Stephan Katt setzt alle matt

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In dieser Szene muss Schwarme-Sieger Stephan Katt (Nr. 1) noch den Staub von Matthias Kröger schlucken, doch am Ende triumphierte der MSC-Fahrer.

Schwarme - Von Gerd Töbelmann - Er ist nicht unbedingt der Typ, der sein Licht unter den Scheffel stellt. Stephan Katt, A-Lizenz-Fahrer des MSC Schwarme, geht eher offensiv mit seinen Zielen um: „Ich will Langbahn-Weltmeister werden und davor in Schwarme gewinnen.“

Ganz schön keck. Aber es steckt Substanz dahinter, denn der 32-Jährige holte sich gestern Nachmittag vor 2 000 Zuschauern den Sieg beim 62. int. Schwarmer Grasbahnrennen.

In Abwesenheit des ehemaligen Schwarme-Siegers Theo de Pijper (musste einer Speedway-Verpflichtung in England nachkommen) mischte Katt das Feld der zehn A-Solisten auf und siegte letztlich mit klarem Vorsprung vor dem Holländer Jannik de Jong und Bahn-Oldie Bernd Diener (52) aus Gengenbach.

Titelverteidiger Jörg Tebbe (Dohren) hingegen war nur ein Schatten seiner selbst, landete im hinteren Feld und wirkte ziemlich ratlos: „Ich habe heute die gleiche Abstimmung wie bei meinem Sieg vor einem Jahr gefahren. Und doch ist die Maschine extrem gehoppelt, so dass ich einfach keinen Druck aufs Hinterrad bekommen habe. Aber kein Vorwurf an den Veranstalter. Die Bahn war top, daran hat es heute nicht gelegen.“

Da kann Stephan Katt lachen, denn der MSC-Fahrer holte sich erstmals in seiner Karriere den Sieg in Schwarme.

Kumpel Stephan Katt, den Tebbe 2011 auf den Silberrang verwiesen hatte, hatte dagegen keinerlei Probleme: „Die Maschine ist heute super auf einer Superbahn gelaufen. Ich muss aber auch sagen, dass ich noch nie auf einer derart anstrengenden und sauschnellen Bahn gefahren bin.“

Bereits nach den Vorläufen sah Katt aus, als wäre er soeben aus der Sauna gekommen, obwohl die Außentemperaturen eher moderat waren. Aber er hatte alles im Griff. In den Vorläufen fuhr er zweimal als Erster und zweimal als Zweiter über die Ziellinie. Da kein anderer seiner Konkurrenten derart konstant die 700 Meter lange Piste beherrschte, bedeutete dies vor dem Endlauf der besten acht Fahrer: Katt reichte Platz fünf, um sich erstmals in seiner Karriere in die Siegerliste des Schwarmer Rennens einzutragen.

Aber der MSC-Spitzenfahrer wollte nicht taktisch fahren und meinte unmittelbar vor dem Finale: „Ich kann gar nicht auf Platz fahren. Wenn ich am Startband stehe, will ich das Rennen auch gewinnen.“ Und so ging der Lokalmatador das Finale auch an, denn Katt kam gut weg, lag von Beginn an in Führung und holte sich auch im Finale den Sieg.

„Stephan ist ein verdienter Sieger, weil er in seinen Läufen nie schlechter war als Zweiter. Das sagt doch alles“, freute sich auch MSC-Chef Kurt Harries mit seinem Clubfahrer.

Und der hat kaum Zeit, um den Triumph zu genießen, denn bereits morgen steht in der Speedway-Bundesliga in Brokstedt (Schleswig-Holstein) der nächste Lauf an. Und dann hat Katt ja noch einen Traum: Den Titel des Langbahn-Weltmeisters zu gewinnen, um damit in die großen Fußstapfen der deutschen Bahnsport-Legenden Egon Müller oder Gerd Riss zu treten. „Das wäre echt toll, denn das WM-Finale findet an meinem 33. Geburtstag in Vechta statt.“ Stephan Katt hat viel vor, ließ seinen Worten gestern in Schwarme aber auch eindrucksvolle Taten folgen.

Video vom Mofarennen

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