Zwei Niederlagen zum Start der Korbball-Bundesliga / Barrien erst „spritzig“, dann „unbeweglich“

In Sudweyhe schrillen Alarmglocken

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Bitterer Auftakt: Domenica Hollmann (beim Wurf) kassierte mit dem TuS Sudweyhe zwei Niederlagen.

Moordeich - Von Sandra Hellmers. Die Favoriten wurden ihrer Rolle gerecht: Am ersten Spieltag der Korbball-Bundesliga Nord konnten der TSV Thedinghausen und die SG Findorff in der Sporthale Moordeich siegen. Gleichauf liegt Aufsteiger SV Brake. Der TSV Heiligenrode liegt in Lauerstellung, der TuS Sudweyhe und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst zieren nach zwei Niederlagen das Tabellenende.

TSV Heiligenrode - TSV Thedinghausen 7:10 (4:2): Heiligenrodes Trainerin Dagmar Schnelle war mehr als zufrieden mit ihrer Mannschaft: „Sie hat meine taktischen Vorgaben 36 Minuten lang hervorragend umgesetzt.“ So war die Halbzeitführung mehr als verdient und hätte bei etwas mehr Treffsicherheit auch durchaus höher ausfallen können. Ein Dreierpack von Katrin Bäkefeld brachte den favorisierten TSV allerdings nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel. Bis zur 34. Minute lag trotzdem Heiligenrode mit zwei Treffern in Front, konnte diesen Vorsprung aber nicht halten. „Einen Punktgewinn hätten wir verdient gehabt. Aber letztes Jahr haben wir zwei deutliche Niederlagen kassiert, dieses Mal waren wir immerhin nicht chancenlos“, sah Dagmar Schnelle viel Positives in dieser Leistung.

TSV Heiligenrode - TuS Sudweyhe 15:8 (6:2): Während Heiligenrode die gute Leistung aus der Auftaktpartie bestätigte, war der TuS weit von der Bestform entfernt. Das Mauz-Team leistete sich zu viele Fehler und zeigte keine Durchschlagskraft. „Dafür hätten wir keine Vorbereitung gebraucht“, stellte ein verärgerter Trainer Mauz lakonisch fest. Heiligenrode hingegen überzeugte nicht nur Trainerin Dagmar Schnelle: „Eine tolle Abwehrleistung in der ersten Halbzeit und schöne Spielzüge im Angriff waren der Garant für einen nie gefährdeten Sieg“, stellte sie erfreut fest. Nach dem Seitenwechsel trumpfte Janina Rickmann mit allein vier Treffern auf.

SG Findorff - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 11:4 (8:3): Ohne Korbhüterin Pia Züdel, die ein Jahr in Kanada weilt, und ohne Käpt’n Anke Lisser musste die TSG zum Auftakt ausgerechnet gegen den Serienmeister ran. Doch auch die Bremerinnen hatten personell umstellen müssen – und so fing die Partie gar nicht schlecht an für die Mannschaft von Trainer Torsten Behrens. Aber die zwischenzeitliche 2:1-Führung bröckelte schnell. Unter anderem leistete sich die TSG zu viele Fahrkarten, Findorff zog im Spielverlauf uneinholbar davon – auch wenn das Ergebnis am Ende vielleicht etwas zu hoch ausfiel.

TSV Barrien - Oldenbroker TV 13:13 (9:5): Den Schock kurz vor Saisonbeginn, als Korbhüterin Sarah Zieske zu groß gemessen wurde und nun nicht mehr an der angestammten Position eingesetzt werden darf, hat der TSV offenbar gut verkraftet. Ausgerechnet gegen Angstgegner Oldenbrok gelang eine blitzsaubere erste Hälfte. „Spritzig und selbstbewusst konnten wir die großgewachsene Deckungsreihe des Gegners ein ums andere Mal auseinanderspielen und unsere Offensivaktionen konzentriert abschließen“, lobte Trainer Manfred Otto.

Nach dem Seitenwechsel geriet jedoch etwas Sand ins Getriebe. Vor allem technische Fehler sorgten dafür, dass der TSV nicht mehr so häufig zum Abschluss kam, so dass Oldenbrok kurz vor Schluss gar führte. Am Ende durfte Barrien immrhin noch den Ausgleich bejubeln.

SV Brake - TuS Sudweyhe 19:13 (8:7): Gegen den Aufsteiger setzte es für Sudweyhe gleich die zweite Niederlage. Vor allem die fehlende Laufbereitschaft machte Trainer Alexander Mauz als Ursache für die Schlappe aus: „Gegen eine Manndeckung verliert eigentlich immer die Mannschaft, die zu wenig läuft“, konstatierte er. Nach Wiederanpfiff setzte sich Brake verdient immer weiter ab. Mauz ist nicht nur sauer, sondern auch alarmiert: „Das war vom Einsatz her gar nichts, und so nicht bundesligatauglich. Da müssen sich meine Mädels aber schnell am Riemen reißen, sonst sind wir Absteiger Nummer eins.“

Oldenbroker TV - TSG Seckenhausen-F. 21:6 (11:4): Gegen die treffsicheren Oldenbrokerinnen stand die TSG auf verlorenem Posten. Regelmäßig rappelte es im Korb, vor allem das Abwehrverhalten seines Teams ärgerte Trainer Torsten Behrens. Mit dieser deutlichen Niederlage steht seine Mannschaft jetzt schon mit dem Rücken zur Wand und ist erstes Tabellenschlusslicht der jungen Saison.

SV Brake - TSV Barrien 15:8 (2:6): Im Gegensatz zum flotten Auftritt gegen Oldenbrok kam Barrien gegen den Aufsteiger nie in Schwung. „Unbeweglich, ideenlos und unkonzentriert im Abschluss: Wir waren gegenüber der ersten Partie nicht wiederzuerkennen“, stöhnte Coach Manfred Otto. Schon nach sechs Minuten stellte er auf Einzeldeckung um – eine Maßnahme, die allerdings fast wirkungslos verpuffte. Brake ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen, spielte die Partie locker zu Ende und besiegte den TSV verdient mit seiner Treffsicherheit aus der Distanz.

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