Mit zwei Freistoßtoren entscheidet die Heiligenfelderin das Pokalfinale – Double ist perfekt

Ein Fall für Scharfschützin Lüdeke

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Startschuss für die Heiligenfelder Jubelarie. Kapitänin Stephanie Rathkamp stemmt den Kreispokal in die Höhe.

Kreis-Diepholz - Von Philip Kaluza. TwistringenKreis-Diepholz - Von Philip Kaluza. Durch ein 5:1 (1:0) im Kreispokalendspiel der Frauen gegen den TSV Holzhausen-Bahrenborstel haben sich die Fußballerinnen der SG Heiligenfelde endgültig zur Mannschaft der Saison gekrönt und nach der Meisterschaft auch den Pokalsieg perfekt gemacht.

Mitten in der Jubeltraube seiner Spielerinnen platzte ein mit Sekt und Selters bespritzter SG-Trainer Kim Neubert beinahe vor stolz: „Das ist ein absolut geiler Abschluss einer verdammt harten und langen Saison. Ein Riesenkompliment geht an meine Mannschaft, die auch heute im entscheidenden Moment noch einmal zulegen konnte.“

Dieser Moment ereignete sich in der Mitte der zweiten Halbzeit. Der Außenseiter aus Holzhausen hatte gerade seine Zurückhaltung abgelegt und Lena Schumacher nach einem Doppelpass mit Sabrina Meier den 1:1-Ausgleich markiert (63.). Zuvor hatte Heiligenfelde die Partie zwar dominiert, es aber verpasst, mehr Tore zu erzielen als jenes zur 1:0-Führung nach einem Alleingang von Tanita Häfker (18.).

Das Match stand nun auf des Messers Schneide, weil beide Teams jetzt mit offenem Visier agierten.

Der TSV hatte allerdings ab der 60. Minute noch ein Handicap zu kompensieren, welches letztendlich maßgeblich zur späteren Entscheidung beitrug. Sarah Schwenker hatte gerade einen Freistoß von Heiligenfeldes Standardspezialistin Anica Lüdeke pariert und sich dabei verletzt, so dass fortan Anna-Lena Schlaak den Platz zwischen den Pfosten einnehmen musste. Dies machte die zuvor im rechten Mittelfeld eingesetzte Schlaak grundsätzlich nicht schlecht, aber als Lüdeke in der 69. Minute erneut zum Freistoß antrat, hatte die gegenüber Schwenker deutlich kleinere Torhüterin keine Chance, als der Ball direkt unter der Latte einschlug.

Nur vier Minuten später wiederholte sich das Geschehen, und Lüdeke legte den nächsten ruhenden Ball direkt zur Entscheidung ins Netz – 3:1. Der Rest war dann Schaulaufen für den frischgebackenen Doublesieger, so dass Tanita Häfker (85.) sowie Marielle Kruse (88.) noch zwei sehenswerte Treffer nachlegen konnten.

„Torwartausfall war

nicht zu kompensieren“

„Das Ergebnis ist am Ende sicherlich zu hoch ausgefallen“, meinte Neubert, der dem Gegner im Moment des Triumphs allerdings Respekt zollte: „Holzhausen hat uns das Leben schwer gemacht. Das ist eine sehr gute Mannschaft.“

Die gut gemeinten Worte dürften beim Gegner ankommen, auch wenn direkt nach dem Abpfiff bei TSV-Coach Willi Wilker logischerweise die Enttäuschung überwog: „Es ist sehr schade, wir haben heute wirklich alles reingeworfen. Nach dem 1:1 waren wir auch gut im Spiel, aber letztendlich konnten wir den Torwartausfall nicht kompensieren.“

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