700 Zuschauer beim Benefizspiel für Familie Ruscher / Werder II 3:1 gegen Brinkum

Kunzendorf: „Es ist alles top gelaufen“

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Aus den Händen von Werders Kapitän Clemens Fritz (Mitte) nahmen die Organisatoren Frank Kunzendorf (li.) und Uwe Gräser (re.) das für die Versteigerung zur Verfügung gestellte Werder-Trikot entgegen.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Was für eine würdige Veranstaltung: Das vom Brinkumer SV organisierte Benefizspiel zugunsten der Familie des kürzlich völlig unerwartet verstorbenen Fußballers Nils Ruscher, der zuletzt für die Alte Herren des TSV Melchiorshausen gespielt hatte, nahm gestern einen tollen Verlauf. Trotz des schlechten Wetters wollten mehr als 700 Zuschauern dem beliebten Sportler die letzte Ehre erweisen und sahen dabei ein 3:1 (1:0) des Drittligisten SV Werder Bremen II gegen den Bremen-Ligisten Brinkumer SV.

Bereits um 14.00 Uhr traf sich gestern die Orga-Crew um Zweitherren-Coach Uwe Gräser und BSV-Manager Frank Kunzendorf, um Bänke aufzustellen, Stände aufzubauen und für entsprechend Platz zum Umziehen in der KGS-Halle zu sorgen. Und dies teilweise bei strömendem Regen. „Hoffentlich hört der bald auf, so dass genügend Zuschauer kommen, um möglichst viel für die Familie Ruscher zu spenden“, sagte Kunzendorf noch am Nachmittag.

Die Sorgen waren unbegründet, denn statt der erwarteten 500 Besucher wollten viel mehr Wegbegleiter dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen. Die Erste Herren des TSV Melchiorshausen, bei der Ruscher zuletzt noch einige Male ausgeholfen hatte, war fast in kompletter Besetzung samt Trainer Wilco Freund erschienen. Natürlich waren auch Ruschers Mitspieler aus der Alten Herren der Blau-Weißen gekommen. Sogar die halbe Mannschaft mit Trainer Frank Bertram des Frauen-Verbandsligisten SC Weyhe war vor Ort. Das alles zeigt, dass Nils Ruscher ein wirklich über die Vereinsgrenzen Melchiorshausens hinaus beliebter Fußballer und vor allem Mensch war. Neben den Spendenerlösen und den 500 Euro für das versteigerte Werder-Trikot übergab Keeper Tobias Dufner im Auftrag der Werder-Reserve noch eine Spende an Ruschers Witwe Anja.

Selbst Björn Fecker, der Präsident des Bremer Fußball Verbandes, schaute sich das Match an.

Der sportliche Teil der gestrigen Veranstaltung ist schnell erzählt und spielte nur eine Nebenrolle. Brinkum wehrte sich tapfer und konnte nach Werders 1:0 (40.) durch Marnon Busch in der 51. Minute durch Maximilian Wirth sogar zum 1:1 ausgleichen. Per Doppelschlag (58./59.) durch Torben Rehfeldt und Ole Käuper setzte sich der Favorit dann doch mit 3:1 durch.

„Ich bin stolz und froh. Es ist alles top abgelaufen“, war Frank Kunzendorf nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Mitgefühl keine hohle Phrase

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