbelwind“ Sarah Kienker mit allein sechs Treffern.

TV Stuhr - TuS Sudweyhe 8:9 (5:7): Gegen den TuS hatte sich Stuhr (ohne Katja Freiheit und Jana Sudmann) vorgenommen, sich nach den zuletzt häufig enttäuschenden Ergebnissen wieder zu fangen. Das gelang – auch, weil Sudweyhe vor allem in den ersten Spielminuten zu wenig aus seinen Chancen machte. „Die erste Halbzeit haben wir trotzdem absolut kontrolliert“, analysierte TuS-Trainer Alexander Mauz.

Kurz vor der Pause verletzte sich Stuhrs Laura Freiheit am Finger, für sie sprang Co-Trainerin Corinna Woltemade ein. Aber diesen kleinen Schreck steckte der TVS gut weg. In einem schnellen und engen Spiel kam Stuhr immer besser in Schwung und kämpfte sich in der 28. Minute durch die überragende Dania Rönner auf 6:7 heran. Und auch, als Sudweyhe in Minute 36 auf 9:6 erhöhen konnte, ließ sich der TVS nicht beirren und versuchte alles. Das 8:9 fiel allerdings zu spät, um das Spiel noch drehen zu können.

TV Bremen-Walle 1875 - TSV Heiligenrode 6:13 (3:4): In der Anfangsphase lief es holprig für den TSV, doch das machte Trainerin Dagmar Schnelle keine Sorgen: „Das kennen wir schon, gegen Walle läuft es zu Beginn immer zäh.“ Auch durch den zwischenzeitlich 0:2-Rückstand ließ sich ihre Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen. Der 4:3-Treffer zur Halbzeitführung durch Jördis Detken brachte Heiligenrode in die Spur. Nach dem Seitenwechsel lag das Schnelle-Team immer in Front und landete am Ende noch einen überaus sicheren Erfolg.

TSV Thedinghausen - TuS Sudweyhe 6:10 (4:6):Das Unentschieden aus dem Hinspiel hatte Sudweyhes Coach Alexander Mauz richtig gewurmt – und so sollte diesmal unbedingt ein Sieg her. Zwar brachte seine Mannschaft diesen Erfolg tatsächlich recht sicher über die Bühne, doch zufrieden stellte ihn das trotzdem nicht ganz. „Ich hatte heute nicht das Gefühl, dass wir verlieren könnten, aber wir haben uns unheimlich schwer getan. Wir haben heute in beiden Spielen keine 100 Prozent über die gesamte Dauer auf die Platte bekommen“, kritisierte Mauz trotz des Doppelsiegs. Der TuS belegt nun in der Tabelle Platz vier, punktgleich mit dem Dritten Oldenbrok.

TSV Heiligenrode - TV Stuhr 10:4 (6:1):Dank einer souveränen ersten Halbzeit konnte Heiligenrode einen sicheren Sieg einfahren. Stuhr tat sich schwer, den Tatendrang aus der ersten Partie erneut zu zeigen, hielt jedoch bis Mitte der ersten Halbzeit ordentlich mit. Ein Dreierpack von Jessica Pawlowski zur Halbzeitführung brachte die Vorentscheidung. In der Phase nach der Pause kam Stuhr besser ins Spiel, versäumte es aber, dies auch in Körbe umzumünzen. Das zwischenzeitlich Stuhrer 3:6 durch Corinna Woltemade (30.) beantwortete Heiligenrode postwendend mit dem 7:3.

Stuhr bleibt Schlusslicht und hatte wenigstens das Glück, dass auch die direkte Konkurrenz nicht punktete. Weiter geht’s in der Bundesliga Ende Januar.

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